UEFA Europameisterschaft

UEFA Europameisterschaft

Die UEFA EURO ist ein Meisterschaftsturnier, das alle vier Jahre ausgetragen wird. Der Veranstalter ist die UEFA – die „Union of European Football Associations”. Dieser zentrale europäische Fußballverband wurde am 15. Juni 1954 ins Leben gerufen und besteht aus aktuell 55 europäischen Landesverbänden. Der Deutsche Fußballbund (DFB) ist eines seiner mächtigsten Mitglieder. Die UEFA ist überdies Veranstalter vieler europäischer Fußballturniere, darunter die UEFA Champions League, welche jährlich für europäische Vereinsmannschaften stattfindet, und die Europameisterschaft, mit der wir uns heute beschäftigen.

Da viele der besten Fußballnationen aus Europa kommen, gehört die UEFA Europameisterschaft, oder kurz UEFA EURO, zu den wichtigsten Turnieren im Weltfußball. Bei den Männern können sich 24 Teams für eine Teilnahme an den EM-Endrunden qualifizieren, bei den Frauen sind dies 16 Teams. Die Mannschaften, die sich durch die Qualifikation gekämpft haben, spielen zunächst in Gruppen „jeder gegen jeden“. Anschließend wird es spannend, denn ab dem Achtelfinale wird nach dem K.-o.-System gespielt. Der Gewinner kommt eine Runde weiter, der Verlierer scheidet aus.

Seit der Einführung der UEFA EURO für Frauen im Jahr 1982 ist Fußball für Frauen gerade in Europa immer beliebter geworden. Auch bei den Zuschauern fand der Frauenfußball immer mehr Anklang. Für Frauen ist es allerdings sehr viel schwieriger, sich in dieser traditionellen Männerdomäne durchzusetzen. Erfreulicherweise ändert sich dies endlich.

Die letzte UEFA EURO der Frauen fand im Jahr 2022 in Großbritannien statt. Europameister wurde die Mannschaft aus England, die das deutsche Team im Finale mit 2:1 nach Verlängerung schlug. Die Frauen begeisterten mit einem herrlichen Offensivfußball und einer echten Teamleistung, die der Sportart weitere Fans eingebracht hat. Das Finale wurde allein in Deutschland von fast 18 Millionen Zuschauern im Fernsehen verfolgt. Da das Interesse der Zuschauer so groß war, wurde das gesamte Finalspiel zur besten Sendezeit im Fernsehen übertragen.

Ein so hohes Interesse am Frauenfußball hatte es zuvor noch nie gegeben. Dies war ein großer Schritt zur weiteren Emanzipation des Frauenfußballs und motiviert die Mannschaften, weiter zu trainieren und sich mit einem weiteren Titel zu belohnen.

Die UEFA EURO für den fußballerischen Nachwuchs ist zudem immer eine Möglichkeit, Turniererfahrung zu sammeln. Daher werden regelmäßig Meisterschaften für die Mannschaften U21, U19 und U17 ausgetragen.

Wie dieses europäische Fußballsystem, das in der Europameisterschaft der Herren gipfelt, entstand, welche Stars es hervorbrachte und was unsere Prognose für die nächste EM ist, erfährst Du in diesem Beitrag.

