Ligue 1 winners PSG

Ligue 1 (Frankreich)

Wie in vielen Ländern der Welt ist auch in Frankreich der Fußball mit Abstand die beliebteste Sportart – zumindest heute. Am Anfang hatte es der Profifußball in Frankreich allerdings nicht ganz so leicht. Auf dem Thron der Sportarten befand sich für eine lange Zeit der Radsport und es dauerte etwas, bis sich Fußball etablieren konnte. Im Jahr 1932/33 beschloss man dann endlich, eine professionelle nationale Liga zu gründen – die Première Division war geboren.

Die professionelle Liga gibt es somit schon seit über 90 Jahren. Trotz einiger chaotischer Zeiten konnte sich die erste Liga durchsetzen. Heute ist die Ligue 1 die höchste Spielklasse in Frankreich, was den Männerfußball angeht. Im internationalen Vergleich befindet sich die „L1“ gleichauf mit großen Namen wie der Bundesliga, der Serie A und der Premier League. Wer die Ligue 1 für sich entscheiden kann, gewinnt nicht nur den Titel als französischer Meister, sondern bekommt auch einen Startplatz in der UEFA Champions League.

Über die Jahre hat die Ligue 1 viele bekannte Gesichter und Vereine hervorgebracht. Zinédine Zidane und Raymond Kopa sind mit der Ligue groß geworden. Jetzt dominieren Jungstars wie Neymar und Mbappé das Geschehen. Und auch international konnte sich der französische Fußball etablieren: Immer öfter sind französische Teams bei wichtigen Wettbewerben am Start und treten in der Champions League oder der Europa League auf.

Von Anfang an legten die Organisatoren großen Wert auf die Professionalität der Liga. Amateurmannschaften gingen nie an den Start. Stattdessen beschränkte man sich in der höchsten Spielklasse wirklich nur auf die besten Teams des Landes. Zur Saison 2023/24 wird die Anzahl der Teilnehmer sogar noch etwas heruntergesetzt: In Zukunft werden nur 18 Mannschaften an dem Turnier teilnehmen. Das soll für eine noch höhere Qualität der Spiele sorgen und das Prestige der Ligue 1 steigern.

In den vergangenen Jahren dominierte vorrangig eine Mannschaft die Ligue 1: Paris Saint-Germain gewann seit 2012 zuerst 4 Mal, dann 3 Mal in Folge und tritt in der Saison 2022/23 als Titelverteidiger an den Start. Wir sind gespannt, ob die Ära des Vereins noch länger anhält oder eine andere Mannschaft den großen PSG vom Thron stoßen kann. Bei dem Star-Aufgebot könnte dies jedoch schwierig werden: Mit Mbappé, Messi und Neymar scheint der PSG ein unbesiegbares Trio zu besitzen.

In diesem Beitrag haben wir alle wichtigen Fakten zur höchsten Spielklasse des französischen Fußballs zusammengetragen. Erfahre mehr über die Geschichte der Ligue 1 und teste Dein Wissen in unserem Pop-Quiz!

  • Grundwissen zur Ligue 1

  • Die ersten Landesmeisterschaften und annähernd nationale Pokale gab es bereits in den 1890ern. Im Jahr 1932/33 wurde zum ersten Mal offiziell die französische Meisterschaft unter dem Namen Première Division (D1) ausgetragen. Im Jahr 2002 wurde sie in Ligue 1 (L1) umbenannt.
  • Von Anfang an war die Division 1 als Liga des Profifußballs gedacht. Die Ligue 1 ist heute die höchste Spielklasse im nationalen französischen Männerfußball.
  • Schon 1933/34, also nur ein Jahr nach der Einführung der D1 wurde eine zweite Liga gegründet, die Division 2 (D2). Die heute unter dem Namen Ligue 2 (L2) bekannte Liga hat über die Jahre einige Veränderungen durchgemacht, besteht aber bis heute. 
  • Bereits ab der ersten Saison nahmen 20 Teams teil – diese Anzahl ist bis heute noch der verwendete Standard. In der Geschichte der D1 schwankte die Zahl der Teilnehmer jedoch: Nach dem Zweiten Weltkrieg waren 18 Mannschaften dabei, die niedrigste Zahl war 14 Teams in der Saison 1933/34.
  • Den Titel als Rekordsieger hielt ab 1980/81 über eine lange Zeit der AS Saint-Étienne. Erst in der Saison 2021/21 konnte Paris Saint-Germain aufholen und kann nun ebenfalls auf 10 Siege in der Ligue 1 zurückblicken.
  •  Im Laufe der Jahre gab es einiges an Wechseln, was die teilnehmenden Vereine der Ligue 1 betrifft. Manche Mannschaften wurden umbenannt, andere ganz aufgelöst – oft aus wirtschaftlichen Gründen. Vom ersten Tag an und bis heute dabei sind unter anderem Olympique Marseille, OGC Nizza und OSC Lille.
  • In der späteren Geschichte der Ligue 1 gab es einige Sponsoren, unter anderem Orange (2007/08) und Conforama (2017 bis 2020). Ab 2020 lautet der offizielle Name „Ligue 1 Uber Eats“.

