Copa America Trophy

Copa América

Die Copa América vereint die besten südamerikanischen Mannschaften in einem einzigen Turnier. Neben dem Olympischen Fußballturnier ist sie einer der ältesten Wettbewerbe im Fußball: 1916 wurde die erste Copa organisiert – einen inoffiziellen Vorgänger gab es jedoch bereits 6 Jahre zuvor, im Jahr 1910. Das damalige „Campeonato Sudamericano de Fútbol“ zählte nur 3 teilnehmende Mannschaften. Nur langsam steigerte sich die Zahl und auch heute gehört das Turnier zu den kleineren: 12 Teams nehmen üblicherweise teil. Zu besonderen Anlässen können es auch mal 16 Mannschaften sein.

Bei einem so harten Wettbewerb sind viele Länder in Südamerika nicht umsonst dafür bekannt, Fußballtalente hervorgebracht zu haben. Stars aus Argentinien, Brasilien und Uruguay werden oft als die Fußballer mit der besten Technik bezeichnet und sind als gefährliche Torjäger bekannt. Größen wie Pelé, Maradona und Messi haben in der Vergangenheit bewiesen, dass der Kontinent voll von Ikonen der Fußballwelt ist.

Der Spielrhythmus war in der Geschichte des Turniers unregelmäßig. Mal wurde die Copa América über ein Jahrzehnt lang alle 2 Jahre ausgetragen. Zu Beginn gab es sogar jedes Jahr ein Turnier – und im Jahr 1959 gipfelte es mit zwei Turnieren innerhalb eines Jahres. In Zukunft soll der Rhythmus an die Fußballweltmeisterschaft angeglichen werden – die Copa América wird dann alle 4 Jahre stattfinden, immer zu geraden Jahreszahlen.

In der Geschichte der Copa América gab es einige Nationen, die besonders glänzen konnten. Allen voran gehören dazu die beiden Rekordmeister Argentinien und Uruguay. Die beiden Länder konnten die Copa jeweils 15 Mal für sich entscheiden. Vor allem Argentinien scheint seit seinem letzten Gewinn der Copa América auf einer echten Siegeswelle zu reiten. Direkt nach der Copa América 2021 folgte die Finalissima, der CONMEBOL-UEFA-Pokal der Champions 2022. Dabei trat die „Albiceleste“ gegen Europameister Italien an und gewann prompt auch diese Partie. Als krönender Abschluss der Saison folgte im Winter 2022 die WM in Katar. Was Messi in so vielen Jahrzehnten seiner Karriere nicht gelungen war, sollte nun endlich zur Realität werden: Die Nationalmannschaft von Argentinien gewann die größte Auszeichnung der Fußballwelt – die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft.

An all diesen Ereignissen zeigt sich deutlich: Der Einfluss der Copa América geht weit über die Grenzen Südamerikas hinaus. Die nächste Copa 2024 macht sogar mal wieder einen Ausflug in ein Land außerhalb Südamerikas: Sie wird in den USA ausgetragen.

Wir haben die Geschichte des interessanten Turniers zusammengefasst und sehen uns in diesem Beitrag die wichtigsten Fakten rund um die Copa América an. Zudem erfährst Du mehr über die Legenden des Turniers und wer über die Jahre Rekorde aufstellen konnte.

Grundwissen zur Copa América

Vor dem eigentlichen Beginn der Copa América gab es bereits einen inoffiziellen Vorgänger des Turniers: 1910 wurde zum ersten und einzigen Mal das „Campeonato Sudamericano“ in Argentinien ausgetragen. An dem Turnier nahmen 3 Mannschaften teil: Argentinien, Uruguay und Chile. Der Gastgeber Argentinien gewann.