Grundwissen zur UEFA Europameisterschaft

  •   Seit 1960 veranstaltet die UEFA alle vier Jahre die Europameisterschaft der Männer unter heutigem Namen, seit 1982 gibt es die Fußball-Europameisterschaft auch für Frauen. Zudem werden Turniere für männliche und weibliche Jugendmannschaften (U17, U19 und U21) ausgerichtet.
  •   Die erste Europameisterschaft 1960 wurde in Frankreich ausgespielt, wobei 4 Teams gegeneinander antraten. Erster Europameister wurde die damalige Sowjetunion, die im Finale gegen Jugoslawien 2:1 siegte.
  •   Die von der UEFA organisierte Fußball-Europameisterschaft gilt als das schwerste Fußballturnier nach der Weltmeisterschaft. Hier treffen leistungsstarke Nationalmannschaften vom europäischen Kontinent wie Frankreich, Italien, Spanien und Deutschland aufeinander.
  •   Die Anzahl der Länder, die sich für die EM qualifizieren können, ist seit der Erstveranstaltung kontinuierlich angestiegen. Im Jahr 1960 spielten 4 Nationen, ab 1980 8 Nationen, von 1996 bis 2012 16 Teams und seit 2016 sind es 24 Teams im UEFA-EURO-Turnier.
  •   Im Laufe der UEFA Europameisterschaft wurde mit einem Unentschieden bei K.-o.-Spielen verschieden umgegangen. Bis 1968 ging es bei Halbfinalspielen zunächst in die Verlängerung, war das Spiel immer noch unentschieden, gab es den Losentscheid. Finalspiele mussten bei Unentschieden nach Verlängerung anfangs wiederholt werden.
  •   Die Regularien der K.-o.-Runden wurden immer wieder angepasst. Ab 1976 wurde das Elfmeterschießen bei Unentschieden nach Verlängerung eingeführt. 1996 und 2000 kam die „Golden Goal“-Regel zum Einsatz. Seit 2008 gibt es eine Verlängerung und Elfmeterschießen zur Entscheidung des Spiels.
  • Seit den Anfangsjahren der EM haben Deutschland und Spanien jeweils 3 Europameistertitel geholt, Italien und Frankreich jeweils 2 Titel, und Portugal, Griechenland, Dänemark, die Niederlande, die Tschechoslowakei und die Sowjetunion jeweils 1 Titel.

Die schrittweise Entwicklung der UEFA Europameisterschaft

Die Idee von einem gesamteuropäischen Fußballturnier hatten der Generalsekretär des französischen Fußballverbandes, Henri Delaunay, und der österreichische Trainer Hugo Meisl. Ihr erster Vorstoß wurde jedoch vom übergeordneten Weltfußballverband FIFA abgelehnt. Im Jahr 1954 war es dann so weit und der europäische Fußballverband UEFA wurde gegründet – bei dem Delaunay übrigens Generalsekretär wurde. Sein Wunsch nach einem gesamteuropäischen Turnier stieß allerdings auf wenig Gegenliebe, sodass die Idee im März 1955 bereits zum zweiten Mal verworfen wurde.

Der Sohn von Henri Delaunay, der ihm nach seinem Tode als Generalsekretär nachfolgte, hatte aber noch nicht aufgegeben. Im Jahr 1958 sprach dann der dänische UEFA-Präsident ein Machtwort, gab die Auslosung für den 6. Juni 1958 bekannt und die Qualifikationsrunden begannen. Die UEFA EURO wurde erstmalig unter dem Namen „Europapokal der Nationen“ ausgetragen. 1960 fand dann die erste EM-Endrunde in Paris statt, wobei die Sowjetunion der erste Europameister mit einem 2:1-Sieg gegen Jugoslawien wurde. Die Trophäe für den Sieger erhielt den Namen des Initiators des Turniers und heißt bis heute Henri-Delaunay-Pokal.

Der Grundstein war gelegt und damit begann eine echte Erfolgsgeschichte. Mit der Qualifikation zur Europameisterschaft 1968 wurde der „Europapokal der Nationen“ in die UEFA Europameisterschaft umbenannt. Europameister wurde Italien mit einem 2:0-Sieg gegen Jugoslawien.

Die nächsten Änderungen folgten dann bei der EM 1976 in Jugoslawien. In den K.-o.-Runden gab es ab da keine Wiederholungen von Endspielen bei Unentschieden mehr. Stattdessen wurde das Elfmeterschießen eingeführt. Bei dieser UEFA EURO gab es zudem eine dreifache Premiere: Es war das erste große Turnier, das durch Elfmeterschießen entschieden wurde. Die Tschechoslowakei erhielt ihren ersten EM-Titel, und eine neue Elfmetertechnik wurde geboren. Diese ist nach dem tschechischen Spieler Antonin Panenka benannt. Sie wird bis heute gern von Fußballern angewandt.

