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Europa League

Denkt man an die großen und wichtigen Events im Fußball, kommt die Europa League vielleicht nicht als Erstes in den Sinn … sicher aber als Zweites! In der Hierarchie des europäischen Fußballs kommt die UEFA Europa League nämlich gleich nach der Königsklasse, der UEFA Champions League. Hier treten die besten Mannschaften Europas im Herrenfußball gegeneinander an – also eben die besten, die es nicht in die höchste Spielklasse geschafft haben. Mitmachen dürfen alle Vereine, die Mitglied der UEFA sind.

Offiziell startet die Geschichte der Europa League in den 1970er-Jahren. Inoffiziell wurden im Rahmen des Vorfahren der Europa League, dem Messestädte-Pokal, bereits seit 1955 ähnliche Turniere ausgetragen. 1971 übernahm die UEFA das Turnier und änderte den Namen zu UEFA-Cup. Der Wettbewerb war gewissermaßen für die Vereine gedacht, die es in ihrem Land nicht zum Pokal- oder Meistertitel schafften, in der Tabelle aber trotzdem weit oben standen.

Das aktuelle Format wurde in der Saison 2009/10 eingeführt. Das Rebranding zur Europa League sollte den Wettbewerb aufwerten. Die UEFA wollte das Turnier näher damit an die große und prestigeträchtige Champions League bringen. Die europaweite Liga bekam nicht nur einen neuen Namen, sondern auch einen neuen Spielmodus. Dazu gehörte unter anderem die Einführung einer Gruppenphase. Im Laufe der Jahre wurde zudem die Anzahl der teilnehmenden Teams verringert.

Heute stellt die Europa League einen bunten Mix aus Mannschaften dar. Da finden sich Vereine aus den typischen Fußballnationen, wie England, Deutschland und Italien. Aber auch viele andere europäische Länder sind vertreten. Ein Land ist in der Europa League auffallend dominant: Spanien. Stolze 13 Mal konnte eine spanische Mannschaft in der Geschichte des Turniers den Europa-League-Pokal holen. Rekordsieger ist der FC Sevilla mit 6 Titeln – zuletzt in der Saison 2019/20.

Ob prestigeträchtiges Turnier oder lediglich der zweite Rang – es gibt viele verschiedene Meinungen in der breiten Öffentlichkeit und unter den Fußballfans über die Europa League. Fest steht jedoch, dass der Wettbewerb zu den bedeutendsten in Europa gehört. Hier kicken keine Amateurvereine, sondern echte Größen in der Fußballwelt. Das zeigt sich auch deutlich an der Qualität der Spiele.

Jeder kennt die Champions League. Doch wie steht es mit Deinem Wissen über die UEFA Europa League? Wir haben in diesem Beitrag einen vollständigen Guide zu der zweitbesten Spielklasse im europäischen Fußball zusammengestellt. Erfahre alles über die bewegte Geschichte der Europa League, interessante Fakten und Wissenswertes über dieses spannende Turnier in Europa.

Grundwissen zur Europa League

  • Die Europa League hat im Laufe der Jahre viele Veränderungen durchgemacht. Das Turnier entstand aus verschiedenen Cups und Pokalen und wurde immer wieder angepasst. Seit 1971/72 wird der Wettbewerb unter dem Dach der UEFA ausgeführt – damals noch unter dem Namen UEFA-Cup.
  • 2009/10 kam die Umbenennung zu Europa League. Damit ging auch die Veränderung des Spielmodus einher. Bis auf kleine Anpassungen ist der bis heute gleichgeblieben. Signifikant war dabei die Einführung einer Gruppenphase.
  • Die Europa League ist der zweitwichtigste Wettbewerb im europäischen Fußball und folgt damit direkt hinter der Champions League. Seit der Saison 2021/22 gibt es außerdem wieder einen dritten europäischen Wettbewerb: die Europa Conference League. Diese wurde nach einer langen Auszeit von der UEFA wieder neu eingeführt und verschlankt die Europa League um einiges.
  • Die Teilnehmerzahl variiert über die Jahre stark. Im ersten Jahr des UEFA-Cups nahmen 64 Vereine aus ganz Europa an dem Turnier teil. Bei der ersten Europa League mit dem heutigen Namen gingen 192 Vereine an den Start, wobei es nur 48 Mannschaften in die Gruppenphase schafften. Seit der Einführung der Europa Conference League treten in der Gruppenphase nur noch 32 Mannschaften an.
  • Was als deutsch/niederländisch/englisch dominierter Wettbewerb begann, wandelte sich Mitte der 1980er zu einer südeuropäischen Dominanz. Ab da waren italienische und überdies spanische Mannschaften immer ganz vorne mit dabei.
  • Der Sieger der Europa League qualifiziert sich automatisch für die Gruppenphase der jeweils nächsten Champions League. Zudem darf der Verein am nachfolgenden UEFA Super Cup teilnehmen.