Die mitreißende Geschichte der Ligue 1

Schon lange vor Beginn der offiziellen französischen Meisterschaft, nämlich seit den 1890er-Jahren gab es erste Landesmeisterschaften und Pokale. Ein Beispiel ist der Landespokalwettbewerb „Coupe de France“, der von 1917/18 bis 1928 ausgetragen wurde. Allgemein glich der Profifußball in Frankreich in diesen Jahrzehnten einem Flickenteppich: Die verschiedenen Verbände und Organisationen schienen sich über eine landesweite Meisterschaft nicht einig zu werden.

Langsam aber sicher entwickelte sich über die frühen 1900er der professionelle Fußball in Frankreich. Nach einigem Hin und Her wurde 1932 die erste nationale Meisterschaft unter dem Namen Première Division oder Divison 1 (D1) eingeführt. In der ersten Saison 1932/33 machten 20 Mannschaften beim Wettbewerb mit.

In den folgenden Jahren machte die Liga viele Regeländerungen durch. So schwankte die Anzahl der Teilnehmer oft – in der zweiten Spielzeit waren nur 14 Mannschaften dabei, im Jahr darauf 16. Zeitweise wurden eine zweite und dritte Spielklasse eingeführt.

Ab 1940 wurde es mit der Besetzung Frankreichs im Laufe des Zweiten Weltkriegs ziemlich chaotisch. Ein normaler Spielbetrieb war in den Jahren bis 1945 nicht möglich. 1945/46 war dann die erste normale Saison nach dem Krieg. Es ging weiter, als wären die letzten Jahre nie passiert: 18 Mannschaften gingen an den Start, darunter auch einige neue Teams, die erst entstanden waren. Dazu gehörte der CO Roubaix-Tourcoing, der prompt im zweiten Jahr nach dem Weltkrieg den Titel gewann. Im Folgejahr wurde die Anzahl wieder auf die üblichen 20 Mannschaften aufgestockt.

Die Geschichte der Division 1 ist gezeichnet von Mannschaften, die die Liga für ein Jahrzehnt oder sogar länger für sich zu übernehmen schienen. 1948/49 macht Stade Reims den Anfang. Bis 1961/62 gewann der Verein 6 Mal die Division 1. Zudem schaffte Reims es in internationale Turniere und sogar 2 Mal ins Endspiel beim Europapokal der Landesmeister (1956 und 1959). 

1963 begann die Ära von AS Saint-Étienne. Bis 1975/76 konnte der Verein bereits auf 9 Titelsiege zurückblicken – von 1966 bis 1970 sogar 4 Mal in Folge. Der 10. Titelsieg machte Saint-Étienne für lange Zeit zum Rekordmeister – nämlich bis 2021/22, als Paris Saint-Germain nachzog und nun ebenfalls 10 Siege in der ewigen Tabelle zählt.

In den 1970ern wurde ein besonderer Wert auf die Förderung des Nachwuchses gelegt. Damit wollten die Entscheidungsträger erreichen, dass der französische Fußball es auch international weit bringen würde. 

