unteren Fußball Ligen

Das Fußball-Ligasystem in Deutschland

Die Deutschen und der Fußball: eine wahre Liebesgeschichte. Überall auf der Welt ist Deutschland bekannt für seine Erfolge in diesem Sport. Die Nationalmannschaft wurde bereits drei Mal Weltmeister und kein anderes Land weltweit hat so viele Fußballvereinsmitglieder.

Die Spitzenklasse des deutschen Fußballs kennt wohl jeder: die Bundesliga. Doch da gelangt man nicht ohne Weiteres hin. Die Vereine müssen sich von unten durch das deutsche Ligasystem kämpfen, um einen der begehrten Plätze in den oberen Ligen zu ergattern.

Neben der Bundesliga gibt es die 2. Bundesliga und die 3. Liga. In der Bundesliga, der höchsten Spielklasse, nehmen 18 Profi-Fußballmannschaften teil. Es gibt 34 Spieltage, in denen die Mannschaften Punkte sammeln, die am Ende entscheiden, wer Deutscher Meister wird und sich für die UEFA Champions League qualifiziert. Gleichzeitig entscheidet das Spiel einer Mannschaft aber auch, ob sie in der nächsten Saison in die 2. Bundesliga absteigen wird. Denn der Verein, der auf Tabellenplatz 16 landet, spielt nach dem 34. Spieltag gegen den Tabellendritten der 2. Bundesliga. Der Gewinner darf in der nächsten Saison in den Bundesligaspielen teilnehmen. Die Tabellenplätze 17 und 18 steigen automatisch in die 2. Liga ab.

Das System der 2. Bundesliga ist genauso aufgebaut wie das der Bundesliga: Es gibt 18 Mannschaften und 34 Spieltage. Die Vereine, die die beiden ersten Plätze belegen, steigen in die Bundesliga auf. Ähnlich wie in der Bundesliga steigen die Plätze 17 und 18 ab und Platz 16 muss sich seinen Platz in der 2. Bundesliga gegen den Drittplatzierten der 3. Liga erkämpfen.

In der 3. Liga sieht das Ganze schon etwas anders aus: Es nehmen 20 Mannschaften teil, die an 38 Spieltagen gegeneinander spielen. Genau wie in den beiden obersten Ligen dürfen die Plätze 1 und 2 aufsteigen, während die Plätze 3 und 16 um ihren Auf- bzw. Abstieg kämpfen müssen. Die Vereine, die die Tabellenplätze 17 bis 20 belegen, steigen in die unteren Ligen des deutschen Fußballs ab. Doch wie sind diese überhaupt aufgebaut? Wie heißen sie? Wie viele von ihnen gibt es?

Bei den unteren Ligen des deutschen Fußballs stellen sich den meisten von uns vermutlich erst einmal eine Menge unbeantworteter Fragen. Während vermutlich jeder die Bundesliga kennt, verblassen die kleineren Ligen oftmals etwas hinter ihrem Ruhm. Doch genau deshalb möchten wir in diesem Leitfaden zeigen, dass auch die unteren Ligen spannend sein können. Schließlich entwickeln sich dort die Nachwuchstalente, die vielleicht irgendwann einmal zu den neuen Stars der oberen Ligen – oder sogar des Weltfußballs – werden könnten.

