Frauen-Bundesliga

Frauen-Bundesliga

Willkommen in der aufregenden Welt der Frauen-Bundesliga, der ersten deutschen Frauenfußballliga. Die 1990 gegründete Liga gilt als eine der wettbewerbsfähigsten und angesehensten der Welt. Das zeigt sich auch in ihrer hohen Platzierung unter den anderen Frauenwettbewerben. Laut FIFA ist die deutsche Bundesliga die zweitgrößte Liga nach der amerikanischen.

Heutzutage nehmen zwölf Mannschaften an diesem jährlichen Wettbewerb teil, der zahlreiche Talente anzieht. Es gibt viele Gründe, warum diese Liga so erfolgreich ist, und ihre Struktur ist sicherlich einer von ihnen. Wie die Männer-Bundesliga besteht auch jene der Frauen aus einer Doppelrunde. Demnach treffen alle Mannschaften während der regulären Saison zweimal aufeinander.

Normalerweise beginnt die Saison im August und endet im Mai, mit einer Winterpause von Dezember bis Januar. Da die Frauen-Bundesliga einige der erfolgreichsten Mannschaften in Europa hat, qualifizieren sich die vier besten Mannschaften der Liga am Ende der Saison für die Champions League. Die beiden schlechtesten Mannschaften steigen ab.

Während der Saison liefern sich die Mannschaften intensive Wettkämpfe und zeigen ihr Können vor Tausenden von Zuschauern. Die Frauen-Bundesliga kann auf eine über 30-jährige Geschichte zurückblicken, in der viele legendäre Spielerinnen ihre Spuren hinterlassen haben. Von Birgit Prinz bis Steffi Jones – die Liga hat einige der talentiertesten Spielerinnen der Geschichte hervorgebracht.

Mit seiner einzigartigen und leidenschaftlichen Fankultur hat dieser Wettbewerb in den letzten Jahren viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Bist Du bereit, Dich von der besten Frauenfußball-Liga in Deutschland inspirieren zu lassen? Beginnen wir mit einigen wichtigen Informationen, die Du unbedingt kennen solltest.

Frauen-Bundesliga: Die wichtigsten Eckdaten

  • Die Liga wurde 1990 gegründet. Seitdem ist sie die höchste Frauenliga in Deutschland. 
  • Von den zwölf Mannschaften, die in jeder Saison in der Liga antreten, qualifizieren sich die ersten vier für die UEFA Women’s Champions League. Die letzten beiden steigen dagegen in die 2. Frauen-Bundesliga ab.
  • Die erfolgreichsten Mannschaften der Liga sind der 1. FFC Frankfurt und der VfL Wolfsburg mit jeweils sieben Siegen. Weitere erfolgreiche Mannschaften sind der FFC Turbine Potsdam, der FC Bayern München und der TSV Siegen. 
  • Die Liga hat einige der besten Fußballspielerinnen aller Zeiten hervorgebracht, darunter Birgit Prinz, Steffi Jones und Célia Šašić.
  • Die Liga verfügt über eine ausgeprägte Fankultur – diese schlägt sich in einer durchschnittlichen Zuschauerzahl von mehr als Tausend Fans pro Spiel nieder. 
  • In der Frauen-Bundesliga wurde in den letzten Jahren verstärkt investiert: Immer mehr Vereine werden professionell und holen hochkarätige Talente ins Boot. 
  • Wie in der Männer-Bundesliga vergibt die Liga den ‚Goldenen Schuh‘ an die beste Torschützin der Saison. Seit kurzem gibt es zudem eine neue Auszeichnung für den besten Trainer bzw. die beste Trainerin. 
  • Der VfL Wolfsburg war der letzte Meister der Saison 2021/22. Ab April 2023 werden der FC Bayern München, der VfL Wolfsburg und Eintracht Frankfurt um den diesjährigen Titel kämpfen. 

Die erfolgreiche Geschichte der Frauen-Bundesliga

Wie bereits erwähnt, wurde die Frauen-Bundesliga im Jahr 1990 gegründet. Legitimiert wurde der Wettbewerb kurz nach der Wiedervereinigung Deutschlands. Die Schaffung dieser Liga war das Ergebnis der Zusammenlegung von zwei zuvor bestehenden Wettbewerben, dem DFB-Pokal und der Frauen-Bundesliga. 

