Flagge der Olympischen Spiele

Die Olympischen Spiele

Sie sind ein echter Mythos, ein Weltevent und unweigerlich eine der geschichtsträchtigsten Sportveranstaltungen unserer Zeit – die Olympischen Spiele. Ihre sportliche Vielfalt macht Olympia zu einem weltweit angesehenen und mit Spannung verfolgtem Megaevent. So ziemlich jeder findet im breit gefächerten Programm der vom IOC ausgewählten Sportarten etwas, das ihn anspricht. Und genau das macht den Charme der Olympischen Spiele aus: Es ist ein Event für uns alle.

Die fünf Ringe der olympischen Flagge vereinen die Welt und schaffen es zumindest während der Olympischen Spiele, die gesellschaftlichen und politischen Probleme etwas in den Hintergrund zu stellen. Das ist ein wahrhafter Erfolg der Olympischen Bewegung, die es sich selbst zum Ziel gesetzt hat, einen Beitrag zu einer friedlicheren und besseren Welt zu leisten. 

Wenn am 26. Juli 2024 die olympische Fackel die Straßen von Paris erreicht und am Abend auf dem Place de la Concorde das olympische Feuer entfacht, werden die Augen aller Sportenthusiasten dieser Welt für rund 2 Wochen auf die französische Hauptstadt gerichtet sein. Ganze 329 Wettkampfentscheidungen stehen dann an und warten nur darauf, neue Einträge in die Geschichtsbücher von Olympia schreiben zu dürfen. 

Wir blicken mit Dir auf ein Sportevent, dass seinen Ursprung mehrere Jahrhunderte v. Chr. hat und heute mehr denn je an Bedeutung für die Sportwelt und unsere Gesellschaft gewonnen hat.

Grundwissen zu den Olympischen Spielen

  • Forschende gehen davon aus, dass der Ursprung der Olympischen Spiele im 2. Jahrtausend v. Chr. zu finden ist. Nachweislich gehen die Aufzeichnungen bis ins Jahr 776 v. Chr. zurück. Ohne Zweifel handelt es sich also um eines der weltweit ältesten Sportereignisse.
  • Die heutigen Olympischen Spiele verdanken wir dem Franzosen Pierre de Coubertin. Der Pädagoge erkannte den Unsinn des Krieges und forderte, das Kriegsfeld mit dem Sportplatz zu ersetzen. Diese Idee stellte er im Sommer 1894 einem Pariser Kongress vor und schaffte es, die Anwesenden zu überzeugen. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) wurde gegründet und die erste Austragung für 1896 in Athen terminiert.
  • Die Olympiade ist die Zeit zwischen zwei Olympischen Spielen und dauert in der Regel vier Jahre an. Am Ende einer Olympiade stehen die Olympischen Spiele.
  • Im Jahr 1924 wurden im französischen Chamonix die ersten Olympischen Winterspiele ausgetragen. Seither finde diese in der Regel im zweijährigen Wechsel mit den Olympischen Sommerspielen statt. 
  • Die Paralympischen Spiele sind die Olympischen Spiele für Sportler und Sportlerinnen mit einer körperlichen Behinderung. Wir sprechen hier auch von den Paralympics. Die ersten Paralympics fanden 1960 in Rom statt. Damals noch unter dem Namen „Weltspiele der Gelähmten“. Erst ab 1964 in Tokio kam der Begriff Paralympics offiziell zum Einsatz.
  • Heute sind insgesamt 206 Nationen als Mitgliedsländer beim IOC gemeldet. Während bei den ersten Spielen der Neuzeit lediglich 14 Länder vertreten waren, kam das Teilnehmerfeld bei den letzten Spielen 2021 in Tokio aus allen 206 Mitgliedsländern.
  • Aktuell besteht das olympische Programm aus 41 Sommersportarten und 15 Wintersportarten. Diese werden vom IOC bestimmt und werden regelmäßig an aktuelle Trends und Interessen der Weltbevölkerung angepasst. Lediglich Leichtathletik, Schwimmen, Fechten, Eiskunstlauf, Eishockey und Turnen waren bei allen Spielen der Neuzeit im Programm.
  • Jeder kennt die ikonischen Olympischen Ringe: 5 Ringe in den Farben Rot, Grün, Blau, Gelb und Schwarz auf weißem Grund. Sie stehen für die Kontinente unserer Erde. Die Farben der Ringe sind dabei nicht zufällig gewählt, sondern schaffen es, alle Landesflaggen der Welt miteinander zu vereinen. Denn mindestens eine der Farben kommt in jeder Landesflagge der Welt vor.
  • Das Internationale Olympische Komitee, kurz IOC, ist verantwortlich für die Organisation und Betreuung der Olympischen Spiele. Gegründet wurde das Komitee am 23. Juni 1894, dem letzten Tag des ersten Olympischen Kongresses, auf dem Pierre de Coubertin seine Idee von der Wiederbelebung der Olympischen Spiele präsentierte.
  • Mit insgesamt 28 Medaillen, davon 23 Goldmedaillen, ist Michael Phelps aus den USA der erfolgreichste Olympionike der Geschichte. Der Schwimmer liegt damit deutlich vor der zweitplatzierten Geräteturnerin Larissa Latynina, die insgesamt 18 Medaillen gewonnen hat.