Die bewegte Geschichte der Europa League

Genau genommen startete die Europa League schon lange vor der Übernahme durch die UEFA. Als inoffizielle Vorgänger gelten der Messestädte-Pokal, welcher zwischen 1955 und 1971 mehrfach ausgetragen wurde, und der International Football Cup (IFC) aus den 1960er-Jahren. Beide Turniere waren für sehr viel weniger Teams zugänglich, als es der UEFA-Cup später sein würde. Beim Messestädte-Pokal etwa waren nur Vereine bedeutender Messestädte zugelassen.

Die Anfänge im späten 20. Jahrhundert

Im Jahr 1971 übernahm die UEFA den Messestädte-Pokal und benannte ihn in UEFA-Cup um. Somit war die erste Europa League geboren, wenn auch damals noch unter einem anderen Namen. Damit wollte man all den Vereinen eine Chance geben, die es nicht in die Champions League (damals Europapokal der Landesmeister) geschafft hatten. Somit wurde ein wichtiges internationales Turnier ins Leben gerufen, das die Möglichkeiten neben der höchsten europaweiten Spielklasse erweiterte.

Im Jahr 1972 wurde der Pokal für das Turnier von Axel Diggelmann designt und vom italienischen Unternehmen Bertoni hergestellt. Bis heute ist der Wanderpokal als Trophäe für die Europa League im Einsatz. Die Gewinnervereine erhalten eine Nachbildung des Originals. Fun Fact: Der Europa-League-Pokal ist der schwerste der europäischen Pokale. Ganze 15 Kilogramm wiegt die Originaltrophäe.

Im Laufe der Zeit verlor der Wettbewerb etwas an Prestige und Zuspruch. Vor allem die Umbenennung des Europapokals der Landesmeister in die Champions League im Jahr 1992 sorgte dafür, dass der damalige UEFA-Cup an Ansehen einbüßen musste. Franz Beckenbauer soll das Turnier einst sogar als den „Cup der Verlierer“ bezeichnet haben.

Die Wiederauflebung im 21. Jahrhundert

Die UEFA wollte dies allerdings nicht so hinnehmen und den UEFA-Cup weiter an Wert verlieren lassen – ganz im Gegenteil. Mit einigen Veränderungen sollte der Wettbewerb langsam wieder aufgewertet werden. In der Saison 2004/05 wurde deshalb eine Gruppenphase eingeführt. Zuvor wurde das gesamte Turnier in K.-o.-Runden ausgetragen.

2009/10 erfolgte dann die Umbenennung zum heutigen Namen: UEFA Europa League. Dieses Rebranding sollte wieder mehr Aufmerksamkeit auf das Turnier lenken und den Status anheben. Auch das Marketing wurde dabei nicht vergessen: Die „neu“ geschaffene Europa League sollte wieder als prestigeträchtiger und fortschrittlicher Wettbewerb in Europa bekannt gemacht werden.

Die Saison 2021/22 stellt einen weiteren Meilenstein in der Geschichte der Europa League dar. Denn mit der Neueinführung der Europa Conference League als drittwichtigsten Europa-Wettbewerb kamen auch auf die Europa League einige Neuerungen zu. So wurde die Anzahl der teilnehmenden Teams in der Gruppenphase von 48 auf 32 Mannschaften verringert. Das verleiht der Europa League mehr Exklusivität. Man erhofft sich zudem, so die empfundene Qualität der Spiele zu steigern.