Bei der EM-Endrunde im Jahr 1980 qualifizieren sich die Mannschaften zum ersten Mal direkt über die Gruppenphase. Die für die Endrunde qualifizierten Teams werden in zwei Gruppen aufgeteilt. Die Gruppensieger sind direkt für das Finale qualifiziert, die zweitplatzierten Mannschaften bestreiten das Spiel um Platz 3.

Im Jahr 1984 kam es zu einer erneuten Anpassung zur Bestimmung des Gesamtsiegers. Die Halbfinalbegegnungen fanden ab der Europameisterschaft 1984 in Frankreich direkt nach der Gruppenphase statt. Das Spiel um Platz 3 wurde gestrichen. Ab der UEFA EURO 1996, die in England stattfand, durften ab sofort 16 Teams an der EM teilnehmen. Damit wurde der hohen Beliebtheit des Turniers Rechnung getragen.

2007 führte die UEFA eine Machbarkeitsstudie zur Steigerung der Teilnehmerzahl zur Endrunde auf 16 Teams durch. Zur UEFA EURO im Jahr 2008 traten nun tatsächlich 16 Mannschaften an. Die Anzahl der Teilnehmer an der EM-Endrunde wurde 2016 ein weiteres Mal erhöht: Nun dürfen 24 qualifizierte Teams am Turnier teilnehmen. 2020 wurde eine Jubiläums-EM organisiert, deren Austragungsorte auf ganz Europa verteilt waren.

Zeitleiste zur UEFA EURO

  •   1920er: Am Anfang steht der Traum des späteren UEFA-Generalsekretärs Henri Delaunay, der bereits in den 1920ern den Traum eines gesamteuropäischen Turniers im Männerfußball hat.
  •   1954: Die UEFA wird als europäischer Fußball-Dachverband und späterer Organisator der EM gegründet.
  •   1958: Nach mehreren gescheiterten Versuchen fällt die Entscheidung, dass es eine europäische Meisterschaft geben soll. Die Qualifikationen für die 2 Jahre später stattfindende EM beginnen.
  •   1960: Endlich findet die erste europäische Meisterschaft mit 4 Mannschaften in der EM-Endrunde unter dem Titel „Europapokal der Nationen“ im Männerfußball statt. Die Sowjetunion entscheidet sie mit einem 2:1-Sieg gegen Jugoslawien für sich.
  •   1968: Die EM erhält ihren heutigen Namen – UEFA Europameisterschaft.
  •   1976: Das Interesse ist geweckt. Immer mehr europäische Nationen möchten mitmachen, sodass die Anzahl der zugelassenen Länder zur UEFA EURO schrittweise erhöht wird. Ab 1976 steigt die Anzahl der Mannschaften auf 8 Teams
  •   1976: Das Elfmeterschießen wird eingeführt, um ein unentschiedenes Spiel in K.-o.-Runden zu entscheiden. Zuvor musste etwa das Finale wiederholt werden.
  •   1980: Die teilnehmenden Mannschaften werden ab nun in 2 Gruppen unterteilt. Der jeweilige Gruppensieger kommt direkt ins Finale, und die Zweitplatzierten der Gruppen bestreiten das Spiel um Platz 3.
  •   1988: Mit der UEFA EURO 1988 wird das Spiel um Platz 3 vollständig abgeschafft.
  •   1996: Die Anzahl der teilnehmenden Nationalmannschaften verdoppelt sich auf 16.
  •   2016: Ab jetzt sind 24 Mannschaften zur Endrunde der EM zugelassen. Es gibt jedoch regelmäßig Überlegungen von der UEFA, die Anzahl noch weiter zu erhöhen – bisher jedoch ohne Ergebnis.
  •   2020/2021: Die UEFA Europameisterschaft feiert ihren 60. Geburtstag. Für die Veranstalter ist das ein Grund, eine besondere UEFA EURO auf die Beine zu stellen. Sie wurde in 11 Städten in 11 verschiedenen europäischen Ländern ausgetragen.