Die bewegte Geschichte der Olympischen Spiele

Es war ein langer Weg, bis die Olympischen Spiele ihr heutiges Format erreicht haben. Wir schauen uns daher ihren Werdegang in drei Abschnitten an: die Antike, die Begründung von Olympia in der Neuzeit und die Entwicklungen nach dem Zweiten Weltkrieg.

Wo alles begann – Die Olympischen Spiele der Antike

Gehen wir bis ins 2. Jahrtausend v. Chr. zurück, finden wir das Herz der Olympischen Spiele. In Olympia, auf der Halbinsel Peloponnes, einer Kultstätte der Griechen, fanden die ersten Olympischen Spiele statt. Dabei handelte es sich ursprünglich jedoch nicht um ein Sportereignis, wie wir es heute kennen. Vielmehr waren die Spiele zur damaligen Zeit ein religiöses Fest – eine Zeremonie zu Ehren der griechischen Götter und des Göttervaters Zeus. 

Im Gegensatz zu den heutigen Spielen zählte im historischen Griechenland nur der Sieg, weshalb auch nur der 1. Sieger eines Wettkampfes geehrt wurde. Bis zum Jahr 776 v. Chr. konnten diese Siegerlisten rekonstruiert werden. Da es sich um ein rein griechisches Religionsfest handelte, waren auch nur Griechen als Besucher und Teilnehmer gestattet. Dies änderte sich mit der Eroberung Griechenlands durch die Römer 148 v. Chr.

Im Jahr 426 sprach Kaiser Theodosius II. ein Verbot der Spiele aus. Wenngleich die Griechen sich nicht komplett vom römischen Eroberer bestimmen ließen und die Spiele bis ins 6. Jahrhundert heimlich fortführten. 

Der Ursprung der modernen Olympischen Spiele

Zu verdanken haben wir die Olympischen Spiele der Neuzeit dem französischen Pädagogen Pierre de Coubertin. Aus seiner Sicht unterlagen die Franzosen im Krieg aufgrund mangelnder sportlicher Ertüchtigung. Er zog daraus den einfachen Schluss, dass die „Jugend der Welt“ in Zukunft mehr Sport treiben und sich in sportlichen Wettkämpfen gegenüberstehen sollte, anstatt sich im Krieg zu begegnen. Der olympische Gedanke wurde neu entfacht.

Als de Coubertin 1894 in Paris einem Kongress seine Idee vorstellte, waren die internationalen Teilnehmer direkt Feuer und Flamme. Am 23. Juni 1894 kam es am Ende des Kongresses zur Gründung des Internationalen Olympischen Komitees IOC. Der erste Schritt zur Rückkehr der Spiele war getan. Und wo sollte diese Rückkehr besser gefeiert werden als 1896 in Griechenland – genau genommen in Athen?

Die ersten Olympischen Spiele der Neuzeit im Jahr 1896 in Athen wurden ein atemberaubender Erfolg. Zwar nahmen nur 241 Teilnehmer aus rund 15 Nationen teil, dennoch gilt dies für damalige Verhältnisse als eines der größten bisher dagewesenen Sportereignisse. 10 Disziplinen standen für die Wettbewerbe bereit, bei denen der Sieger eine Silbermedaille und einen Olivenzweig erhielt.