Ende der 1980er wurde Olympique Marseille immer stärker: 4 Mal gewann das Team die Division 1 und im Jahr 1993 sogar die UEFA Champions League – als erste französische Mannschaft in der Geschichte des Wettbewerbs.

Zur Jahrtausendwende begann die Hochphase von Olympique Lyon. 2001/02 gewinnt der Verein zum ersten Mal und setzt seine Siegesserie bis 2008 fort: ganze 7 Mal in Folge holt sich Lyon den Titel. Zu Beginn des rekordverdächtigen Seriengewinns wird die D1 zudem in Ligue 1 (L1) umbenannt.

2012 löste der jetzige Titelverteidiger Paris Saint-Germain das Team von Lyon ab. Die Siegesserie wurde nur 2 Mal unterbrochen: 2016/17 von AS Monaco und 2020/21 von OSC Lille. 2021/22 gewann Saint-Germain seine 10. Meisterschaft und ist damit Rekordmeister.

Zeitleiste zur Ligue 1

  • 1890er: Erste Landesligen und Pokalspiele entstehen. Bis eine wirkliche nationale französische Liga gegründet wird, dauert es allerdings noch einige Jahrzehnte.
  • 1932/33: Einführung und erste Spielzeit der Première Division (auch Division 1 oder kurz D1). In der ersten Saison treten 20 Mannschaften in dem Wettbewerb an.
  • Bis 1940: Häufige Änderung der Regeln und Spielmodi. Der französische Profifußball ist immer noch etwas chaotisch.
  • 1940 bis 1945: Die D1 kann aufgrund des Zweiten Weltkriegs nicht wie gewohnt stattfinden. Einige Zonen sind besetzt und allgemein herrscht Unordnung und Uneinigkeit.
  • 1945/46: Die erste geregelte Saison der Division 1 nach dem Ende des Kriegs findet statt. In dem Jahr sind 18 Mannschaften dabei, in der folgenden Saison wird die Anzahl wieder auf 20 Teams erhöht.
  • 1948/49: Stade Reims sichert sich den Titel zum ersten Mal. Die Mannschaft gewinnt die Liga bis 1962 ganze 6 Mal und kann sich auch international etablieren.
  • 1963: Es beginnt die Ära des AS Saint-Étienne. Bis 1975 gewinnt der Verein 9 Mal den Titel. Mit dem 10. Sieg 1980/81 führt er auch noch lange nach seinem letzten Gewinn die Liste der Rekordmeister an.
  • 1970er: Die Entscheidungsträger wollen den französischen Fußball auch international bekannt machen. Es werden Programme für die Förderung des Nachwuchses etabliert.
  • Ende der 1980er: Olympique Marseille schafft durch die D1 den Aufstieg zu den Großen. 4 Mal gewinnt die Mannschaft den Titel und kommt so auch in internationale Wettbewerbe. 1993 gewinnt Marseille die UEFA Champions League als erstes französisches Team.
  • 2002: Die Liga wird in Ligue 1 (L1) umbenannt.
  • 2000er: Marseille wird von Olympique Lyon als Top-Team abgelöst. Bis 2008 gewinnt der Verein 7 Mal in Folge die Ligue 1.
  • 2012: Die Ära von Paris Saint-Germain bricht an. Bis 2021/22 gewinnt die Mannschaft 10 Mal und teilt sich nun den 1. Platz als Rekordmeister mit AS Saint-Étienne.

Eine neue Saison: Die Ligue 1 2022/23

Die Saison 2022/23 markiert die 85. Spielzeit der höchsten französischen Spielklasse im Männerfußball. Am 5. August 2022 begann der Wettbewerb mit den ersten Spielen. Wie in jedem Jahr gibt es keine Gruppen – jeder spielt gegen jeden. Diese Mannschaften nehmen an der Ligue 1 22/23 teil:

  • Paris Saint-Germain (Titelverteidiger)
  • Olympique Marseille
  • AS Monaco
  • Stade Rennes
  • OGC Nizza
  • Racing Straßburg
  • RC Lens
  • Olympique Lyon
  • FC Nantes
  • OSC Lille
  • Stade Brest
  • Stade Reims
  • HSC Montpellier
  • SCO Angers
  • ES Troyes AC
  • FC Lorient
  • Clermont Foot
  • FC Toulouse
  • AC Ajaccio
  • AJ Auxerre