Grundwissen zu den unteren Fußball Ligen

  • Hinter der 1962 gegründeten Bundesliga folgen die 2. Bundesliga und die 3. Liga. Die 2. Bundesliga besteht aus 18 Mannschaften, während in der 3. Liga 20 Mannschaften an 38 Spieltagen gegeneinander antreten.
  • Danach teilen sich die Ligen folgendermaßen auf: Regionalliga, Oberliga, Verbands- bzw. Landesliga.
    • Die Regionalliga ist die 4. Spielklasse des deutschen Fußballs. Sie ist nach den Gebieten der Vereine unterteilt. Es gibt die Regionalliga Nord, aufgeteilt in Gruppe Nord und Gruppe Süd (22 Mannschaften), die Regionalliga Nordost (20 Mannschaften), die Regionalliga West (21 Mannschaften), die Regionalliga Südwest (22 Mannschaften) und die Regionalliga Bayern (18 Mannschaften).
    • Die Oberliga ist die 5. Spielklasse. Aus den Regionalligen gehen jeweils ein bis vier Oberligen hervor, mit typischerweise 16 bis 18 Mannschaften. Es gibt jedoch auch Ausnahmen: Die Oberliga Nordost umfasst 32 Mannschaften und die Regionalliga Bayern 35 Mannschaften. In Bayern wird die 5. Spielklasse Bayernliga genannt und ist in sich selbst noch einmal in Nord und Süd unterteilt. Bei der Oberliga Nordost gibt es eine ähnliche Aufteilung.
    • In der 6. Spielklasse gibt es zwischen zwei und fünf Staffeln. Die genaue Anzahl hängt vom Bundesland ab. Die Landesliga Bayern ist beispielsweise so gestaffelt: Mitte, Nordost, Nordwest, Südost und Südwest. Währenddessen teilt sich die Landesliga Hamburg nur in Hammonia und Hansa auf.
  • Unterhalb der 6. Spielklasse werden die Ligen innerhalb der Bundesländer individuell geregelt. In Schleswig-Holstein und im Saarland heißt die 7. Spielklasse Verbandsliga. In Berlin, Baden, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Südbaden, Mecklenburg-Vorpommern, Südwest, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen wird sie Landesliga genannt. In Sachsen und Thüringen gibt es die sogenannte Landesklasse, in Hessen dagegen die Gruppenliga. In Bayern, Hamburg, Bremen, Mittelrhein, Niederrhein, Niedersachsen und Rheinland heißt die 7. Spielklasse Bezirksliga.

Die rege Geschichte der unteren Ligen im deutschen Fußball

Die unterregionalen Amateurligen des deutschen Fußballsystems wurden um 1900 gegründet. Das fiel ungefähr mit der Gründung des Deutschen Fußball-Bunds (DFB) zusammen. Der DFB entschied sich für die Organisation eines Turniers der Sieger der regionalen Meisterschaften, um so den Landesmeister zu ermitteln. Der VFB Leipzig war der erste Verein, der diesen Titel im Jahr 1903 gewann.

1925 wurde ein Turnier um die Vizemeister der regionalen Ligen eingeführt. Mit dem Beginn des Zweiten Weltkriegs im Jahr 1933 wurde das deutsche Fußballsystem durch das NS-Regime neu organisiert. 16 regionale Gauligen wurden eingeführt und der Meister jeder Liga durfte schließlich an der nationalen Endrunde teilnehmen. Nach dem Ende des Kriegs 1944 kam es zu einer Pause im deutschen Fußball. Erst 1948 wurde die Liga wieder aufgenommen.

Ab der Jahrhundertmitte

Zu Beginn boten die unterregionalen Amateurligen des westdeutschen Fußballs eine ausreichende Struktur. Zu dieser Zeit waren auch internationale Wettbewerbe noch recht informell. Doch ab 1950 forderten immer mehr die Professionalisierung des westdeutschen Fußballs. Zwischen den 1950er-Jahren und 1963 gab es viele verschiedene Titelträger, darunter den 1. FC Kaiserslautern, Borussia Dortmund, Rot-Weiß Essen, Eintracht Frankfurt und den 1. FC Köln.

In Ostdeutschland entwickelte sich parallel zwischen 1948 und 1991 eine eigene Ligastruktur, die anfangs nach dem Verwaltungsaufbau der DDR geordnet war und sich dann weiter aufgliederte.

Erst 1962 wurde die Bundesliga gegründet. Die damals höchsten Spielklassen wurden aufgelöst. Dazu gehörten die Oberligen Nord, West, Südwest und Süd sowie die Vertragsliga Berlin. Sie wurden durch fünf neu geschaffene Regionalligen unterhalb der Bundesliga ersetzt: Nord, West, Südwest, Süd und Berlin.

Im Jahr 1974 wurde die in Nord und Süd unterteilte 2. Bundesliga eingeführt und die Regionalligen wurden aufgelöst. Die 3. Spielklasse bildete im Norddeutschen Fußball-Verband die Oberliga. In den restlichen Regionalverbänden bildeten die 1. Amateurliga oder die Verbandsliga die 3. Spielklasse.