Trotz des großen Erfolgs der ersten Olympischen Spiele der Neuzeit schaffte man es nicht, die nächsten Spiele als eigenständige und selbsttragende Veranstaltungen zu etablieren. Die Spiele 1900 in Paris und 1904 in St. Louis waren als Programmpunkt der Weltausstellung auf Monate verteilt und fanden so wenig Aufmerksamkeit.

Den Rettungsanker der Olympischen Spiele warfen schließlich wieder die Griechen, indem sie 1906, anlässlich des 10-jährigen Jubiläums der Spiele von 1896, eine Art Zwischenspiele in Athen feierten. Trotz nur bedingter Unterstützung des IOC schafften es die Zwischenspiele von Athen, den Fokus wieder auf die Sportwettkämpfe zu legen und den olympischen Gedanken hervorzuheben.

Der Durchbruch gelang dann mit den Olympischen Spielen in Stockholm 1912. Dieses kompakte und eigenständige Sportfest schaffte es, die Menschen zu begeistern. Und man zog eine wichtige Erkenntnis: Viele Sportarten und Wettkämpfe waren bis zu diesem Zeitpunkt schlichtweg nicht standardisiert. Deshalb musste das IOC zu den Spielen ein jeweils gültiges Regelwerk ausgeben. Diesen Umständen und Reformbedürfnissen entsprangen anschließend Sportverbände, wie der IAAF, die es sich zur Aufgabe machten, ihren Sport zu reglementieren und zu vereinheitlichen.

Doch die optimistische Stimmung fand mit dem Beginn des Ersten Weltkriegs ein jähes Ende. Die für 1916 angesetzten Spiele in Berlin mussten abgesagt werden.

Das Jahr 1924 schreibt seine ganz eigene Olympia-Geschichte. Denn nachdem man im französischen Chamonix Anfang des Jahres eine internationale Wintersportwoche gefeiert hatte, beschloss das Internationale Olympische Komitee zwei Jahre später, diese Sportwoche in die ersten Olympischen Winterspiele umzubenennen. 1926 wurde also das olympische Duo eingeführt – Sommer- und Winterspiele. Diese sollten fortan im selben Jahr stattfinden. Dies änderte sich erst 1994 auf den heute üblichen Rhythmus.

Bei den Olympischen Spielen 1928 in den Niederlanden waren auch deutsche Sportler wieder erlaubt, nachdem diese aufgrund der Kriegsschuld zuvor noch ausgeschlossen waren. Auf Anhieb gelang es dem deutschen Team im Medaillenspiegel den 2. Rang hinter den USA zu belegen. Von dieser Euphoriewelle getragen, bewarb sich Deutschland um die Olympischen Spiele 1936 und erhielt den Zuschlag. 

Olympia 1936 in Berlin wurde zum großen Erfolg – leider auch zugunsten des damaligen NS-Regimes und Reichskanzlers Adolf Hitler. In einer breit angelegten Propagandaveranstaltung gelang es den Nationalsozialisten der Welt ein offenes, vielfältiges und friedliches Deutschland zu verkaufen. Die nach außen gelungenen Spiele verdeckten nicht nur die Einschränkung der Pressefreiheit, sondern auch den Blick auf den Bau des Konzentrationslagers Sachsenhausen. 

Der einzige Lichtblick, zum Missfallen der NS-Führung, blieb der Auftritt eines gewissen Jesse Owens. Der US-Amerikaner überragt die Spiele mit Siegen über 100 m, 200 m, 4 x 100 m Staffel und im Weitsprung. Bei letzterer Disziplin freundet sich Owens mit seinem deutschen Wettbewerber Luz Long an und läuft mit diesem nach seinem Sieg Arm in Arm durchs Berliner Olympiastadion.

Doch die Maskerade der Propaganda-Spiele von Berlin hält nicht lange. Durch den Beginn des Zweiten Weltkriegs ist das Aus für die Olympischen Spiele 1940 und 1944 besiegelt.

Ein langer Weg zurück zur Normalität – Olympia nach dem Zweiten Weltkrieg

Dem IOC gelang es nach Kriegsende bereits im Jahr 1948, die nächsten Olympischen Spiele zu veranstalten. Aufgrund der Kriegstaten waren Deutschland und Japan von den Spielen ausgeschlossen. Die Sowjetunion sagte ihre Teilnahme ab.