Zur Halbzeit der Ligue 1 der Saison 2022/23 steht der Titelverteidiger Paris Saint-Germain stark da. Gleich zu Anfang waren einige hohe Siege gegen Clermont Foot (5:0) und den Montpellier HSC (5:2) drin. Gewinnt Saint-Germain auch in diesem Jahr, würde dies einen historischen Rekord bedeuten: Mit 11 Titelsiegen würde das Team den Rekord des AS Saint-Étienne endgültig überholen und wäre alleiniger Rekordmeister.

Unwahrscheinlich finden wir das nicht. Die Aufstellung von PSG gleicht einer regelrechten Aufreihung der Superstars: Kylian Mbappé, Lionel Messi und Neymar sind auch 2022/23 wieder am Start. Anders als 2021/22 ist allerdings der Trainer: Mit Christophe Galtier verspricht sich Saint-Germain in dieser Saison nicht nur die französische Meisterschaft, sondern schielt auch auf den UEFA-Champions-League-Pokal. 

Allgemein scheint die Saison 2022/23 die Zeit der Trainerwechsel zu sein. Auch Olympique Lyon, Stade Brest, Stade Reims, SCO Angers und ES Troyes ersetzten die Trainer. Die Vereine versprechen sich davon offenbar eine andere Spielweise – ob die Taktik für den ein oder anderen aufgeht, wird sich bald herausstellen. Das Finale der Ligue 1 wird am 4. Juni 2023 stattfinden.

Neben den üblichen Verdächtigen, wie Olympique Marseille und dem AS Monaco könnten auch einige andere dem Giganten und Titelverteidiger Paris Saint-Germain gefährlich werden. Wir behalten dabei hauptsächlich den OGC Nizza und Stade Rennes im Auge. Die haben sich bereits 2021/22 gut geschlagen und könnten es in der Tabelle weiter nach oben schaffen, als erwartet.

Für die Mannschaften auf den hinteren Plätzen gibt es in der Saison 2022/23 einen etwas größeren Druck als üblich. Aufgrund der Änderungen, die für die Saison 2023/24 angesetzt sind, wird es mehr Absteiger geben: nämlich 4 anstatt nur wie üblich 2. Die letzten 4 Mannschaften in der Liste spielen ab der nächsten Saison demnach in der Ligue 2. 

Die Ligue 1: Berühmte Spieler der Liga

Der französische Fußball hat über die Jahre die ein oder andere Berühmtheit hervorgebracht. In der Ligue 1 spielten zwar nicht nur Franzosen – trotzdem stellen wir an dieser Stelle die bekanntesten Spieler vor, die auch aus Frankreich stammen.

Einer der alten Generation und noch dazu einer der besten französischen Fußballer aller Zeiten war Raymond Kopa. Im Laufe seiner Karriere spielte er unter anderem für SCO Angers, Stade Reims und Real Madrid. Mit Letzteren gelang ihm auch 3 Mal der Gewinn des Europapokals der Landesmeister (1957 bis 1959). Inmitten der gewonnenen Europapokale wurde er mit dem Ballon d’Or zu „Europas Fußballer des Jahres 1958“ gekürt. Französischer Meister wurde er 4 Mal, immer mit Stade Reims. Auch an der WM nahm Kopa 2 Mal teil. Von der FIFA wurde er in die Liste der besten Fußballer des 20. Jahrhunderts aufgenommen.

Einer der bekanntesten Namen im französischen Fußball ist auch Zinédine Yazid Zidane. Der blickt auf eine bewegte Karriere mit zahlreichen Auszeichnungen und Siegen zurück. Als Spieler konnte er sowohl die Europa- als auch die Weltmeisterschaft gewinnen. Zudem wurde auch Zidane mit dem Ballon d’Or als bester Fußballer ausgezeichnet. Bei der Ligue 1 spielte er für Girondins Bordeaux und wurde 1996 als Ligue-1-Spieler des Jahres geehrt. Nach seiner aktiven Karriere war er als Trainer tätig: Mit Real Madrid konnte er so unter anderem 3 Mal die Champions League gewinnen.