Die erste Saison dieser neuen Liga fand 1991 statt. Damals wurde der Wettbewerb in zwei Gruppen mit zehn Mannschaften ausgetragen. Die ersten beiden Mannschaften jeder Gruppe qualifizierten sich für die K.o.-Phase, in der der TSV Siegen den FSV Frankfurt mit 4:2 besiegte und den ersten Titel gewann. Das Finale fand in Siegen statt und das Stadion war mit über 4500 Zuschauern gefüllt. 

In den 1990er-Jahren war der TSV Siegen bis 1996 der erfolgreichste Verein. In dieser Zeit wuchs und entwickelte sich die Liga weiter. Die Saison 1998/99 war das erste Jahr, in dem der FFC Frankfurt den Titel gewann. Seitdem hat die Mannschaft sieben Titel geholt.

Das nächste Jahrzehnt (2000 bis 2010) war eine ‚goldene Zeit‘ für den 1. FFC Frankfurt. Denn der Verein konnte zwischen 1999 und 2008 sieben Trophäen gewinnen. Doch in der Saison 2008/09 beendete der FFC Turbine Potsdam Frankfurts Erfolgslauf und gewann die Liga. Seitdem hat der FFC Frankfurt die Liga nie wieder gewonnen. Turbine Potsdam holte dann von 2009 bis 2012 viermal in Folge den Titel.

Danach war es erneut Zeit für ein anderes Team, zu glänzen. In den 2010er-Jahren war der VfL Wolfsburg die mit Abstand erfolgreichste Mannschaft. Zwischen 2013 und 2020 gewann der Verein sechs Titel. Nur dem FC Bayern München gelang es in diesem Zeitraum, zwei Titel zu gewinnen, nämlich 2015 und 2016.

In den letzten Jahren ist die Meisterschaft noch wettbewerbsintensiver geworden. Während 2020/21 Bayern München den Titel holte, konnte der VfL Wolfsburg nach der Saison 2021/22 seinen Sieg feiern. 

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Frauen-Bundesliga seit ihrer Gründung im Jahr 1990 einen langen Weg zurückgelegt hat – von einer kleinen Liga mit nur zehn Mannschaften zu einer der wettbewerbsfähigsten und angesehensten Frauenfußballligen der Welt. Mit Spitzenmannschaften, legendären Spielerinnen und leidenschaftlichen Fans wird die Liga auch in den kommenden Jahren das Publikum fesseln und junge Sportlerinnen inspirieren.

Die Frauen-Bundesliga: Bemerkenswerte Spielerinnen

In der Frauen-Bundesliga wurden zahlreiche Stars geboren. Aus diesem Grund war es nicht einfach, die besten Spielerinnen auszuwählen. Dennoch gibt es einige Talente, die einfach nicht fehlen dürfen. 

Conny Pohlers ist wahrscheinlich die bekannteste Fußballerin aller Zeiten in Deutschland. Die Stürmerin erzielte in 229 Einsätzen für Wolfsburg und Frankfurt mehr als 200 Tore. Während ihrer Karriere konnte Pohlers fünf Meistertitel und viermal die UEFA Women’s Champions League gewinnen. Im Finale der Weltmeisterschaft 2003 erzielte sie mit der deutschen Nationalmannschaft das Tor zum 5:1. 

Auch Inka Grings gilt als eine der besten Stürmerinnen in der Geschichte der Frauen-Bundesliga. Sie spielte für Duisburg und Düsseldorf. Neben einem Frauen-Bundesliga-Titel und zwei Europameisterschaften mit der deutschen Nationalmannschaft gewann sie in ihrer Karriere auch sechsmal den Goldenen Schuh.

Birgit Prinz ist eine weitere Stürmerin, die zu einer Legende in der Frauen-Bundesliga wurde. Sie spielte für Frankfurt, gewann neun Meistertitel und dreimal die UEFA Women’s Champions League. Prinz war auch ein wichtiges Mitglied der erfolgreichen deutschen Nationalmannschaft, die 2003 und 2007 zweimal hintereinander die Weltmeisterschaft gewann.

Eine weitere erfolgreiche Spielerin, die in einer Liste bemerkenswerter Spielerinnen nicht fehlen darf, ist Renate Lingor. Die Mittelfeldspielerin spielte für Frankfurt und Freiburg. Während ihrer Karriere gewann Lingor sieben Titel in der Bundesliga und zwei in der Champions League.