  •   Der offizielle Start der Copa América war im Jahr 1916. Das Turnier lief damals unter dem Namen „Campeonato Sudamericano de Fútbol“. Organisator war wie heute die südamerikanische Fußball-Konföderation CONMEBOL.
  •   Die Copa América ist das älteste Fußballturnier in der Kontinent-weiten Größenordnung. Das Turnier um den Titel als südamerikanischer Fußballmeister ist nicht nur in Südamerika wichtig: International kommt es in der Rangliste direkt nach der WM und der EM.
  •   Die Teilnehmerzahl bei der Copa América schwankte über die Jahre stark. Anfangs waren es nur 3 oder 4 Mannschaften. Über die Jahre wurden immer mehr Nationen hinzugefügt, bis 1975 schließlich die über lange Zeit standardmäßigen 10 Teams erreicht waren. Ab 1993 wurden zusätzlich zu den 10 CONMEBOL-Mitgliedern 2 Gastmannschaften eingeladen. So konnte man mit 3 Gruppen zu je 4 Teams spielen.

·   1991 folgte eine Ergänzung zu den Turnieren der CONMEBOL: Ab da fand die Copa América der Frauen (Copa América Femenina) statt. Im ersten Jahr nahmen 3 Mannschaften an dem Turnier teil, heute sind es in der Regel 10 Teams. Seit 2006 wird das Turnier im Rhythmus von 4 Jahren ausgetragen, zum letzten Mal fand es 2022 statt. Brasilien ist mit 8 Titelgewinnen Rekordmeister der Copa América der Frauen.

Die packende Geschichte der Copa América

Offiziell startete der heute als Copa América bekannte Wettbewerb im Jahr 1916. Da wurde zum ersten Mal das „Campeonato Sudamericano de Fútbol“ organisiert, an dem 4 Nationalmannschaften teilnahmen. Eine Trophäe gab es bei der ersten Version des Turniers noch nicht – sie wurde erst 1917 gestiftet. Im selben Jahr wie der offizielle Start wurde die CONMEBOL (Confederación Sudamericana de Fútbol) von Argentinien, Brasilien, Chile und Uruguay gegründet. Sie ist damit der älteste kontinentale Fußballverband.

Von 1919 bis 1927 fand die Copa América jedes Jahr statt. In diesen Jahren nahmen maximal 5 Mannschaften an den Turnieren teil. 1942 waren es zum ersten Mal 7 Mannschaften, 1947 dann schon 8 Teams. Die Zahl der teilnehmenden Teams schwankte über die Jahre stark und auch die Austragungsjahre scheinen in den ersten Jahrzehnten keinem bestimmten Rhythmus zu folgen.

1975 kamen dann einige Änderungen auf das Turnier zu. In dem Jahr fand es erstmalig unter dem auch heute verwendeten Namen „Copa América“ statt. Nach 6 Jahren Pause – das letzte Turnier fand im Jahr 1968 statt – nahmen in dem Jahr zum ersten Mal mehr Teams teil, nämlich alle 10 Staaten der CONMEBOL. Die neue Copa América wurde nicht in einem Land ausgetragen, wie zuvor üblich, sondern in mehreren Mitgliedsstaaten. Zudem wurde der Spielmodus geändert: Zuvor wurde im Ligasystem gespielt, es spielte also jeder gegen jeden. Nun gab es eine Gruppenphase, der ein K.-o.-System mit Hin- und Rückspiel folgte. Peru ging als erster Sieger der neuen Copa América hervor.

Nur wenig später, nämlich im Jahr 1987, kehrte man wieder zu einem Land als Austragungsort zurück. In diesen Jahren kämpften Uruguay und Argentinien um den Titel als Rekordmeister. 1991 hatten beiden Nationen jeweils 13 Mal die Copa América gewonnen.

Im Jahr 2016 wurde ein besonderes Turnier zur Feier des 100-jährigen Jubiläums der CONMEBOL organisiert. Die Copa América Centenario fand vom 3. bis 26. Juni 2016 in den USA statt. An den Start gingen alle 10 Teilnehmer der südamerikanischen Vereinigung, sowie 6 Mannschaften der CONCACAF (Confederation of North, Central America and Caribbean Association Football), unter anderem die USA, Mexiko, Costa Rica und Jamaika. Im Finale traf Argentinien auf Chile – im Elfmeterschießen setzte sich schließlich Chile durch.