Eine Legende der 1980er ist Michel Platini. Französischer Meister wurde er in der Saison 1980/81, als Saint-Étienne seinen Rekordsieg einholte und zum 10. Mal die Liga gewann. Des Weiteren gelangen ihm zahlreiche andere Pokal- und Ligasiege. 1984 gewann er mit der französischen Nationalmannschaft die Europameisterschaft. Er gilt bis heute als einer der besten Fußballer seiner Generation. Auch noch nach seiner Spielerkarriere war Platini im Fußball tätig – zuerst als Trainer der Nationalmannschaft, dann als UEFA-Chef. 

Kylian Mbappé gilt als DAS französische Wunderkind. Der 1998 geborene Stürmer aus dem Pariser Umfeld stieg 2015 beim AS Monaco ein und nahm mit der Mannschaft auch zum ersten Mal an der Ligue 1 teil. In der UEFA Champions League schaffte er es mit Monaco bis ins Halbfinale. Seit 2017 spielt Mbappé bei Paris Saint-Germain. 5 Mal gewann er insgesamt die Ligue 1, einmal bereits mit AS Monaco, die restlichen Male mit PSG. Seit 2018/19 war er in jeder Saison Torschützenkönig der Ligue 1. Im Jahr 2018 wurde er überdies mit nur 19 Jahren mit der französischen Nationalmannschaft Weltmeister.

Die Ligue 1: DAZN BET-Quiz

Die Tour de France war gestern – mit der Ligue 1 stellen wir den französischen Fußball in den Fokus. Die lange Geschichte der Sportart in dem Land überrascht viele vielleicht. Deshalb haben wir ein Quiz mit einigen der interessantesten Fragen zusammengestellt. Sei ehrlich: Wie viele davon hättest Du beantworten können?

Welches Team ist in der Ligue 1 am erfolgreichsten?

Rekordtitelträger des Wettbewerbs sind AS Saint-Étienne und Paris Saint-Germain. Saint-Étienne beanspruchte diesen Titel eine lange Zeit für sich allein – nämlich ab 1980/81, als das Team zum 10. Mal die Première Division gewann. Seit 2012 ist Saint-German auf einer Siegeswelle und hat seither nur zwei Meisterschaften verloren. 2021/22 holte die Mannschaft schließlich den ehemals alleinigen Rekordmeister ein und teilt sich nun mit 10 Titeln den 1. Platz mit Saint-Étienne.

Welche Teams treten in der Ligue 1 an? 

Bereits seit ihrer Entstehung im Jahr 1932 ist die Ligue 1 als Liga für den Profifußball gedacht. Genau daher wurde die Teilnehmerzahl über die Jahre auch relativ konstant und klein gehalten: Zwischen 14 und 20 Mannschaften nahmen in der Geschichte der Liga jedes Jahr daran teil. Ab der Saison 2023/24 wird die Teilnehmerzahl auf 18 Teams festgesetzt. Als höchste Spielklasse des französischen Fußballs finden sich dort die Top-Mannschaften des Landes, unter anderem Paris Saint-Germain, Olympique Marseille, Lyon und der AS Monaco. 

Wer ist der erfolgreichste Spieler der Ligue 1?

Erfolg lässt sich mit unterschiedlichem Maße messen. Am meisten Tore konnte der Argentinier Delio Onnis erzielen: In seiner Zeit in der Ligue 1 von 1971 bis 1986 traf er 299 Mal und führt damit die Liste der Rekordtorschützen an. Als bestes Nachwuchstalent und aktueller Star der Ligue 1 gilt Kylian Mbappé. Der Franzose führt seit 2018 die Liste der Rekordtorschützen der jeweiligen Ligen an, in denen er spielt. Am häufigsten war Mickaël Landreau bei der Ligue 1 dabei. Der französische Fußball-Star spielte zwischen 1996 und 2014 bei 618 Spielen in der Liga. Den Titel als Rekordmeister teilen sich 5 Spieler: Jean-Michel Larqué, Hervé Revelli, Grégory Coupet, Sidney Govou und Juninho gewannen die Meisterschaft jeweils 7 Mal mit ihren Vereinen.