Auch Célia Šašić gilt als eine der besten Spielerinnen. Die Stürmerin spielte für den FFC Frankfurt und den SC 07 Bad Neuenahr und gewann drei Titel. 

Steffi Jones ist die einzige Verteidigerin, die es auf unsere Liste geschafft hat. Die deutsch-amerikanische Spielerin hatte eine brillante Karriere als Spielerin in fünf verschiedenen Bundesligamannschaften. In dieser Zeit gewann sie sechs Meistertitel und eine Champions League. Außerdem absolvierte Jones über 100 Einsätze für die deutsche Nationalmannschaft.

Unsere nächste lobende Erwähnung geht an Anja Mittag. Im Gegensatz zu den zuvor erwähnten Spielerinnen ist sie immer noch aktiv – als Stürmerin für den SV Eintracht Leipzig-Süd. Während ihrer erfolgreichen Karriere hat sie für mehrere Mannschaften in Deutschland, Frankreich und Schweden gespielt. Mittag hat als erste Spielerin mehr als 50 Tore in der UEFA Women’s Champions League erzielt. Mit dem FFC Turbine Potsdam hat sie fünfmal die Bundesliga und zweimal die Champions League gewonnen. 

Dies waren nur einige der größten Fußballlegenden der Frauen-Bundesliga. Viele andere Spielerinnen, wie Lena Goeßling, Martina Müller und Dzsenifer Marozsán, hatten ebenfalls sehr erfolgreiche Karrieren in dieser spannenden Liga.

Die Frauen-Bundesliga: DAZN Bet-Quiz

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Welche Mannschaften spielen in der Frauen-Bundesliga?

Die zwölf Mannschaften, die an der Frauen-Bundesliga 2022/23 teilnehmen, sind: FC Bayern München, VfL Wolfsburg, Eintracht Frankfurt, Hoffenheim, Bayer 04 Leverkusen, SC Freiburg, SGS Essen, SV Werder Bremen Frauen, FC Köln Frauen, SV Meppen, MSV Duisburg und FFC Turbine Potsdam. 

Wer ist die erfolgreichste Spielerin aller Zeiten in der Frauen-Bundesliga?

Die erfolgreichste Spielerin in der Frauen-Bundesliga zu bestimmen, ist nicht einfach. Für viele gilt Birgit Prinz als die beste deutsche Spielerin aller Zeiten. Sie hält den Rekord für die meisten Einsätze mit der deutschen Nationalmannschaft und wurde dreimal zur Weltfußballerin des Jahres gewählt. Außerdem erzielte sie in 356 Spielen mehr als 260 Tore. Während ihrer Karriere gewann sie neun Meistertitel, dreimal die Champions League und zwei Weltmeisterschaften. Aber auch Conny Pohlers und Inka Grings waren sowohl in der Frauen-Bundesliga als auch in der deutschen Nationalmannschaft enorm erfolgreich.

Wer war Torschützenkönigin der Frauen-Bundesliga 2022?

In der Saison 2021/22 der Frauen-Bundesliga war Lea Schuller mit 16 Toren die erfolgreichste Torschützin. Schuller spielte für Bayern München und konnte auch sechs Assists beisteuern. Selina Cerci und Tabea Waßmuth lagen mit jeweils 13 Toren auf dem zweiten Platz der Torschützenliste.

Welche Vereine haben eine Frauen-Bundesliga-Meisterschaft gewonnen?

In der 33-jährigen Geschichte der Frauen-Bundesliga haben es neun Mannschaften geschafft, mindestens einen Meistertitel zu gewinnen. Der 1. FFC Frankfurt und der VfL Wolfsburg teilen sich mit jeweils sieben Titeln den ersten Platz der Tabelle.

Die übrigen Mannschaften, die eine Frauen-Bundesliga-Meisterschaft gewonnen haben, sind: FFC Turbine Potsdam (6), TSV Siegen (4), FC Bayern München (3), FSV Frankfurt (2), FCR Duisburg (1), Grün-Weiß Brauweiler (1) und TuS Niederkirchen (1). 

Aus welchen Städten kommen die Mannschaften der Frauen-Bundesliga?