Doch bereits 1951 gründet die Sowjetunion ihr eigenes Nationales Olympisches Komitee und wurde somit Teil des IOC. Dies ist der Startschuss für eine jahrelange Auseinandersetzung zwischen Ost und West, der die Olympischen Spiele zu einer Art Kriegsersatz für die Parteien des Kalten Krieges macht.

Das mediale Interesse an den Spielen bringt zeitgleich die schönsten und schrecklichsten Momente dieser Sportgeschichte zum Vorschein. 

Am 18. Oktober 1968 lässt der unfassbare Weitsprung-Weltrekord von Bob Beamon die Welt in Jubelstürme ausbrechen. Mit 8,90 m und 55 cm ist er weiter gesprungen als der bisherige Weltrekord. Wenig später kommt es bei den Spielen in Mexiko zum vermeintlichen Eklat beim 200 m Sprint. Die beiden US-Amerikaner Tommie Smith und John Carlos überraschen mit der „Black-Power“-Geste. Im Stadion werden sie dafür ausgebuht und vom IOC und ihren Verbänden suspendiert.

Auch die Olympischen Spiele 1972 in München gehen mit einem schrecklichen Tiefpunkt in die Geschichte ein. Während der Spiele dringen palästinensische Attentäter in das Olympische Dorf ein und nehmen das israelische Team als Geiseln. Alle 11 Mitglieder der israelischen Delegation sterben beim Befreiungsversuch der deutschen Behörden. Sportliches Highlight in diesem Jahr war der US-Schwimmer Mark Spitz. Er gewann alle seine 7 Rennen mit neuem Weltrekord – eine Leistung, die bis heute seinesgleichen sucht.

An Land hat bei den Spielen von Montreal 1976 die erst 14-jährige Nadia Comanescis vergleichbares vollbracht. In 7 Turnwettkämpfen gelang es ihr jeweils eine Wertung von 10,0 zu erturnen. Ähnlich spektakulär war auch der Olympiasieg von Steffi Graf bei den Olympischen Spielen 1988 in Seoul. Denn durch den Olympiasieg hat sie als einzige im Tennis den „Golden Slam“ geschafft – den Sieg in allen Grand-Slam-Turnieren eines Jahres und den Olympiasieg im selbigen Jahr.

Eine der größten Team-Leistungen der olympischen Geschichte wurde bei den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona geschrieben. Mitverantwortlich war die Entscheidung des IOC, sich endgültig vom Amateur-Statut in der olympischen Charta zu verabschieden. So war es nun auch Profis erlaubt, an den Olympischen Spielen teilzunehmen. Das ließ sich eine Truppe amerikanischer Basketballprofis nicht zweimal sagen. Angeführt von Michael Jordan dominieren die US-Amerikaner das Turnier – ein echtes „Dream-Team“.

Die Olympischen Spiele in Peking 2008 dominiert der Jamaikaner Usain Bolt. In der Königsdisziplin der Leichtathletik zündet Bolt den Turbo und schraubt seinen eigenen 100-m-Weltrekord auf 9,69 Sekunden herunter.

Im Jahr 2016 beendet der erfolgreichste Olympionike aller Zeiten seine Karriere. Bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro kehrt Michael Phelps ein letztes Mal auf die große Schwimmbühne zurück und holt 5 Mal Gold und 1 Mal Silber. Am Ende stehen auf dem Konto von Michael Phelps nie da gewesene 28 olympische Medaillen – 23 Mal Gold, 3 Mal Silber, 2 Mal Bronze.

Die Olympischen Spiele in Tokio 2020 standen dann im Schatten der Coronakrise. Die weltweite Pandemie verhindert die Austragung der Spiele im Jahr 2020 und führt zu einem Novum: Erstmals fanden Olympische Spiele außerhalb des 4-Jahres-Rhythmus statt. Das IOC verlegte die Spiele schlicht um ein Jahr und trug Olympia 2020 im Jahr 2021 aus. 

