DFB-Pokal DFB Cup trophy

DFB-Pokal

Wer denkt, dass die UEFA Champions League und die Bundesliga auf eine lange Geschichte zurückblicken, hat noch nicht genug über den DFB-Pokal gehört. Den gibt es schon um einiges länger – nämlich seit 1935. Was damals als Deutsche Vereinspokalmeisterschaft begann, wurde bereits im nächsten Jahr umbenannt: Der Tschammerpokal bekam seinen Namen durch seinen Trophäenstifter und Initiator, Hans von Tschammer und Osten.

Das Turnier fand von Anfang an großen Anklang in der Bevölkerung. Das erste Finale im Dezember 1935 im Rheinstadion in Düsseldorf war ausverkauft: Rund 60.000 Zuschauer sahen sich das Endspiel zwischen dem FC Schalke 04 und dem 1. FC Nürnberg an. Nürnberg gewann als erste Mannschaft den neuen Wettbewerb und war so der erste DFB-Pokal-Sieger.

Wie es der Name bereits sagt, wird der DFB-Pokal vom Deutschen Fußball-Bund (kurz DFB) veranstaltet. Das Turnier überstand den Zweiten Weltkrieg und besteht bis heute – wenn auch nicht mehr genau so wie damals. Über die Jahre wurde, wie bei den meisten vergleichbaren Turnieren, sowohl der Spielmodus als auch das Qualifikationssystem immer wieder angepasst und leicht verändert. Heute ist der DFB-Pokal der wahrscheinlich wichtigste nationale Pokal nach der deutschen Meisterschaft.
Besonders am DFB-Pokal ist seine relativ lange Pause: Die Situation in der Nachkriegszeit sorgte dafür, dass das Turnier acht Jahre lang nicht ausgetragen werden konnte. Im Jahr 1952 folgte der Neustart mit einem Rebranding und einem neuen Namen: Der heutige DFB-Pokal war geboren.

In den ersten Jahrzehnten schafften es immer unterschiedliche Teams, den DFB-Pokal für sich zu entscheiden. 1962 ist der 1. FC Nürnberg die erste Mannschaft, die den Pokal drei Mal gewinnen konnte. Späterer – und heutiger – Rekordmeister FC Bayern München gewinnt zum ersten Mal 1957. Bis 1985/86 gewannen die Bayern den Pokal ganze acht Mal. Danach mussten sie elf Jahre auf den nächsten Sieg warten. Ab 1997/98 setzte sich die Siegesserie der Münchner dann fort. Bis heute holte sich der FC Bayern München 20 Mal den DFB-Pokal und ist unerreichter Rekordtitelhalter. Am häufigsten trafen die Bayern dabei im Finale auf Borussia Dortmund: nämlich vier Mal. In der Liste der Rekordmeister kommt nach dem FC Bayern erst einmal lange nichts. Dann folgt Werder Bremen mit 6 Siegen. Der FC Schalke 04, Borussia Dortmund und Eintracht Frankfurt konnten das Turnier jeweils 5 Mal gewinnen.

Als eines der wichtigsten Turniere des deutschen Fußballs ist der DFB-Pokal weithin bekannt. Doch was weißt Du wirklich über die Geschichte des einstigen Tschammerpokals? Was geschah mit dem Turnier während des Krieges und wer sind die bedeutendsten Namen, die durch den DFB-Pokal bekannt wurden? Alle wichtigen Fakten findest Du in unserem Beitrag.