1978 wurde die Oberliga auch in den übrigen Regionalverbänden als 3. Spielklasse wieder eingeführt. Die 1. Amateurligen wurden (mit Ausnahme von Bayern) zur 4. Spielklasse und in Verbandsliga umbenannt. Die Oberliga wurde daraufhin in acht Staffeln ausgetragen: Berlin, Nord, Westfalen, Hessen, Nordrhein, Südwest, Baden-Württemberg und Bayern.

1991 wurden im Zuge der Wiedervereinigung die ehemaligen DDR-Mannschaften in das Ligasystem übernommen. 1994 löste die aus drei Staffeln bestehende Regionalliga die Oberliga als 3. Spielklasse ab. Die Oberliga wurde somit zur 4. Spielklasse.

Ab der Jahrtausendwende

Ab dem Jahr 2000 wurde die Regionalliga nur noch in zwei Staffeln (Nord und Süd) ausgetragen.

Erst 8 Jahre später wurde die 3. Liga eingeführt, die die neue 3. Spielklasse im deutschen Fußballsystem bildete. Die Regionalliga wurde wieder dreistaffelig (Nord, West und Süd) und zur 4. Spielklasse.

2012 wurde die Regionalliga in fünf Spielklassen unterteilt. Diese sind Nord, Nordost, West, Südwest und Bayern.

2019 wurde eine neue Aufstiegsregelung in der Regionalliga eingeführt. Seit 2018/19 gibt es vier Aufsteiger. Der Meister der Regionalliga Südwest steigt dabei immer auf und wird durch zwei festgelegte Aufsteiger aus den anderen Ligen ergänzt. Die Meister der Ligen, die nicht zu den festen Aufsteigern gehören, spielten um den Aufstieg. In der Saison 2018/19 erhielten die Meister von Südwest, West und Nordost einen direkten Aufstiegsplatz und zwischen Bayern und Nord musste eine Relegation gespielt werden.

In der Saison 2019/20 stiegen Südwest, Bayern und Nord direkt auf. West und Nordost mussten um den verbleibenden Platz spielen.

In der darauffolgenden Saison kam es erneut zu Änderungen. Seitdem bekommen die Regionalligen West und Südwest jeweils einen festen Aufsteiger. Ein weiterer Direktaufstiegsplatz rotiert zwischen den Regionalligen Bayern, Nord und Nordost. Die beiden übrigen Meister müssen in einem Hin- und Rückspiel um den vierten Platz spielen.

Zeitstrahl der unteren Fußball Ligen Deutschlands

    • 1900: Die unterregionalen Amateurligen des deutschen Fußballsystems und der DFB werden gegründet. 
    • 1903: Der DFB organisiert ein Turnier der Sieger der regionalen Meisterschaften, das der VFB Leipzig gewinnt.
    • 1925: Ein Turnier um die Vizemeister der regionalen Ligen wird eingeführt.
    • 1933: Das Fußball-Ligasystem in Deutschland wird durch das NS-Regime neu organisiert. 16 regionale Gauligen werden eingeführt und der Meister jeder Liga nimmt an der nationalen Endrunde teil.
    • 1944-1948: Es kommt zu einer Pause im deutschen Fußball. Erst 1948 wird die Liga wieder aufgenommen.
    • 1950: Es gibt immer mehr Forderungen einer Professionalisierung des westdeutschen Fußballs.
    • 1950-1963: Der 1. FC Kaiserslautern, Borussia Dortmund, Rot-Weiß Essen, Eintracht Frankfurt und der 1. FC Köln gewinnen ihre ersten Titel.
    • 1948-1991: In Ostdeutschland entwickelt sich ein eigenes Ligasystem. 
    • 1962: Die Bundesliga wird gegründet. Die bisher höchsten Spielklassen werden aufgelöst und durch fünf neu geschaffene Regionalligen ersetzt (Nord, West, Südwest, Süd und Berlin).
    • 1974: Die 2. Bundesliga wird eingeführt und die Regionalligen werden aufgelöst. Die Oberliga wird zur 3. Spielklasse im Norddeutschen Fußball-Verband. In den restlichen Regionalverbänden wird die 1. Amateurliga oder die Verbandsliga die 3. Spielklasse.
    • 1978: Die Oberliga wird auch in den übrigen Regionalverbänden als 3. Spielklasse wieder eingeführt. 
    • 1991: Die ehemaligen DDR-Mannschaften werden in das westdeutsche Ligasystem übernommen.
    • 1994: Die Regionalliga wird zur 3. Spielklasse und die Oberliga zur 4. Spielklasse.
    • 2008: Die 3. Liga wird eingeführt als neue 3. Spielklasse im deutschen Fußballsystem. Die Regionalliga wird zur 4. Spielklasse.
    • 2012: Die Regionalliga wird in fünf Spielklassen unterteilt: Nord, Nordost, West, Südwest und Bayern.
    • 2019: Eine neue Aufstiegsregelung in der Regionalliga wird eingeführt. Südwest bekommt einen festen Aufsteiger. Zwei weitere Aufsteiger werden durch Rotation festgelegt. Der vierte Aufsteiger wird durch eine Relegation entschieden.
    • 2019/20: Südwest, Bayern und Nord steigen direkt auf. West und Nordost spielen um den verbleibenden Platz.
  • 2020/21: Es kommt erneut zu Änderungen. West und Südwest bekommen jeweils einen festen Aufsteiger.