Ein Rückblick: UEFA Europameisterschaft 2020/2021

Die UEFA Fußball-Europameisterschaft der Männer 2020 können wir mit Fug und Recht als ein besonderes Turnier bezeichnen. Zunächst einmal musste es aufgrund des Ausbruchs von Corona von 2020 auf 2021 verschoben werden. Wegen des 60-jährigen Jubiläums der UEFA Europameisterschaft der Männer sollte das Turnier ein vollkommen europäisches Event werden. Austragungsorte waren deshalb 11 Städte in 11 europäischen Nationen. Das Finale fand am 11. Juli 2021 im Wembley-Stadion in London statt. Die Liebe zum Fußball schlug dabei die Angst vor Corona, denn alle Stadien, in denen Spiele ausgetragen wurden, waren ausverkauft. Sportlich gesehen begeisterte die EM durch Offensivfußball der Extraklasse.

Diese Jubiläums-EM ließ wirklich nichts aus. Es gab einige faustdicke Überraschungen, mit denen keiner gerechnet hätte. So fielen in der Endrunde der EM 11 Eigentore! Derart viele Eigentore hatte es in allen vorhergehenden Endrunden zusammen noch nicht gegeben. Grund dafür waren die vorzüglichen Spielzüge der Gegner, die diese Eigentore provozierten. Etwas Weiteres hatte es – glücklicherweise – noch nie gegeben: Der durchtrainierte dänische Spieler Christian Eriksen brach mit Herzstillstand auf dem Spielfeld zusammen. Die Fußballwelt war geschockt.

In die K.-o.-Phase zogen sowohl alte Hasen wie die Mannschaften von den Niederlanden, Spanien, Frankreich, Deutschland und Portugal ein, als auch Nationen mit weniger EM-Turniererfahrung wie die Ukraine, die Schweiz oder Kroatien. Die „Three Lions“ aus England wurden im Verlauf der UEFA EURO immer stärker und warfen Deutschland bereits im Achtelfinale mit 2:0 aus dem Turnier. Eine Überraschung war der Sieg der Schweiz gegen Frankreich mit 5:4 im Elfmeterschießen.

Ihre Achtelfinalspiele gewannen neben den Engländer auch Dänemark und Italien. Überraschend war der klare 2:0-Sieg von Tschechien über Mitfavorit Niederlande. Auch Spanien, die Schweiz, Belgien und die Ukraine kamen eine Runde weiter. Im Viertelfinale gewann Spanien gegen die Schweiz mit 3:1 im Elfmeterschießen, Italien besiegte das lange als Mitfavorit gehandelte Belgien. Dänemark erkämpfte sich einen Platz im Halbfinale mit einem 2:1 gegen Tschechien. Die Ukraine hatte jedoch gegen die „Three Lions“ keine Chance. Sie verlor mit 4:0.

Die „Squadra Azura“ Italiens hatten im Halbfinale gegen Spanien große Probleme, konnte sich aber am Ende über das Elfmeterschießen durchsetzen. Das zweite Halbfinalspiel verlor Dänemark gegen die „Three Lions“ aus Großbritannien, die damit auch einen Heimvorteil im Finale hatten. Im altehrwürdigen Wembley-Stadion in London trafen im Finale England und Italien aufeinander. Das Spiel war denkbar eng – bis zum Ende der Verlängerung blieb es beim 1:1. Es kam wieder zum Elfmeterschießen. Am Ende gewannen die Italiener mit 4:3 und stürzten das ganze Land in einen Freudenrausch.