Ab der Copa América 2020 war ein Rhythmus von 4 Jahren geplant, also genau wie bei der Fußballweltmeisterschaft. Allerdings musste die 2020 geplante Copa aufgrund der Covid-Pandemie um ein Jahr verschoben werden. Die letzte Copa América fand somit im Jahr 2021 statt, wurde aber statt in Kolumbien und Argentinien in Brasilien ausgetragen.

Zeitleiste zur Copa América

  •   1910: Das „Campeonato Sudamericano“ wird ausgetragen, welches als inoffizieller Vorläufer der Copa América gilt.
  •   1916: Erstmalig findet das offizielle „Campeonato Sudamericano de Fútbol“ in Argentinien statt. Erster südamerikanischer Fußballmeister ist Uruguay. Im selben Jahr wird die CONMEBOL gegründet. Teilnehmer sind in den ersten Jahren Argentinien, Brasilien, Chile und Uruguay.
  •   1919 bis 1927: Das Turnier findet jährlich statt. Die teilnehmenden Mannschaften schwanken zwischen 4 und 5. Ab 1921 ist in manchen Jahren Paraguay dabei, ab 1926 Bolivien und ab 1927 Peru.
  •   1947: Zum ersten Mal nehmen 8 Teams an dem Turnier teil. Der Rhythmus der Austragung scheint in den ersten Jahrzehnten beliebig gewählt zu werden.
  •   1968: Das letzte Turnier vor einer 6-jährigen Pause gewinnt Gastgeber Uruguay.
  •   1975: Nach der Pause bekommt der Wettbewerb seinen neuen, heutigen Namen: Copa América. Ab da nehmen bei jedem Turnier 10 Mannschaften teil – und zwar alle Mitglieder der CONMEBOL. Statt in nur einem Land finden die Spiele der nächsten Turniere zudem in den verschiedenen Mitgliedsstaaten statt. Das bisherige Ligasystem wird von einer Gruppenphase plus K.-o.-System abgelöst. Peru wird südamerikanischer Meister.
  •   1987: Die Organisatoren kehren zu einem einzigen Land als Gastgeber und Austragungsort zurück. Argentinien und Uruguay dominieren in diesen Jahren das Geschehen. 1991 blicken beide Länder auf jeweils 13 Copa-America-Titel zurück.
  •   1991: Zusätzlich zum Männerturnier wird ab jetzt auch die Copa América der Frauen ausgetragen. Anfangs nehmen nur 3 Teams teil – heute sind es 10 Mannschaften. Das Turnier findet seit 2006 alle 4 Jahre statt. Rekordsieger ist Brasilien mit 8 Titeln.
  •   1993: Die teilnehmenden Mannschaften bei den Männern wird auf 12 Teams erhöht. Zusätzlich zu den 10 CONMEBOL-Mitgliedsstaaten werden nun in jedem Jahr 2 Gastmannschaften eingeladen. Oft spielt Mexiko mit, aber auch Japan, Australien und die USA waren schon bei der Copa América dabei.
  •   2016: Die Copa América Centenario als spezielles Turnier zum 100-jährigen Bestehen der CONMEBOL wird im Gastgeberland USA ausgetragen. Neben den 10 Mitglieder der CONMEBOL nehmen zudem 6 Mannschaften aus der CONCACAF teil. Chile gewinnt den Wettbewerb.
  •   2020: Die in Kolumbien und Argentinien geplante Copa América 2020 wird aufgrund der Covid-Pandemie um ein Jahr verschoben.
  •  2021: Die Copa América wechselt kurzfristig den Austragungsort nach Brasilien.