Grundwissen zum DFB-Pokal

  • Gegründet wurde das Turnier 1935 als Deutsche Vereinspokalmeisterschaft, welche 1936 zu Tschammerpokal umbenannt wurde. Unter dem heutigen Namen DFB-Pokal läuft das Turnier seit dem Jahr 1952.
  • Für einige Jahre waren auch österreichische Teams zum Turnier zugelassen: Von 1938 bis 1943 gehörte Österreich zum Deutschen Reich und stellte seine eigenen Mannschaften.
  • Anfangs hatte der Wettbewerb eine riesige Teilnehmerliste: 4.000 Mannschaften traten in den ersten Jahren an – 64 blieben in den Schlussrunden übrig. Heute sind es noch 64 Mannschaften in der ersten Runde, darunter die Sieger der Bundesliga und der 2. Bundesliga.
    Ab 1944 gab es eine 8-jährige Pause für den Wettbewerb. Die Nachkriegszeit zwang den DFB dazu, das Turnier bis 1952 auszusetzen.
  • Die Trophäe des Tschammerpokals wurde auch noch lange nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs verwendet, nämlich bis 1964. Das darauf angebrachte Hakenkreuz wurde einfach überdeckt. 1965 gab es schließlich einen neuen Pokal, der für einen Neuanfang stand. Dieser bis heute verwendete Wanderpokal besteht aus Sterlingsilber und Feingold und ist mit über 40 Edelsteinen verziert.
  • 1957 gewann zum ersten Mal in der Geschichte des Turniers der FC Bayern München – damals übrigens eher als Überraschungssieger. Heute ist die Mannschaft Rekordmeister und konnte den DFB-Pokal 20 Mal gewinnen.
    Seit 1985 finden die Endspiele immer im Olympiastadion in Berlin statt. Zuvor variierten die Austragungsorte in jedem Jahr.
  • Am Tag der Wiedervereinigung, dem 9. November 1989, fanden auch die Achtelfinale des DFB-Pokals statt. Im Folgejahr spielten nur Mannschaften aus den alten Bundesländern und West-Berlin – die DDR-Teams kamen erst später hinzu.
    Der Sieger des Pokals bekommt einen Startplatz für die folgende UEFA Europa League.

Die turbulente Geschichte des DFB-Pokals

Das Turnier wurde im Jahr 1935 ins Leben gerufen – zuerst als Deutsche Vereinspokalmeisterschaft. Der 1. FC Nürnberg wurde zum allerersten Sieger des Pokals. Nur ein Jahr später wurde das Turnier umbenannt: Der Tschammerpokal bekam seinen Namen von seinem Initiator, Reichssportführer Hans von Tschammer und Osten. Über 4.000 Teams nahmen damals an dem Wettbewerb teil. In den Schlussrunden blieben 64 Mannschaften.

Im Jahr 1938 wurde Österreich an das damalige Deutsche Reich angeschlossen. Fortan durften somit auch österreichische Vereine teilnehmen. Daraufhin holte sich mit dem SK Rapid Wien gleich eine österreichische Mannschaft den Pokal – zum Missfallen der deutschen Mannschaften, die auch in den Jahren zuvor schon beim Turnier dabei gewesen waren.

Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Turnier größtenteils normal fortgeführt. Bis auf einige Terminverschiebungen blieb der Tschammerpokal bei seinem alten Spielprinzip. Beim letzten Tschammerpokal 1943 siegte wieder ein österreichischer Verein: der First Vienna FC.

Danach folgte eine lange Pause. In den Nachkriegsjahren wurde der Wettbewerb ausgesetzt. Das war zudem das Ende des Namens Tschammerpokal. Erst im Jahr 1952 wurde das Turnier wieder gestartet – unter dem neuen Namen DFB-Pokal bzw. DFB-Vereinspokal. Der erste Sieger des neuen DFB-Pokals in der Saison 1952/53 war Rot-Weiss Essen.

Zwischen 1956 und 1963 fand das Turnier nicht über zwei Folgejahre verteilt statt, wie es in der Fußballsaison üblich ist, sondern in einem einzigen Kalenderjahr. Das änderte sich hauptsächlich auf Drängen der UEFA wieder in der Saison 1963/64. Ansonsten wäre es zu Terminschwierigkeiten hinsichtlich der Europapokalwettbewerbe gekommen. Für den DFB-Pokal war diese Änderung schlussendlich äußerst vorteilhaft. Zu den Endspielen im Mai oder Juni kamen mehr Zuschauer als bei vorherigen Spielen außerhalb der Saison.

1963 folgte dann die Einführung der Bundesliga. Ab da nahmen die Bundesligisten automatisch am DFB-Pokal teil. Nun stieg auch das Ansehen des DFB-Pokals wieder. Nach einigen Jahren mit nur wenig Teilnehmern in den Endrunden waren jetzt wieder mehr Mannschaften dabei – und auch die Zuschauerzahlen gingen stetig nach oben.

1968/69 gewann der FC Bayern München zum 4. Mal den DFB-Pokal und löste damit den 1. FC Nürnberg als Rekordsieger ab. Die Bayern begannen damals ihre Siegesserie eher unerwartet – erst 1965/66 war der Verein überhaupt in die Bundesliga eingestiegen. Heute kennen wir die Münchner als Rekordmeister.