Den schönsten Moment der Spiele – der bei vielen Zuschauern für feuchte Augen sorgte und unweigerlich zu einem Symbolbild für den Zusammenhalt der Menschen während der Pandemie steht – besorgen die beiden Hochspringer Gianmarco Tamberi und Mutaz Essa Barshim. Beiden gelang es, die Höhe von 2,37 m zu überspringen. Als anschließend keiner der beiden einen gültigen Versuch über 2,39 m absolvieren kann, einigen sich beide auf ein Unentschieden. Dadurch erhielten beide Springer die Goldmedaille. Die Freude beider war grenzenlos und die Bilder der beiden Athleten auf ihrer gemeinsamen Ehrenrunde durchs Stadion gingen um die Welt.

Die wichtigsten Ereignisse der Olympischen Spiele

  • 2. Jahrtausend v. Chr.: In Olympia werden erstmals die Olympische Spiele etabliert. Damals sind sie ein Fest zu Ehren der Götter und für Göttervater Zeus – und weniger wie das heutige Sportereignis.
  • 1894: Pierre de Coubertin verbreitet auf einem Kongress in Paris seine Idee zur Wiederbelebung der Olympischen Spiele. Am Ende des Kongresses wird das Internationale Olympische Komitee IOC gegründet und die Austragung der ersten Olympischen Spiele 1896 in Athen beschlossen.
  • 1896: Mit 241 Teilnehmern aus rund 15 Nationen sind die ersten Olympischen Spiele der Neuzeit für die damaligen Verhältnisse ein riesiges Sportereignis.
  • 1900 und 1904: Die Olympischen Spiele in Paris und St. Louis finden nur im Rahmenprogramm der jeweiligen Weltausstellungen statt. Die Idee der Olympischen Spiele scheint sich nur 10 Jahre nach dem ersten olympischen Kongress in Paris wieder zu verlaufen.
  • 1906: Zum 10-jährigen Jubiläum finden Zwischenspiele in Athen statt. Die Ergebnisse der werden zwar vom IOC nicht offiziell anerkannt, jedoch rettet diese außerplanmäßige Veranstaltung den Gedanken der Olympischen Spiele.
  • 1912: Das IOC erkennt, dass viele Sportarten keinen einheitlichen Regelwerken folgen. Daraufhin gründen sich immer mehr internationale Verbände, die ihre Sportarten vereinheitlichen und regulieren. 
  • 1920: Nach der Absage der Olympischen Spiele 1916 aufgrund des Ersten Weltkriegs soll die Neuauflage in Antwerpen ein Neuanfang sein und die Nationen nach dem Weltkrieg einen.
  • 1924: Im französischen Chamonix finden die ersten Olympischen Winterspiele statt.
  • 1936: Das NS-Regime verwandelt die Olympischen Spiele in eine Propaganda-Show und lässt die Welt im Glauben an ein friedliches, offenes Deutschland die Spiele feiern. Held der Spiele ist, zum Missfallen der Nationalsozialisten, der schwarze US-Amerikaner Jesse Owens.
  • 1948: Nach Ende des Zweiten Weltkriegs finden in London die nächsten Olympischen Spiele statt. Athleten aus Deutschland und Japan sind nicht eingeladen und die Sowjetunion sagt ab.
  • 1951: Die Sowjetunion gründet ein eigenes Nationales Olympisches Komitee. Die Olympischen Spiele werden zum sportlichen Kriegsschauplatz des Kalten Krieges.
  • 1968: In Mexiko werden die US-Amerikaner Tommie Smith und John Carlos für eine Geste gegen die Diskriminierung Schwarzer in den USA vom Publikum ausgebuht und vom IOC gesperrt.
  • 1972: Während der Spiele in München nehmen palästinensische Terroristen das israelische Team als Geisel – keiner überlebt.
  • 1976: Die 14-jährige Rumänin Nadia Comanescis schafft erstmalig eine 10,0 auf dem Stufenbarren. Dieses Kunststück gelingt ihr in ganzen 7 Turnübungen bei diesem olympischen Turnier in Montreal.
  • 1988: Steffi Graf gewinnt in Seoul und holt damit den „Golden Slam“. Diesen Erfolg konnte ihr bis heute kein anderer Tennisspieler nachmachen.
  • 1992: Die USA reisen mit dem „Dream-Team“ nach Barcelona und dominieren, angeführt von Michael Jordan, das olympische Basketball-Turnier. 
  • 2008: In Peking holt Usain Bolt Gold über 100 m, 200 m und die 4 x 100 m Staffel und setzt in jedem Rennen einen neuen Weltrekord.
  • 2016: Der erfolgreichste Olympionike aller Zeiten beendet seine Karriere. In Rio de Janeiro holt Michael Phelps 5 Mal Gold und 1 Mal Silber und schraubt sein Medaillenkonto somit auf 28 olympische Medaillen. 
  • 2020: Die Coronapandemie erzwingt eine Verschiebung des Sportevents ins Jahr 2021. Es sind die ersten Spiele außerhalb des üblichen 4-Jahres-Rhythmus.