Die Teams treten in 8 Gruppen bestehend aus je 4 Teams gegeneinander an. Statt einem Sechzehntelfinale gibt es nun eine Zwischenrunde. Dabei treten die Zweiten jeder Gruppe gegen die Drittplatzierten der Champions League an. Auch die Auswärtstorregel wurde im Zuge der K.o.-Phase abgeschafft.

Im Jahr 2021/22 ging Eintracht Frankfurt als Titelsieger aus dem Wettbewerb hervor. Der deutsche Verein gewann damit zum zweiten Mal die Europa League.

Zeitleiste der Europa League

  • 1971: Die UEFA übernimmt den Messestädte-Pokal und gestaltet diesen zum UEFA-Cup um. Das Turnier wird zum zweitwichtigsten Wettbewerb in Europa und kommt direkt nach dem damaligen Europapokal der Landesmeister, heute bekannt als Champions League.
  • 1972: Design und Produktion der Originaltrophäe. Sie ist bis heute als Wanderpokal im Umlauf.
  • 1992: Einführung der heutigen Champions League. Das Rebranding der Königsklasse geht mit einer Abwertung des UEFA-Cups einher.
  • 1998: Abschaffung des Rückspiels im Finale. Ab jetzt wird das Turnier in einem einzigen Endspiel entschieden.
  • 1999: Abschaffung des Europapokals der Pokalsieger.
  • 2004/05: Einbindung einer Gruppenphase in das Turnier. Zuvor wurden alle Spiele in K.-o.-Runden ausgetragen. Die Gruppenphase besteht aus 40 Mannschaften, aufgeteilt in 8 Gruppen.
  • 2009/10: Umbenennung in UEFA Europa League und Anpassung des Formats. Die Gruppenphase umfasst nun 48 Teams, die in Hin- und Rückspielen um das Weiterkommen spielen. Die Vereine werden in 12 Gruppen zu je 4 Mannschaften eingeteilt.
  • 2015: Abschaffung der Fair-Play-Regelung. Mit dieser konnten sich Vereine aufgrund besonders fairen Verhaltens einen Platz in der Europa League sichern.
  • 2019/20: Der FC Sevilla fährt seinen 6. Titel ein und ist somit Rekordsieger.
  • 2021/22: Einführung der Europa Conference League. Diese steht jetzt als dritte Spielklasse direkt hinter der Europa League.
  • 2021/22: Mit der Einführung der Europa Conference League geht auch eine Veränderung der Europa League einher. Es nehmen nun 32 Teams an der Gruppenphase teil – statt 12 gibt es nur noch 8 Gruppen mit je 4 Mannschaften. Die 8 Erstplatzierten der Gruppen gehen direkt ins Achtelfinale. Die Zweitplatzierten spielen in einer Zwischenrunde gegen die Gruppendritten der Champions League.
  • 2021/22: Eintracht Frankfurt gewinnt zum zweiten Mal den Europa-League-Pokal. Der Verein qualifiziert sich damit automatisch für die Champions League und ist somit die 5. deutsche Mannschaft in der Königsklasse – ein Rekord.

Eine neue Saison: Europa League 2022/23

Die Saison 2022/23 bedeutet für die Europa League einen frischen Start. Das Turnier erscheint heute so attraktiv wie schon seit vielen Jahren nicht mehr. Zum 52. Mal findet der Wettbewerb nun statt und schürt neue Hoffnung in Europa.