In den 1970ern änderten sich der Spielmodus und das Qualifikationssystem des DFB-Pokals. Unter anderem wurden Hin- und Rückspiele eingeführt. In der Saison 1974/75 kamen zudem mehr Amateurmannschaften hinzu.

Ab 1985 dient das Berliner Olympiastadion als Austragungsort für die Endspiele des DFB-Pokals. Am 9. November 1989 fiel in Berlin nicht nur die Mauer, sondern es fanden auch die Achtelfinale des DFB-Pokals statt. 

Von 1997 bis 2011 wechselten sich drei Mannschaften als Sieger ab:

  • Bayern München (8 Titel)
  • FC Schalke 04 (3 Titel)
  • Werder Bremen (3 Titel)

Nach 2012 ging es mit der Siegesserie des FC Bayern München weiter, wobei der Verein im Finale meist auf Borussia Dortmund traf. Der FC Bayern München bleibt bis heute Rekordmeister: 20 Mal konnte die Mannschaft das Turnier für sich entscheiden.

Zeitleiste zum DFB-Pokal

  • 1935: Turniergründung unter dem Namen „Deutsche Vereinspokalmeisterschaft“. Der 1. FC Nürnberg ist der erste Gewinner in der Geschichte des Turniers.
  • 1936: Umbenennung in Tschammerpokal, nach Namensgeber Hans von Tschammer und Osten, dem Reichssportführer im damaligen Nazi-Deutschland.
  • 1938: Anschluss von Österreich an das damalige Deutsche Reich – nun dürfen auch österreichische Vereine mitspielen. Der SK Rapid Wien holt sich prompt den Pokal, was den „alten“ deutschen Mannschaften nicht unbedingt gefällt.
  • 1943: Letzte Austragung des Tschammerpokals vor einer langen Pause in der Nachkriegszeit des Zweiten Weltkriegs. Gewinner ist erneut ein österreichischer Verein, der First Vienna FC.
  • 1952: Das Turnier wird wieder aufgenommen unter dem neuen Namen DFB-Pokal bzw. DFB-Vereinspokal. In dem Jahr gewinnt Rot-Weiss Essen.
  • 1956 bis 1963: Der Terminkalender des DFB-Pokals ist nicht an die eigentliche Fußballsaison angepasst. Alle Spiele finden in einem einzigen Kalenderjahr statt und nicht wie üblich, über zwei Jahreshälften verteilt.
  • 1963: Anpassung an den Kalender des Fußballjahres auf Drängen der UEFA – so können die Teilnehmer für die Europapokalturniere rechtzeitig gemeldet werden. Im selben Jahr wird auch die Bundesliga gegründet, was gleichzeitig den DFB-Pokal wieder interessanter für die Zuschauer macht.
  • 1970er: Anpassungen und Veränderungen im Spiel- und Qualifikationsmodus. Unter anderem werden Hin- und Rückspiele eingeführt und der Teilnehmerpool wird mit mehr Amateurmannschaften erweitert. Das soll für vielfältigere Spiele sorgen.
  • 1985: Das Finale wird fortan immer im Olympiastadion in Berlin ausgetragen.
  • 1997: Die Siegesserie des FC Bayern beginnt. Bis heute ist der Verein mit Abstand Rekordmeister – 20 Mal konnten die Münchner den Titel gewinnen.
  • Bis 2011: 3 Vereine wechseln sich als Finalgewinner ab: der FC Bayern München, FC Schalke 04 und Werder Bremen. Nur der 1. FC Nürnberg unterbricht die Serie kurz in der Saison 2006/07. 
  • 2021/22: Der RB Leipzig gewinnt zum ersten Mal in der Geschichte den DFB-Pokal.

Eine neue Saison: der DFB-Pokal 2022/23

Der DFB-Pokal jährt sich in dieser Saison zum 80. Mal. Wie immer sind auch in diesem Jahr Mannschaften von Vereinen aus ganz Deutschland dabei. Hier sind die 64 Mannschaften, die am DFB-Pokal 2022/23 teilnehmen, aufgelistet nach Qualifikationsweg.