Eine neue Saison: Die unteren Ligen in der Saison 2022/23

Sehen wir uns zunächst einmal an, was in der Regionalliga – der 4. Spielklasse des deutschen Fußballs – in dieser Saison vor sich geht. Schließlich entscheidet sich hier, wer in die 3. Liga und somit in die oberen Profiligen aufsteigen wird.

Diese Saison der Regionalliga Südwest ist bereits die Fünfzehnte, seit die Regionalliga zur 4. Spielklasse in Deutschland wurde. Sie begann am 6. August 2022 und endet am 27. Mai 2023. Der SSV Ulm 1846 steht derzeit an der Spitze der Tabelle und könnte daher in der Saison 2023/24 in die 3. Liga aufsteigen.

In der Regionalliga Nord ist die Saison bereits beendet. Fünf Vereine werden in der nächsten Saison nicht mehr in der Regionalliga Nord spielen. Der Lüneburger SK, der FC Oberneuland, der HSC Hannover, der Heider SV und Altona 93 spielen nächstes Jahr in der 5. Spielklasse des deutschen Fußballs – der Oberliga. Der VfB Oldenburg ging als Sieger der Saison hervor und steigt somit in die 3. Liga auf.

Die Regionalliga West startete am 22. Juli 2022 mit einem Spiel von Rot-Weiß Oberhausen gegen Alemannia Aachen. In dieser Saison nehmen wieder 18 Mannschaften an den Spielen teil. Dies war zuletzt in der Saison 2018/19 der Fall. Tabellenführer ist Preußen Münster, während Rot Weiss Ahlen, SV Straelen und SG Wattenscheid 09 die letzten Plätze auf der Tabelle belegen.

Die Saison 2022/23 der Regionalliga Nordost begann am 5. August 2022. Der Meister dieser Regionalliga hat in der aktuellen Saison keinen direkten Aufstiegsplatz in die 3. Liga erhalten. Er muss gegen den Meister der Regionalliga Bayern um den begehrten Platz spielen. Derzeit ist Energie Cottbus Tabellenführer.

Die Regionalliga Bayern wurde am 14. Juli 2022 mit einem Spiel zwischen dem TSV Buchbach und SpVgg Unterhaching eröffnet. Die letzten Spiele sollen am 27. Mai 2023 stattfinden. Derzeit steht SpVgg Unterhaching an der Spitze der Tabelle. Die Mannschaften, die die Plätze 17 bis 20 belegen, steigen direkt in die Oberliga ab. Die Vereine, die auf dem 15. und 16. Platz landen, spielen mit den Plätzen 2 und 3 der Staffeln der Bayernliga um ihren Platz in der Regionalliga Bayern in der folgenden Saison.