In der Gruppenphase treten bei der Europa League 22/23 die folgenden Teams an (Auflistung nach Gruppen):

  • FC Arsenal
  • PSV Eindhoven
  • FK Bodø/Glimt
  • FC Zürich
  • Fenerbahçe Istanbul
  • Stade Rennes
  • AEK Larnaka
  • Dynamo Kiew
  • Betis Sevilla
  • AS Rom (Sieger Conference League)
  • Ludogorez Rasgrad
  • HJK Helsinki
  • Royale Union Saint-Gilloise
  • 1. FC Union Berlin
  • Sporting Braga
  • Malmö FF
  • Real Sociedad
  • Manchester United
  • Sheriff Tiraspol
  • Omonia Nikosia
  • Feyenoord Rotterdam
  • FC Midtjylland
  • Lazio Rom
  • SK Sturm Graz
  • SC Freiburg
  • FC Nantes
  • Qarabağ Ağdam
  • Olympiakos Piräus
  •  Ferencváros Budapest
  • AS Monaco
  • Trabzonspor
  • FK Roter Stern Belgrad

Hinzu kommen noch die Gruppendritten der Champions League:

  • FC Barcelona
  • Juventus Turin
  • Sporting Lissabon 
  • Schachtar Donezk
  • Ajax Amsterdam
  • Bayer 04 Leverkusen
  • FC Sevilla
  • FC Salzburg

Diese treten ab dem 16. Februar 2023 gegen die Zweiten der Gruppen der Europa League an. 

Nicht teilnehmen dürfen in der Saison 2022/23 Vereine aus Russland. Aufgrund der Situation mit der Ukraine wurden die Mannschaften aus dem Turnier ausgeschlossen.

Die Auslosung fand am 18. Juli 2022 statt, die Gruppenphase startete Anfang September und ging bis November. Mit den Zwischenrunden geht es im Februar 2023 weiter.

Für den 1. FC Union Berlin ist es das erste Mal bei der Europa League. Im Februar trifft der Verein auf Ajax Amsterdam. Auch Bayer 04 Leverkusen verspricht sich mit Trainer Xabi Alonso einiges von der Europa League. Der Verein hatte die Champions League nur knapp verpasst und ist daraufhin in die Europa League abgestiegen. Gegen den AS Monaco trifft Leverkusen auf einen alten Bekannten: Kevin Volland spielt jetzt für den französischen Club. Der SC Freiburg darf als Gruppensieger direkt ins Achtelfinale einziehen.

Eines der am meisten erwarteten Spiele in der Zwischenrunde trägt phänomenale Namen: Der FC Barcelona trifft auf Manchester United – ein Spiel der Giganten.

Das Finale ist für den 31. Mai 2023 in der Puskás Aréna in Budapest geplant. Ab 2022/23 darf zudem der Sieger der Europa Conference League erstmals direkt an der Europa League teilnehmen – zusätzlich zur Qualifikation für die Champions League. Für den Ausgang der Europa League 2022/23 ist zum jetzigen Zeitpunkt noch alles offen. Wer wirklich die Nase vorn und eine Chance auf den Europa-League-Pokal hat, wird sich nach dem Beginn der Zwischenrunde im Februar 2023 zeigen.

Die Europa League: Große Namen des Wettbewerbs

Über die Jahre hat die Europa League viele wertvolle Spieler kommen und gehen sehen. Viele Legenden haben ein oder mehrere Male an dem Wettbewerb teilgenommen, und manche sind dadurch sogar groß herausgekommen. Wir sehen uns einige der bemerkenswertesten Spieler an, die in der Vergangenheit in der Europa League dabei waren.

Als eine deutsche Legende der alten Schule gilt Jupp Heynckes. Der gewann den UEFA-Cup im Jahr 1975 mit Borussia Mönchengladbach – als erste deutsche Mannschaft. Zudem wurde der Stürmer zwei Mal Torschützenkönig in dem Wettbewerb, nämlich in den Jahren 1973 (12 Tore) und 1975 (10 Tore). Auch als Trainer nahm Heynckes mehrmals am UEFA-Cup teil. In der Bundesliga war Jupp bei über 1.000 Spielen dabei und hat die Hälfte davon gewonnen – so viele, wie kein anderer Spieler. Er wurde zudem Europa- und Weltmeister und gewann als Trainer mit FC Bayern München das Triple.