Aus der Bundesliga: 

  • FC Bayern München
  • Borussia Dortmund
  • Bayer 04 Leverkusen
  • RB Leipzig (Titelverteidiger)
  • 1. FC Union Berlin
  • SC Freiburg
  • 1. FC Köln
  • FSV Mainz 05
  • TSG 1899 Hoffenheim
  • Borussia Mönchengladbach
  • Eintracht Frankfurt
  • VfL Wolfsburg
  • VfL Bochum
  • FC Augsburg
  • VfB Stuttgart
  • Hertha BSC
  • Arminia Bielefeld
  • SpVgg Greuther Fürth

Aus der 2. Bundesliga:

  • FC Schalke 04
  • Werder Bremen
  • Hamburger SV
  • SV Darmstadt 98
  • FC St. Pauli
  • 1. FC Heidenheim
  • SC Paderborn 07
  • 1. FC Nürnberg
  • Holstein Kiel
  • Fortuna Düsseldorf
  • Hannover 96
  • Karlsruher SC
  • Hansa Rostock
  • SV Sandhausen
  • SSV Jahn Regensburg
  • Dynamo Dresden
  • FC Erzgebirge Aue
  • FC Ingolstadt 04

Aus der 3. Liga:

  • 1. FC Magdeburg
  • Eintracht Braunschweig
  • 1. FC Kaiserslautern
  • TSV 1860 München

Andere Mannschaften aus den Landesverbänden, die meisten davon Landespokalsieger:

  • SV Waldhof Mannheim
  • SpVgg Bayreuth
  • FV Illertissen
  • FC Viktoria 1889 Berlin
  • Energie Cottbus
  • Bremer SV
  • FC Teutonia 05 Ottensen
  • Kickers Offenbach
  • TSG Neustrelitz
  • FC Viktoria Köln
  • SV Straelen
  • BSV Rehden
  • Blau-Weiß Lohne
  • FV Engers 07
  • SV Elversberg
  • Chemnitzer FC
  • FC Einheit Wernigerode
  • VfB Lübeck
  • SV Oberachern
  • TSV Schott Mainz
  • FC Carl Zeiss Jena
  • SV Rödinghausen
  • 1. FC Kaan-Marienborn
  • Stuttgarter Kickers

In dieser Saison passte der DFB den Terminplan der Spiele etwas an. Nun finden weniger Spiele zur gleichen Zeit statt, wodurch Fans weniger Partien mehr verpassen.

Doch wer wird dieses Jahr den DFB-Pokal gewinnen? Amtierender Meister RB Leipzig ist im Achtelfinale noch dabei und rechnet sich auch in diesem Jahr gute Chancen aus. Rekordmeister FC Bayern München war in den letzten beiden Jahren eher früh raus: In der zweiten Runde hieß es für die Bayern in den letzten beiden Saisons bereit „Servus“. Wie immer steht auch Borussia Dortmund in den Startlöchern – Trainer Edin Terzic ist zuversichtlich, dass er sein Team wie bereits 2020/21 zum Sieg führen kann. 

Die Achtelfinale beginnen am 31. Januar 2023. Das Endspiel ist für den 3. Juni 2023 am üblichen Austragungsort, dem Olympiastadion in Berlin, angesetzt. Der Sieger darf dann in der Saison 2023/24 bei der UEFA Europa League antreten.

Der DFB-Pokal: Berühmte Spieler des Wettbewerbs

Im DFB-Pokal sind über die Jahre einige der berühmtesten Personen im deutschen Fußball aufgelaufen. Fast alle großen Namen waren zeitweise beim DFB-Pokal im Einsatz – von Rummenigge über Beckenbauer zu Kahn. Schauen wir uns einmal einige der legendärsten Teilnehmer des DFB-Pokals an, die den deutschen Fußball für immer verändert haben.

Geht es um deutsche Fußballlegenden, darf Oliver Kahn nicht fehlen! Der ehemalige Torwart kam im Jahr 1994 vom Karlsruher SC zum FC Bayern München und blieb dort auch in seiner restlichen aktiven Karriere. Ferner konnte er mit der Nationalmannschaft Europameister und Vizeweltmeister werden. Beim DFB-Pokal ist „Oli“ Kahn ganz vorne auf der Liste der Spieler mit den meisten Einsätzen: 67 Mal war er für den Karlsruher SC und später den FC Bayern München dabei. Nach seiner aktiven Karriere war er als Fußballexperte im TV zu sehen. Heute ist er Vorstandsvorsitzender beim FC Bayern München.