UEFA Europameisterschaft: Berühmte Spieler des Wettbewerbs

Es ist bei der großen Auswahl an begnadeten Spielern nicht einfach, die besten Fußballer Europas zu küren. Dennoch haben wir einige Spieler gefunden, die sich immer wieder durch die UEFA EURO hervorgetan haben und in vielen Statistiken ganz oben auftauchen:

Michele Platini war ein französischer Mittelfeldspieler, der 1984 die beste EM seiner Karriere spielte. Er schaffte es, innerhalb von 5 Spielen 9 Tore zu erzielen. Zusammen mit den Spielern Jean Tigana, Alain Giresse und Luis Fernández gehörte er zum „Magischen Quartett“ – doch er war der Star. Zudem gelang ihm während des Turniers 2 Mal ein Hattrick, was nicht einmal Cristiano Ronaldo schaffte. Am Ende wurden seine Bemühungen belohnt, als er nach dem Finale in Paris die Henri-Delaunay-Trophäe in die Höhe stemmen durfte.

Der portugiesische Stürmer Cristiano Ronaldo – Spitzname CR7 – hat insgesamt an 4 UEFA Europameisterschaften teilgenommen (2004, 2008, 2012, 2016). Während dieser Turniere schoss er 14 Tore und nimmt damit als Torschütze den absoluten Spitzenplatz ein. Mit 8 verwandelten Strafstößen hat Ronaldo starke Nerven bewiesen und liegt auch bei dieser Statistik auf Rang 1. Er gehört mit 5.162 Spielminuten zu den Spielern, die während der UEFA EUROs am längsten auf dem Platz gestanden haben. Auch als erfolgreicher Vorlagengeber ist er führend.

Der deutsche Stürmer Gerd Müller erhielt durch seine Performance bei der EM 1972 den Titel als EM-Torschützenkönig mit 4 Treffern während des Turniers. Mit der deutschen Mannschaft konnte er am Ende auch den Titel gewinnen. Der „Bomber der Nation“ – so sein Spitzname – war in den 1970ern einer der erfolgreichsten Fußballspieler weltweit. Durch seine besondere Schusstechnik und seine Energie gehörte Gerd Müller zu den begehrtesten Spielern. Er füllte seine Rolle als Stürmer für Deutschland voll aus.

Der italienische Torhüter Gianluigi Donnarumma ist der erste und einzige Torwart, der zum besten Spieler einer UEFA EURO gewählt wurde. Eine Gruppe an Experten hatte den italienischen Torwart nach der letzten EM zum Spieler des Turniers gewählt, da er ein wesentlicher Leistungsträger der italienischen Nationalmannschaft war. Seine hochwertigen Abwehraktionen stärkten der Mannschaft den Rücken und sorgten dafür, dass sich die Italiener am Ende den Titel schnappen konnten. Als einer der wenigen Torhüter war er am Offensivspiel beteiligt.

Große Turniere wie die UEFA EURO haben viele unvergessliche Spieler hervorgebracht. Dabei werden gute Spieler nicht automatisch zu Ikonen. Nur eine Handvoll Spieler schaffen es und sie steigen in den Olymp der „Legenden des Sports“ auf.

UEFA Europameisterschaft: DAZN Bet Quiz

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Welche Teams spielen in der UEFA Europameisterschaft gegeneinander?