Wie bereits erwähnt, umfasst die Frauen-Bundesliga derzeit zwölf Mannschaften. Die Heimatstadt hat einen großen Einfluss auf die Kultur, die Geschichte und die Erfolge einer Mannschaft. Sehen wir uns deshalb die Städte der Mannschaften ein, die derzeit um den Titel in der Frauen-Bundesliga kämpfen: 

  • FC Bayern München – München
  • VfL Wolfsburg – Wolfsburg
  • Eintracht Frankfurt – Frankfurt
  • Hoffenheim – Hoffenheim
  • Bayer 04 Leverkusen – Leverkusen
  • SC Freiburg – Freiburg
  • SGS Essen – Essen
  • SV Werder Bremen Frauen – Bremen
  • FC Köln Frauen – Köln
  • SV Meppen – Meppen
  • MSV Duisburg – Duisburg
  • FFC Turbine Potsdam – Potsdam 

Welche Mannschaften sind in der Frauen-Bundesliga 2021/22 abgestiegen?

Die beiden Mannschaften, die es nicht geschafft haben, eine weitere Saison in der Frauen-Bundesliga zu bleiben, waren der SC Sand und Carl Zeiss Jena. Der SC Sand beendete die Saison mit 13 Punkten und drei Siegen, nur vier Punkte hinter der SGS Essen. Carl Zeiss Jena hingegen konnte in der gesamten Saison nur ein Spiel gewinnen und stieg mit nur fünf Punkten ab. 

Unsere Prognosen: Die Frauen-Bundesliga 2023/24

Aufgrund der diesjährigen Leistungen der Mannschaften und Spielerinnen kann man davon ausgehen, dass die Saison 2023/24 der Frauen-Bundesliga ebenso umkämpft und spannend sein wird. Da es in diesem Sport jedoch immer wieder Überraschungen gibt, ist es fast unmöglich, genaue Vorhersagen zu treffen. 

Der aktuelle Tabellenstand und die jüngsten Leistungen der Mannschaften deuten darauf hin, dass Bayern München, der VfL Wolfsburg, Eintracht Frankfurt und Hoffenheim wohl auch in der nächsten Saison zu den Spitzenmannschaften gehören werden. Bayern München und der VfL Wolfsburg spielten in den letzten Jahren durchwegs ganz vorne mit und gewannen jeweils mehrere Titel. Sie gelten damit als klare Favoriten für den Titel. Auch Eintracht Frankfurt und die TSG Hoffenheim haben in den letzten Jahren vielversprechende Ansätze gezeigt und starke Mannschaften aufgebaut, die um den Titel mitspielen können.

Andere Mannschaften wie Bayer Leverkusen, der SC Freiburg und die SGS Essen – derzeit im Mittelfeld der Tabelle – könnten ebenfalls auf ihren aktuellen Kader aufbauen und um die Meisterschaft 2023/24 kämpfen. Auch Werder Bremen oder Köln haben durchaus Potenzial. Allerdings werden diese Teams viele Anpassungen vornehmen müssen, wenn sie Chancen auf einen Titel haben wollen. 

Darüber hinaus sollten historische Mannschaften wie der FFC Turbine Potsdam trotz ihres derzeitigen Tabellenplatzes nicht unterschätzt werden. Potsdam hat eine lange Geschichte in der Frauen-Bundesliga und in der Vergangenheit immer wieder bewiesen, dass sie den Abstieg vermeiden können. Wenn sie das auch in der kommenden Saison schaffen, könnten sie viele überraschen und starke Leistungen zeigen.

Bekanntlich kann der Transfermarkt die Leistung und die Endposition einer Mannschaft in der kommenden Saison erheblich beeinflussen. Wenn eine Mannschaft wichtige Neuzugänge verzeichnet oder wichtige Spieler verliert, kann dies ihre Erfolgschancen erheblich beeinträchtigen.

Insgesamt verspricht die Saison 2023/24 der Frauen-Bundesliga spannend und umkämpft zu werden. Nicht umsonst hat die Liga den Ruf, jede Saison für Überraschungen und unerwartete Ergebnisse zu sorgen. Zudem sorgt die steigende Beliebtheit des Frauenfußballs in Deutschland dafür, dass immer mehr Investitionen getätigt werden und zahlreiche junge Talente nachkommen.