Die Olympischen Spiele: DAZN-Quiz

Kaum ein Sportereignis der Welt blickt auf eine so bewegte und lange Geschichte zurück wie die Olympischen Spiele. Wenn 2024 das olympische Feuer in Paris entfacht wird, sind 130 Jahre seit den ersten Olympischen Spielen der Neuzeit vergangen. Teste und erweitere Dein Wissen über die Olympischen Spiele mit unserem Pop-Quiz!

Wie viele Disziplinen sind Teil der Olympischen Spiele?

Das Programm der Olympischen Spiele wird regelmäßig überarbeitet. Das IOC versucht so, auf aktuelle Trends einzugehen, die Olympischen Spiele modern zu halten und für eine möglichst breite Masse attraktiv zu gestalten. Grundvoraussetzung für die Aufnahme einer Sportart in das olympische Programm ist, dass die Sportart auf mindestens 4 der 5 Kontinente und von mindestens 75 Nationen ausgeübt wird. 

Aktuell besteht das olympische Programm aus 41 Sommersportarten und 15 Wintersportarten. Durch die verschiedenen Disziplinen innerhalb der jeweiligen Sportarten kommen die Olympischen Sommerspiele aktuell auf insgesamt 339 Wettkämpfe, in denen Medaillen zu gewinnen sind. Bei den Olympischen Winterspielen sind es derzeit 109 verschiedene Wettkämpfe.

Bei den kommenden Olympischen Spielen in Paris 2024 wird mit Breakdance erstmals eine Tanzsportart in das olympische Programm aufgenommen. Karate wird nach seiner einmaligen Erscheinung im Programmplan der Olympischen Spiele in Tokio hingegen wieder gestrichen. Lediglich die Sportarten Leichtathletik, Schwimmen, Fechten, Eiskunstlauf, Eishockey und Turnen waren bei allen Spielen der Neuzeit im Programm. 

In welchem Land fanden die meisten Olympischen Spiele der Neuzeit statt?

Mit bisher 4 Austragungen sind die USA alleiniger Spitzenreiter der Liste der meisten Austragungen Olympischer Sommerspiele. In den Jahren 1904 (St. Louis), 1932 (Los Angeles), 1984 (Los Angeles) und 1996 (Atlanta) fanden in den USA jeweils die Olympischen Sommerspiele statt. Auch bei einem Blick auf die Liste der meisten Austragungen Olympischer Winterspiele haben die US-Amerikaner die Nase vorn. Ebenfalls 4 Mal durfte die Wintersportwelt der Einladung zu Olympischen Winterspielen in die USA folgen. Diese fanden 1932 in Lake Placid, 1960 in Squaw Valley, 1980 in Lake Placid und 2002 in Salt Lake City statt.

Den zweiten Rang belegt bei den Olympischen Sommerspielen das Vereinigte Königreich mit insgesamt 3 Austragungen. Und bei den Olympischen Winterspielen reiht sich Frankreich mit ebenfalls 3 Austragungen hinter den Amerikanern ein. 

Falls Du auf Griechenland als führende Austragungsnation getippt hast, müssen wir Dich leider enttäuschen. Die Griechen teilen sich zusammen mit Australien, Deutschland, Frankreich und Japan den 3. Platz bei den Olympischen Sommerspielen. Nur 2 Mal war die Welt bisher zu Gast im Heimatland der Olympischen Spiele.

Wie viele Nationen und Athleten nehmen an den Olympischen Spielen teil?

Die Olympischen Spiele sind eines der größten Sportereignisse der Welt. Daher ist es wenig verwunderlich, dass die Anzahl an teilnehmenden Nationen und Athleten in den letzten Jahrzehnten immer weiter angestiegen ist. Bei den ersten Spielen der Neuzeit 1896 nahmen lediglich rund 15 Nationen an den Spielen teil. Das Teilnehmerfeld bestand damals aus 241 Athleten. Was auf den ersten Blick wenig aussieht, war für damalige Verhältnisse bereits ein riesiges Ereignis. 