Ein weiterer erwähnenswerter Name ist Giuseppe Bergomi. Der Italiener führt bis heute die Tabelle der Rekordspieler der Europa League an: Zwischen 1980 und 1998 hat er 96 Spiele in dem Turnier absolviert – alle mit Inter Mailand. Drei Mal konnte er mit seiner Mannschaft den Europapokal gewinnen (1991, 1994, 1998). Er nahm zudem mit der italienischen Nationalmannschaft an mehreren Europa- und Weltmeisterschaften teil. Im Jahr 1999 absolvierte er sein letztes Spiel, gilt aber bis heute als einer der erfolgreichsten Spieler aller Zeiten.

Die meisten Tore der Europa League erzielte Henrik Larsson. Der Schwede traf 31 Mal in 45 Spielen zwischen 1996 und 2008. Der „König der schwedischen Fußballgeschichte“ spielte unter anderem für Celtic Glasgow und Helsingborg. Nach seiner aktiven Karriere war er noch lange als Trainer tätig.

Viele dachten, 2022/23 sei die Saison, in der Star-Kicker Cristiano Ronaldo wieder einmal an der Europa League teilnimmt. Der Portugiese war erst einmal zuvor, nämlich vor 20 Jahren in der Saison 2002/03 bei dem Wettbewerb am Start. Der damals 17-Jährige verlor mit seiner Mannschaft 4:6 gegen Partizan Belgrade. Trotz der Hoffnungen der CR7-Fans ist Ronaldo dieses Mal nicht bei der Europa League dabei: Manchester United hat den Vertrag mit dem Portugiesen aufgelöst.

Nachdem er 2022 mit Eintracht Frankfurt das Turnier gewonnen hatte, wurde der Serbe Filip Kostić von der UEFA zum Spieler der Saison gekürt. Ab 2014 spielte er in verschiedenen Clubs in Deutschland, unter anderem beim VfB Stuttgart. Seit August 2022 ist Kostić bei Juventus Turin aktiv. Die Ablösesumme für den Serben lag bei rund 12 Millionen Euro. 

Die Europa League: DAZN Bet-Quiz

Der ehemalige UEFA-Cup blickt auf eine traditionsreiche Geschichte zurück. Viele interessante Fakten ranken sich um das Turnier, das über die Jahre so viele Veränderungen durchgemacht hat. Doch bist Du ein Experte, was die Europa League angeht? Finde bei unserem Quiz heraus, wie viel Du über die Europa League weist!

  • Welches Land war in der Vergangenheit bei der Europa League am erfolgreichsten?

Spanien ist mit Abstand die erfolgreichste Nation in der Europa League. Insgesamt 13 Siege konnten spanische Teams seit dem Beginn des UEFA-Cups davontragen. Spanien stellt zudem den Rekordmeister: 6 Mal konnte der FC Sevilla das Turnier bereits für sich entscheiden. Übrigens jedes Mal, wenn der Verein das Finale erreicht hatte – eine 100-prozentige Trefferquote, sozusagen. Einige weitere spanische Clubs, die in der Europa League vertreten waren, sind unter anderem Atlético Madrid, Real Madrid, FC Valencia und FC Villarreal.

  • Wer ist der erfolgreichste Spieler der Europa League?

Welcher der Spieler am erfolgreichsten ist, lässt sich mit unterschiedlichem Maß messen. Am meisten Tore erzielte der Schwede Henrik Larsson (31 Treffer in 45 Spielen). Danach kommen Falcao und Klaas-Jan Huntelaar mit jeweils 30 Toren. Falcao erzielte diese Treffer in nur 31 Spielen – das entspricht einem Durchschnitt von fast einem Tor pro Spiel.

Geht es um die Anzahl der absolvierten Spiele, führt Italiener Giuseppe Bergomi die Liste an. 96 Mal trat er in seiner Karriere in einem Europa-League-Spiel an.

  • Was gewinnen die Europa-League-Pokalsieger?

Einerseits gewinnen die Sieger den Wanderpokal für ein Jahr, andererseits aber auch eine Geldprämie. Im Finale 2021/22 soll Frankfurt etwa rund 13 Millionen Euro verdient haben – und das nur für das Finale an sich. Die Gewinner qualifizieren sich zudem für die Teilnahme an der nächsten UEFA Champions League 2023/24 und dürfen am UEFA Super Cup teilnehmen.