Grundsätzlich müssen wir zwischen zwei Kategorien unterscheiden: Zunächst einmal geht es um die Qualifikation für die UEFA-EURO-Endrunde. Die EURO Qualifiers sind die Qualifikationsspiele, die zur Teilnahme an der tatsächlichen EM-Endrunde berechtigen. Für die kommende EM 2024 werden diese zwischen März und November 2023 ausgetragen. Die Auslosung, die am 9. Oktober 2022 in Frankfurt a. M. durchgeführt wurde, hat die teilnehmenden 53 Länder in 9 Gruppen eingeteilt:

  •   Gruppe A: Spanien, Schottland, Norwegen, Georgien, Zypern
  •   Gruppe B: Niederlande, Frankreich, Republik Irland, Griechenland, Gibraltar
  •   Gruppe C: Italien, England, Ukraine, Nordmazedonien, Malta
  •   Gruppe D: Kroatien, Wales, Armenien, Türkei, Lettland
  •   Gruppe E: Polen, Tschechien, Albanien, Färöer-Inseln, Moldawien
  •   Gruppe F: Belgien, Österreich, Schweden, Aserbaidschan, Estland
  •   Gruppe G: Ungarn, Serbien, Montenegro, Bulgarien, Litauen
  •   Gruppe H: Dänemark, Finnland, Slowenien, Kasachstan, Nordirland, San Marino
  •   Gruppe I: Schweiz, Israel, Rumänien, Kosovo, Belarus, Andorra
  •   Gruppe J: Portugal, Bosnien und Herzegowina, Island, Luxemburg, Slowakei, Liechtenstein

Weiterkommen in die Endrunde werden die ersten beiden Mannschaften jeder Gruppe und die vier besten Gruppendritten.

Wer ist der erfolgreichste Spieler aller Zeiten bei der UEFA EURO?

Wer der beste Spieler aller Zeiten bei der UEFA EURO ist, kommt auf den Standpunkt an. Offiziell ist dies der portugiesische Nationalspieler Cristiano Ronaldo, der an vier verschiedenen Meisterschaftsturnieren teilgenommen hat und die ewige Torschützenliste anführt.

Doch auch der Franzose Michel Platini sollte beachtet werden. Der französische Mittelfeldspieler hat es geschafft, innerhalb von nur 5 Turnierspielen 9 Tore zu erzielen. Er schaffte einen doppelten Hattrick bei der UEFA EURO 1984, was Cristiano Ronaldo nicht gelang. Zudem gehörte er in den 1980er-Jahren zu den besten Fußballspielern der Welt. Er punkte mit spielerischer Raffinesse und einer unübertroffenen Technik. Platini blieb dem Fußball auch nach Beendigung seiner Spielerkarriere treu. Er wurde zunächst Trainer der französischen Nationalmannschaft und später Verbandspräsident bei der UEFA.

Wer war der Torschützenkönig bei der UEFA EURO 2020/2021?

Mit 5 Toren und 1 Torvorlage wurde der Portugiese Cristiano Ronaldo zum Torschützenkönig gekrönt. Diesen Titel hat er sich aufgrund seiner Vorlage im Spiel gegen Deutschland verdient, denn auch der tschechische Spieler Patrik Schick erzielte während des Turniers 5 Treffer. Damit überflügelte Cristiano Ronaldo Michele Platini bezüglich der Gesamtzahl an Toren während aller gespielten EMs. Mit diesen 5 geschossenen Toren steigerte der Portugiese die Anzahl der Tore auf insgesamt 14 und wurde damit offiziell ewiger Torschützenkönig.

Zu Beginn des Turniers lagen Ronaldo und Platini noch gemeinsam auf Rang 1. Doch während Ronaldo insgesamt 25 Spiele benötigte, um sich den Titel des ewigen Torschützenkönigs zu sichern, reichten Platini für seine 9 Tore 5 Spiele aus.

Was ist der Spielmodus der UEFA EURO?

Bei den Europameisterschaften der Männer erreichen derzeit 24 Mannschaften die Endrunde. Das tatsächliche EM-Turnier für die qualifizierten Mannschaften beginnt mit der Gruppenphase. Ab dem Achtelfinale wird im K.-o.-System gespielt, wobei jeweils nur der Sieger in die nächste Runde kommt. Bei einem Unentschieden nach 90 Minuten folgt eine zweimal 15-minütige Verlängerung. Bleibt es beim Unentschieden, fällt die Entscheidung im Elfmeterschießen, was sich häufig zu einem echten Nervenkrieg auswächst.