1928 in den Niederlanden waren bereits 46 Nationen vertreten und stellten insgesamt über 3.000 Athleten und Athletinnen. Nach dem Zweiten Weltkrieg nahm die Olympische Bewegung wieder Schwung auf und so nahmen an den Olympischen Spielen 1968 in Mexiko 112 Nationen mit insgesamt 5.516 Athleten und Athletinnen teil. 

Die Spiele in Athen 2004 bestritten erstmals über 200 Nationen. Und bei den 2021 ausgetragenen Olympischen Spielen von Tokio 2020, kam das Teilnehmerfeld aus 208 Nationen. Nie zuvor haben mehr Nationen an Olympischen Spielen teilgenommen. Insgesamt 11.090 Athleten wohnten den letzten Spielen bei.

Wer sind die geschichtsträchtigsten Medaillengewinner der Olympischen Spiele?

Bei den ersten Olympischen Spielen der Neuzeit 1896 in Athen gewann der Amerikaner James Connolly die erste olympische Goldmedaille. Im Dreisprung sicherte er sich durch seine ausgefeilte Technik mit deutlichem Vorsprung den Sieg. 

Bei den Olympischen Spielen 1900 in Paris waren erstmals nicht nur Männer als Teilnehmer zugelassen. Frauen durften in den fünf Disziplinen Golf, Tennis, Segeln, Reiten und Krocket an den Start gehen. Am 22. Mai 1900 segelte das Ehepaar Hélène und Hermann de Pourtalès zum Olympiasieg. Als Skipperin erhielt Hélène de Pourtalès als erste Frau der olympischen Geschichte eine Goldmedaille.

Bei den Olympischen Spielen 1912 in Stockholm war Oscar Gomer Swahn Teil des schwedischen Sportschützenteams. Mit diesem holte Swahn Gold in der Disziplin „Laufender Hirsch“. Und das im Alter von unglaublichen 64 Jahren und 257 Tagen. Er war bisher mit Abstand der älteste Olympiasieger der Geschichte. Der zweitplatzierte ist mit 10 Jahren Rückstand der Curler Robin Welsh aus Schottland, der im Alter von 54 Jahren und 102 Tagen eine Goldmedaille bei den Olympischen Spielen gewann.

Mit insgesamt 28 Medaillen, davon 23 Goldmedaillen, ist Michael Phelps aus den USA der erfolgreichste Olympionike der Geschichte. Der Schwimmer liegt damit deutlich vor der zweitplatzierten Geräteturnerin Larissa Latynina, die insgesamt 18 Medaillen gewonnen hat.

Welche Nationen führen den ewigen Medaillenspiegel der Olympischen Spiele an?

Da in der langen Geschichte der Olympischen Spiele auch in der Welt einiges passiert ist, sind viele Athleten für unterschiedliche Nationen oder für die gleiche Nation unter anderem Namen an den Start gegangen. Allein Deutsche Athleten und Athletinnen starteten schon für die DDR, die BRD, das Deutsche Reich und natürlich für Deutschland. 

Da wird einem schnell klar, dass es gar nicht so einfach ist, über einen so langen Zeitraum das gesamte Weltgeschehen und die damit verbundenen Herkunftsländer der Athleten im Auge zu behalten. Beim IOC hat man versucht, diese Variablen möglichst genau in den Statistiken zu berücksichtigen und zusammenzufassen. Dadurch ist es dem Komitee möglich, eine allgemeingültige Statistik zum ewigen Medaillenspiegel auszugeben. 

Nach aktuellem Stand führen die USA den Medaillenspiegel mit insgesamt 2.976 Medaillen an – davon 1.177 Goldmedaillen, 960 Silbermedaillen und 839 Bronzemedaillen. Den 2. Platz belegt Deutschland mit 1.818 Medaillen, von denen 600 Goldmedaillen, 611 Silbermedaillen und 607 Bronzemedaillen sind. Liechtenstein ist im Medaillenspiegel das einzige Land, das bisher ausschließlich bei Olympischen Winterspielen Medaillen gewinnen konnte.