  • Wer ist bei der Europa League 2022/23 dabei?

Die aktuelle Saison der Europa League ist ein bunter Mix aus Teams aus ganz Europa. Darunter finden sich auch drei deutsche Mannschaften. Neben den typischen Vertretern, wie Spanien, Italien, England und Frankreich, finden sich viele weitere Nationen, zum Beispiel die Türkei, Zypern, Bulgarien und Serbien. Teilnehmen dürfen alle Vereine, die einem UEFA-Verband angehören. Russische Mannschaften sind jedoch 2022/23 von dem Wettbewerb ausgeschlossen und dürfen nicht teilnehmen.

  • Wie lange gibt es die Europa League schon?

Seit 1971 ist das Turnier in den Händen der UEFA – damals noch unter dem Namen UEFA-Cup. Den Namen Europa League bekam der Wettbewerb erst zur Saison 2009/10. Über die Jahre hat sich einiges verändert: Der Spielmodus wurde mehrere Male angepasst. Anfangs gab es zum Beispiel keine Gruppenphase, sondern lediglich K.o.-Spiele. Auch die Anzahl der teilnehmenden Mannschaften schwankte über die Jahre – und wird dies auch in Zukunft noch tun. Die nächsten Änderungen sind für 2024/25 angekündigt, gemeinsam mit Neuerungen für die Champions League und Europa Conference League.

  • Unsere Prognosen: Die Europa League 2023/24 

Die Europa League präsentiert sich 2022/23 so selbstbewusst wie schon lange nicht mehr. Konstante Anpassungen und Verbesserungen des Turniers sorgen für ein steigendes Interesse der Öffentlichkeit an dem geschichtsträchtigen Wettbewerb. Unter anderem sorgt auch die Einführung der Europa Conference League dafür, dass das Prestige der Europa League wieder steigen kann.

Mit der Saison 2023/24 jährt sich die Europa League unter ihrem neuen Namen zum 15. Mal. Insgesamt findet der UEFA-Wettbewerb dann zum 53. Mal statt. Das wird zudem die letzte Saison mit dem aktuellen Format sein. Ab 2024/25 gibt es erneute Änderungen: Unter anderem werden dann 36 Mannschaften teilnehmen, mit 8 Spielen in der Ligaphase. Mehr Spiele sollen nicht nur mehr Spannung bedeuten, sondern auch die Kassen stärker klingen lassen und mehr Zuschauer anziehen. Ähnliche Änderungen stehen auch in den anderen europäischen Ligen an.

Ob 2023/24 wieder eine spanisch dominierte Saison wird, muss sich mit der Zeit zeigen. In jedem Fall bleibt die Europa League ein Turnier, bei dem viele verschiedenen Nationen zusammenkommen und den europäischen Fußball feiern.

Die erneuten Änderungen 2024/25 beweisen, dass die UEFA alles daran legt, die Europaturniere zeitgemäß zu gestalten. Wo die Europa League bis vor einigen Jahren noch als veraltetes Format galt – vor allem vor ihrem Rebranding weg vom UEFA-Cup – ist sie heute ein zukunftsweisendes Turnier. Die Einführung der Europa Conference League macht eines deutlich: Die Europa League ist die zweithöchste Spielklasse des europäischen Fußballs und keineswegs ein Amateurturnier. Spannende Spiele und große Namen sorgen für überzeugende Events. Die 2022/23 anstehenden Finalrunden-Play-offs von FC Barcelona gegen England Manchester United oder Juventus Turin gegen FC Nantes untermauern das.

Wie viele deutsche Teams in der Saison 23/24 am Start sein werden, muss sich erst noch zeigen. Sicher sind jedoch bereits zwei Startplätze, nämlich für den Sieger des DFB-Pokals 2022/23 und den 5. Platz der Fußball-Bundesliga 2022/23. Zusätzlich könnten jedoch auch über andere Platzierungswege deutsche Teams in das Turnier kommen – etwa über die Champions League.