Ein weiterer bekannter Name im deutschen Fußball ist Franz Beckenbauer. Der gebürtige Münchner war einen Großteil seiner Karriere lang bei seinem Heimatvereine, dem FC Bayern München, als aktiver Spieler tätig. Er war nicht nur aktiv beim DFB-Pokal dabei und konnte ihn 4 Mal mit dem FC Bayern gewinnen – auch in der Nationalmannschaft war er lange tätig. Sowohl als Spieler als auch als Trainer siegte er bei Weltmeisterschaften – er ist einer der wenigen, die dies geschafft haben. Unter anderem wurde „Der Kaiser“ auch mit dem Ballon d’Or als „Europas Fußballer des Jahres“ ausgezeichnet. 

Eine weitere Legende in der Geschichte des DFB-Pokals – und des deutschen Fußballs im Allgemeinen – ist Gerd Müller. Er führt die Liste der DFB-Pokal-Rekordtorschützen an: 78 Tore hat er in seiner aktiven Karriere dort geschossen, alle für den FC Bayern München. Diesen Rekord hält er mit einem großen Abstand: Auf dem zweiten Platz folgt Dieter Müller mit 48 Toren. Er gewann die Europa- und Weltmeisterschaft und war auch noch nach seiner aktiven Karriere als Co-Trainer beim FC Bayern tätig.

Mit Thomas Müller hat es ein weiterer FC-Bayern-Star unter die Legenden des DFB-Pokals geschafft. Der Bayer ist seit seinem 10. Lebensjahr beim FC Bayern München. Stolze 2 Mal konnte er mit seinem Team bereits das Triple holen (2013 und 2020). 2014 gewann er zudem mit der Nationalmannschaft die Weltmeisterschaft. Den DFB-Pokal hat Müller 6 Mal gewonnen – natürlich immer mit dem FC Bayern. 11 Mal konnte er zudem die deutsche Bundesliga-Meisterschaft gewinnen. Geht es nach Trophäen, ist er der erfolgreichste deutsche Fußballer seiner Zeit.

Der DFB-Pokal: DAZN Bet-Quiz

Mit seinem langen Bestehen blickt der DFB-Pokal auf eine traditionsreiche Geschichte zurück. Doch wie viel weißt Du über die bewegte Historie des bekannten deutschen Fußballwettbewerbs? Teste Dein DFB-Pokal-Wissen in unserem Quiz – vielleicht lernst Du dabei noch einige weitere interessante Fakten dazu!

Wer ist die beste Mannschaft im DFB-Pokal?

Beim DFB-Pokal gibt es seit vielen Jahren eine Mannschaft, die das Turnier ganz klar dominiert: der FC Bayern München. Die Bayern sind in der Geschichte des Wettbewerbs die absoluten Rekordsieger und haben bereits 20 Mal die Trophäe nach Hause bringen können. Sie befinden sich dabei in der Tabelle mit viel Abstand zu den anderen Mannschaften. Sie müssen sich also keine Sorgen machen, bald von ihrem Thron gestoßen zu werden. Im letzten Jahrzehnt war auch Borussia Dortmund oft im Kampf um den Titel ganz vorne mit dabei.

Welche Teams spielen im DFB-Pokal?

Beim DFB-Pokal treten nicht nur die größten gegeneinander an, sondern Mannschaften unterschiedlicher Stärke. In jedem Fall sind immer die Bundesligisten und Zweitligisten dabei. Das sind bereits 36 Vereine, hinzu kommen noch die ersten 4 Mannschaften der 3. Liga. Die restlichen 24 Plätze werden von unterklassigen oder Amateurteams besetzt. Diese werden meist über einen Verbandspokal ermittelt, der im Vorfeld ausgespielt wird. Insgesamt treten in der Hauptrunde 64 Mannschaften an. Für viele sind die vielfältigen Mannschaften einer der besten Punkte am DFB-Pokal – hier haben nicht nur Erst- und Zweitligisten eine Chance. Auch Teams aus niedrigeren Ligen können ihr Glück versuchen.

Wer hat beim DFB-Pokal 2021/22 die meisten Tore geschossen?