Seit wann gibt es die Ligue 1?

Die Ligue 1 gibt es offiziell seit 1932, damals noch unter dem Namen Division 1. In den Jahren des Zweiten Weltkriegs wurde die Liga nicht in ihrer ursprünglich geplanten Form ausgeführt, weshalb diese Jahre üblicherweise auch nicht wirklich als Ligajahre gezählt werden. In der Saison 2022/23 wird die Ligue 1 zum 85. Mal ausgetragen.

Unsere Prognose: Die Ligue 1 2023/24 

Die Ligue 1 in der Saison 2023/24 markiert die 86. Spielzeit des Wettbewerbs. In dem Jahr kommen einige kleine Änderungen auf die Liga zu. Die wichtigste ist die Anpassung der Teilnehmerzahl. So haben die Organisatoren beschlossen, dass ab der 2023/24er-Saison die Anzahl der Mannschaften heruntergestuft wird: Anstatt 20 Mannschaften nehmen in Zukunft nur noch 18 Teams teil. Das gab es auch schon in der Vergangenheit, zum letzten Mal zwischen 1997 und 2002.

Diese Entscheidung wurde unter anderem getroffen, um die Qualität des Wettbewerbs zu erhöhen. Einerseits fallen so die zwei „schlechtesten“ Mannschaften auf den letzten beiden Plätzen weg – insgesamt steigen nach dem Ende der Ligue 1 22/23 dieses Mal 4 Mannschaften in die Ligue 2 ab. Das macht die Tabelle übersichtlicher.

Zudem verringert sich mit einer geringeren Anzahl an teilnehmenden Teams auch die Zahl der Spiele, die die Teams bestreiten müssen. Davon verspricht man sich eine Entlastung für die Spieler, die sich so besser auf die anderen Partien konzentrieren können. Das soll zu weniger Matches führen, die sich dafür in ihrer Qualität verbessern.

Die Ligue 1 23/24 startet wie gewohnt im späten Sommer, nämlich am Wochenende des 12. August 2023. Bis auf eine einzige Ausnahme sind alle Spiele für das Wochenende angesetzt. Das Endspiel ist in dieser Saison wieder etwas früher geplant: Es soll am 18. Mai 2024 stattfinden.

Welche Mannschaften in der Ligue 1 23/24 die Nase vorne haben werden, ist bis jetzt nur schwer einzuschätzen. Je nachdem, wie Paris Saint-Germain in diesem Jahr abschneidet, könnte der Verein seine Siegesserie weiter fortführen und seine Position als Rekordmeister in der Geschichte der Ligue 1 noch weiter ausbauen. Zumindest steht bereits jetzt fest, dass der PSG auch 23/24 wieder mit einer Star-Besetzung an den Start gehen wird: Die Top-Spieler Neymar und Kylian Mbappé sind beide bis Sommer 2025 beim Pariser Verein verpflichtet. Messis Vertrag lief ursprünglich bis Mitte 2023 – allerdings ist es mehr als wahrscheinlich, dass der Argentinier noch ein Jahr länger bei PSG bleiben wird.

Olympique Lyon hatte mit dem jungen Spitzentalent Malo Gusto ein großes Comeback geplant. Allerdings sieht es jetzt so aus, als könnte dieser Traum platzen. Eigentlich geht der Vertrag des Spielers noch bis Mitte 2024, doch mehrere Vereine aus dem Ausland sind auf einen Transfer aus und bieten Ablösesummen in zweistelliger Millionenhöhe. Derzeit befindet sich Lyon im Gespräch mit Chelsea – ob OL einem Transfer zustimmt, wird sich bald zeigen. Noch ein weiterer Verein verliert einen Star an Chelsea: Der AS Monaco lässt zur neuen Saison Verteidiger Benoit Badiashile gehen.

Ob in der Ligue 1 23/24 wieder einmal die üblichen Vereine die Oberhand haben, oder sich einige neue etablieren können, bleibt abzuwarten. Wir sind gespannt, was der PSG und Co. in der neuen Spielzeit zu bieten haben.