Im Achtelfinale spielen der Gruppenerste der Gruppe A gegen den Gruppenzweiten der Gruppe B und der Sieger der Gruppe B gegen den Gruppenzweiten der Gruppe A. Dieses System zieht sich durch alle Gruppen. Im Halbfinale spielt der Gewinner des ersten Viertelfinales gegen den Sieger aus dem dritten Viertelfinalspiel usw. Im Finale spielen die Sieger der Halbfinalspiele gegeneinander. Der Sieger des Matches holt den Titel.

Unsere Prognosen: UEFA Europameisterschaft 2024

Die EM 2024 der Männer wird wieder einmal in Deutschland stattfinden. Unter dem Motto „Vereint im Herzen Europas“ wird der Ball vom 14. Juni bis 14. Juli 2024 durch 10 deutsche Stadien rollen. Gespielt wird im Olympiastadion Berlin, in der Allianz Arena München, im Rheinenergie Stadion Köln, im Waldstadion Frankfurt, im Volksparkstadion Hamburg, im Westfalenstadion Dortmund, in der Merkur-Spiel-Arena Düsseldorf, in der Veltins Arena Gelsenkirchen, in der Red Bull Arena Leipzig und in der Mercedes-Benz-Arena in Stuttgart.

Die deutsche Nationalmannschaft wird ihre Gruppenspiele in Stuttgart durchführen. Viele Fans hoffen nach dem schlechten Auftritt der Nationalmannschaft bei den letzten Turnieren auf ein Revival des deutschen Sommermärchens der WM 2006, das durch übersprühende Partystimmung im ganzen Land gekennzeichnet war. Das schöne Sommerwetter lockte viele Fans zum Feiern auf die Straße und beim Public Viewing jubelten die Massen dem deutschen Team während seiner Spiele zu. Deutschland wurde zwar selbst nicht Weltmeister, doch erhielt mit Platz 3 den Titel „Weltmeister der Herzen“. Ein solcher Sieg ist ein Titel für die Ewigkeit und einer, den nur Deutschland für sich beanspruchen kann.

Für die UEFA EURO 2024 im eigenen Land muss die deutsche Mannschaft es schaffen, durch ihr Spiel erneut Begeisterung unter den Fans zu entfachen. Viele Fans glauben, dass das deutsche Team der Männer ihre Bodenhaftung und ihren Siegeswillen verloren haben. Und genau dieser Siegeswille, der Zusammenhalt im Team und der Nationalstolz müssen erneut geweckt werden, um Erfolg zu haben.

Das ist eine wichtige Aufgabe der Fans. Es ist bekannt, dass volle Stadien mit johlenden Fans die Grundlage schaffen, dass sich die Teams in Ekstase spielen und endlich wieder Matches gewinnen. Die Spieler brauchen auch die Unterstützung der Fans, um den Spaß am Spiel zurückzugewinnen und in die Erfolgsspur zurückzufinden. Ein lauter, jubelnder Fan agiert dabei als 13. Mann auf dem Platz.

Diese Unterstützung kann die deutsche Männernationalmannschaft wirklich gebrauchen! Nach dem frühen Aus in den letzten beiden großen Meisterschaften fehlt es dem Team an Selbstbewusstsein. Ihr Spiel ist geprägt von Unsicherheiten und fehlendem Willen, erfolgreich zu sein. Die UEFA EURO im eigenen Land stellt eine echte Chance dar, denn die Mannschaft kann in gewohntem Umfeld spielen und sich der Unterstützung ihrer Fans gewiss sein.

Wie genau die Ergebnisse angesichts dessen aussehen werden, ist derzeit noch komplett offen. Zuerst müssen wir die Qualifikationsrunden ab März dieses Jahres abwarten. Wir sind gespannt!