In der letzten Saison war Robert Glatzel der Torschützenkönig: Er schoss 5 Tore für den Hamburger SV. Zum zweiten Mal in Folge schied der FC Bayern unerwartet früh aus, nämlich in der 2. Runde. Ins Finale schafften es der SC Freiburg und der RB Leipzig. Letzterer gewann im Elfmeterschießen. Für den RB Leipzig war es der erste Titelgewinn in der Geschichte des DFB-Pokals.

Wer ist der erfolgreichste Spieler aller Zeiten im DFB-Pokal?

Geht es um die Anzahl der Tore, ist Gerd Müller vom FC Bayern München der unerreichte Sieger: Ganze 78 Mal hat er in seiner Karriere beim DFB-Pokal getroffen, und das in 62 Spielen. Am häufigsten dabei war Mirko Votava mit dem Borussia Dortmund und Werder Bremen mit 79 Spielen. Die Liste der DFB-Pokal-Gewinne führt Bastian Schweinsteiger an: 7 Mal hat er den Wettbewerb als Sieger verlassen.

Unsere Prognosen: DFB-Pokal 2023/24

In der kommenden Saison 2023/24 wird die Meisterschaft um den DFB-Pokal zum 81. Mal ausgetragen. Seitens des DFB sind keine großen Änderungen geplant. Sowohl der Spiel- als auch der Qualifikationsmodus werden beibehalten, genauso wie in den vorherigen Saisons. Einzig der Termin des Finales ist 23/24 etwas früher angesetzt als im diesjährigen DFB-Pokal: Bereits am 25. Mai 2024 soll das Endspiel stattfinden, wie gewohnt im Olympiastadion Berlin.

Der DFB-Pokal konnte über die Jahre seine Position als interessantes Großevent im Fußball beibehalten. Er gehört nach wie vor zu den wichtigen Wettbewerben im deutschen Ballsport und kommt in der Wertung gleich nach der Bundesliga. Seit seiner Gründung im Jahr 1935 wurden nur die Jahre in der Nachkriegszeit ausgesetzt – ansonsten fand der DFB-Pokal jedes Jahr statt und wird von allen mit Spannung erwartet.

Das Tolle an dem Turnier ist, dass hier nicht einzig und allein die Giganten aufeinandertreffen. Auch wenn es im Finale oft darauf hinausläuft, sind durchaus auch ganz andere Ausgänge möglich. Im Jahr 1992 etwa gewann mit dem Hamburger SV zum ersten und einzigen Mal in der Historie des Pokals ein Zweitligist das Turnier. Den Kickers Offenbach gelang dies zuvor in ähnlicher Weise, allerdings stieg der Verein vor dem DFB-Pokal-Gewinn bereits in die Bundesliga auf und war somit nicht mehr wirklich ein Zweitligist. Und 2019/20 schaffte es sogar ein Viertligist ins Halbfinale: Der 1. FC Saarbrücken konnte sich unter anderem gegen den 1. FC Köln und Fortuna Düsseldorf durchsetzen. 

Der DFB-Pokal ist deshalb nicht ausschließlich ein Turnier für die Großen im deutschen Fußball, sondern gibt auch kleinere Vereinen, Absteigern und Neueinsteigern eine Chance. Das macht das Turnier sowohl für Zuschauer und Fans als auch für die Vereine selbst interessanter. Wir können durchaus mit Überraschungen rechnen und manchmal scheiden die typischen Favoriten früher aus als erwartet.

Vielleicht ist es 2023/24 wieder an der Zeit, dass ein neuer Verein den Pokal gewinnt. Der RB Leipzig hat dies ja bereits in der Saison 2021/22 vorgemacht: Zum ersten Mal in der Geschichte des Turniers konnte der Verein dieses für sich entscheiden und den DFB-Pokal gewinnen. Nach der langen Siegesserie des FC Bayern München war dies eine willkommene Abwechslung. Ob sich dieses Schema vielleicht auch in Zukunft durchsetzen könnte und mehr unerwartete Begegnungen entstehen, ist zum jetzigen Zeitpunkt natürlich nur schwer vorherzusehen. Wir verfolgen die aktuelle Saison jedoch gespannt und freuen uns auf die neue Saison des DFB-Pokals im Jahr 2023/24.