Werfen wir nun noch kurz einen Blick auf die Oberliga: Derzeit gibt es 12 bzw. 14 Oberligen, da sowohl die Bayernliga als auch die Oberliga Nordost jeweils in Nord und Süd aufgeteilt sind. Alle Meister der Oberligen der Saison 2022/23 dürfen direkt in die Regionalliga aufsteigen. In der Oberliga Westfalen erhält der zweitplatzierte Verein zusätzlich ein direktes Aufstiegsrecht.

Die unteren Ligen des deutschen Fußballs: Spieler, die den Durchbruch schafften

Es kann sich durchaus lohnen, auch mal einen Blick auf die unteren Ligen zu werfen – auch wenn wir unsere Aufmerksamkeit meist nur den Spitzenligen schenken. Immerhin kommt es regelmäßig vor, dass wie aus dem Nichts ein großes Talent auftaucht und durch die unteren Ligen nach oben katapultiert wird. Zwei solche Talente stachen in den vergangenen Jahren besonders hervor.

Hendrik Weydandt gelang es mit mehreren Vereinen von der Kreisliga in die Oberliga, anschließend in die Regionalliga und schließlich sogar in die Bundesliga aufzusteigen. Der Spieler trat schon im Kindesalter der Jugendspielgemeinschaft des TSV Groß Munzel bei. In der Saison 2013/14 konnte er in die erste Mannschaft des TSV Groß Munzel aufrücken und wurde sogar zum Torschützenkönig der Kreisliga Hannover-Land in der Staffel 3.

In der darauffolgenden Saison steig der Spieler in die Oberliga Niedersachsen auf und spielte beim 1. FC Germania Egestorf/Langreder. In dieser Saison kam er jedoch nicht oft zum Einsatz. Erst 2015/16 konnte er häufiger spielen und schoss 13 Tore in 25 Einsätzen. Die Mannschaft nahm schließlich an der Aufstiegsrunde zur Regionalliga Nord teil. Sie erreichte ein 2:2-Unentschieden gegen den SV Eichede. Weydandt erzielte beide Treffer und ermöglichte es dem Verein so, aufzusteigen. 

2018 wechselte der Spieler zu Hannover 96 und konnte weiterhin beeindruckende Leistungen erzielen. Noch im selben Jahr debütierte er beim 1:1-Unentschieden gegen Werder Bremen in der Bundesliga.

Kristian Böhnlein ist ein weiterer deutscher Fußballer, der „wie aus dem Nichts“ kam und aus den unteren Ligen aufstieg. Bis zum Jahr 2009 spielte er in der Jugend des Hamburger SV. Böhnlein nahm in dieser Saison in der zweiten Mannschaft jedoch gerade mal an vier Spielen teil.

In der Saison 2010/11 spielte er dann bei SpVgg Greuther Fürth in der zweiten Mannschaft. Hier beteiligte er sich an 15 Liga-Spielen, bevor er zum VfL Frohnlach wechselt. Mit diesem Verein gelang ihm 2012 die Qualifikation für die Regionalliga Bayern. 2018 wechselte Böhnlein zum TSV 1860 München, der in die 3. Liga aufstieg. Dort war er allerdings nur Ergänzungsspieler, weshalb er zwei Saisons später zum 1. FC Schweinfurt 05 wechselte. Dort unterschrieb Böhnlein einen Dreijahresvertrag.

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Wie sind die unteren Ligen des deutschen Fußballsystems organisiert?

Die unteren Ligen sind all jene, die unter der Bundesliga, der 2. Bundesliga und der 3. Liga stattfinden. Die 3. Liga bildet dabei die 3. Spielklasse des deutschen Profifußballs. Die 4. Spielklasse ist die Regionalliga, die nach den Gebieten der Vereine unterteilt ist. Die fünf verschiedenen Regionalligen sind die Regionalliga Nord (aufgeteilt in Gruppe Nord und Gruppe Süd), die Regionalliga Nordost, die Regionalliga West, die Regionalliga Südwest und die Regionalliga Bayern.

Eine Stufe darunter liegt die Oberliga. Diese 5. Spielklasse des deutschen Fußballs besteht aus 12 einzelnen Staffeln: Oberliga Baden-Württemberg, Bayernliga, Bremen-Liga, Oberliga Hamburg, Hessenliga, Mittelrheinliga, Oberliga Niederrhein, Oberliga Niedersachsen, Oberliga Nordost, Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar, Schleswig-Holstein-Liga, Oberliga Westfalen. Die Bayernliga ist in sich selbst noch einmal in Nord und Süd unterteilt. Bei der Oberliga Nordost gibt es eine ähnliche Aufteilung.

Die 6. Spielklasse wird je nach Gebiet Verbands- oder Landesliga genannt und in jeder Liga gibt es zwischen zwei und fünf Staffeln. Die genaue Anzahl ist vom Bundesland abhängig.

Wer darf aus der Regionalliga in die 3. Liga aufsteigen? 

Die Regionalliga besteht aus fünf Staffeln: West, Südwest, Nord, Nordost und Bayern. Die Meister der Regionalligen Südwest und West steigen nach neuester Regelung jede Saison automatisch in die 3. Liga auf. Ein weiterer Aufsteiger wird durch Rotation der übrigen Ligen ausgewählt. Dann bleiben noch zwei Meister übrig, aber nur ein weiterer Platz als Aufsteiger. Dieser wird durch ein Hin- und Rückspiel dieser beiden übrig gebliebenen Meister ermittelt.

Seit wann gehört die Regionalliga nicht mehr zu den oberen Profiligen?

Im Jahr 1974 wurde die 2. Bundesliga eingeführt. Daraufhin wurden die damaligen Regionalligen aufgelöst. Außerdem wurde die Oberliga zur 3. Spielklasse im Norddeutschen Fußball-Verband ernannt, während in den restlichen Regionalverbänden die 1. Amateurliga oder die Verbandsliga die 3. Spielklasse bildete.

1978 wurde die Oberliga dann auch in den übrigen Regionalverbänden als 3. Spielklasse eingeführt. Im Jahr 1994 wurde eine neue Regionalliga zur 3. Spielklasse und die Oberliga folglich zur 4. Spielklasse. Dies blieb lange Zeit unverändert, bis 2008 die 3. Liga eingeführt wurde. Seitdem bildet diese die 3. Spielklasse im deutschen Fußballsystem. Die Regionalliga ist also seit 2008 nur noch die 4. Spielklasse.

Unsere Prognosen: Die Saison 2023/24 in den unteren deutschen Fußballligen

Da die unteren Ligen des deutschen Fußballs stark gestaffelt sind, ist es schwierig, für jede einzelne eine Prognose zu liefern. In den Regionalligen stehen derzeit der SpVgg Unterhaching, Energie Cottbus, Preußen Münster, der VfB Oldenburg sowie der SSV Ulm an der Spitze der Tabellen. Diese Vereine könnten demnach in der nächsten Saison in der 3. Liga spielen. Es wird spannend werden, ob sie ihre Position halten können, wieder absteigen oder vielleicht sogar noch weiter aufsteigen werden.

Was die absoluten Profis im deutschen Fußball angeht – die Vereine, die in der nächsten Saison in der Bundesliga spielen werden – sind die Prognosen schon etwas genauer. Wie fast immer ist Bayern erneut der Favorit. Auch wenn keine Neuzugänge angekündigt sind, werden die Bayern wohl wieder einen starken Kader haben. Jedoch ist noch unklar, ob Neuer sich bis dahin von seinem Beinbruch erholt haben wird.

Spannend könnte die Saison 2023/24 auch für RB Leipzig werden. Durch die Salzburg-Leipzig-Pipeline hat der Verein immer Zugang zu neuen Talenten. Auch Benjamin Šeśko wird im Sommer 2023 von Salzburg nach Leipzig wechseln. Šeško kam 2019 im Alter von 16 Jahren zu Red Bull Salzburg. Er wurde für zwei Spielzeiten an die Salzburger Reservemannschaft FC Liefering ausgeliehen. Dort erzielte er 22 Tore in 44 Spielen in der zweiten österreichischen Fußballliga. Im Januar 2021 debütierte er in der ersten Mannschaft von Red Bull Salzburg und gewann seitdem zwei österreichische Bundesligatitel und einen ÖFB-Cup. Leipzig holt sich also einen wahrlich bundesligatauglichen Stürmer ins Boot. Ob sie damit Bayern den Thron streitig machen können, wird sich zeigen.