Ein Rückblick: Copa América 2021

Im Jahr 2021 fand die Copa América zum 47. Mal statt. Das Turnier wurde vom 13. Juni bis 10. Juli 2021 im neuen Gastgeberland Brasilien ausgetragen. Ursprünglich war diese Copa América bereits für 2020 geplant, musste allerdings pandemiebedingt verschoben werden. Das zerschlug auch die Pläne, das Turnier in 2 Ländern austragen zu lassen – geplant waren Kolumbien und Argentinien.

Die Teilnehmer bei der Copa América waren ganz klassisch die CONMEBOL-Staaten:

  •   Argentinien
  •   Bolivien
  •   Brasilien (Titelverteidiger)
  •   Chile
  •   Ecuador
  •   Kolumbien
  •   Paraguay
  •   Peru
  •   Uruguay
  •   Venezuela

Eigentlich sollten wie üblich zusätzlich zu diesen südamerikanischen Nationalmannschaften noch 2 Gastmannschaften dabei sein. Vorgesehen waren die Gewinner der letzten beiden Asien-Cups, Australien und Katar. Die sagten jedoch beide aufgrund von Terminschwierigkeiten ab, da zur gleichen Zeit die Qualifikationen für die nächste Weltmeisterschaft stattfanden. Für die Copa América 2021 blieb es deshalb bei den 10 Mannschaften der CONMEBOL.

Gespielt wurde in 2 Gruppen. Danach kamen die 4 besten Teams einer jeden Gruppe ins Viertelfinale. Am meisten Tore konnten Luis Díaz (Kolumbien) und Lionel Messi (Argentinien) erzielen, nämlich jeweils 4. Die beiden wurden, zusammen mit Neymar, auch zu den besten Spielern des Turniers ernannt. Das Endspiel fand im Maracanã Stadion in Rio de Janeiro statt.

Dabei trafen zwei alte Bekannte aufeinander: Argentinien und Brasilien. Für viele war es das Spannendste, was der Fußball seit Langem zu bieten hatte. Die Argentinier um Trainer Lionel Scaloni waren von Anfang an auf den Sieg fixiert. Und natürlich galt Lionel Messi als Star des Spiels. Allerdings kam es vor allem auf das perfekte Zusammenspiel der gesamten Mannschaft an. Und wer weiß, was ohne die Tore von Guido Rodríguez, Lautaro Martínez und Ángel Di María geschehen wäre…

Am Ende konnte Argentinien den Gastgeber Brasilien im Finale 1:0 besiegen. Nach 28 Jahren sicherte sich Argentinien so einen weiteren Titel – seit 1993 hatte das Land die Copa América nicht mehr gewonnen. Der Sieg markierte den 15. Titel der „Albiceleste“. Das Land ist damit jetzt gleichauf mit dem langjährigen, alleinigen Rekordsieger Uruguay.

Mit diesem Triumph durften die Argentinier nach Europa reisen. Sie traten nur Monate später, am 1. Juni 2022 beim CONMEBOL-UEFA-Pokal der Champions 2022 an, der auch Finalissima genannt wird. Gegner war Italien, der Gewinner der Europameisterschaft. Argentinien bezwang Italien scheinbar mühelos mit einem 3:0.

Zudem bekam die „Albiceleste“ damit einen Startplatz bei der WM 2022 in Katar – und gewann diese. Das ist der 3. WM-Titel für Argentinien und der erste für Messi. Zuletzt hatten die Südamerikaner den World Cup im Jahr 1986 gewonnen.

Die Copa América: Berühmte Spieler des Wettbewerbs

Viele südamerikanische Länder gelten als absolute Fußballnationen. Die überaus beliebte Sportart hat nicht umsonst über die Jahre einige Legenden aus diesem Teil der Erde kommen und gehen sehen. Wir sehen uns einige der bekanntesten der Copa América an.

Der Argentinier Lionel Messi ist nicht nur in seinem Heimatland als Ikone bekannt, sondern zählt auch international zu den größten Fußballern aller Zeiten. Er nahm an unzähligen Turnieren teil und gewann viele von ihnen. Die großen schienen ihm jedoch verwehrt zu bleiben: 4 Mal war er vor 2022 bei der WM dabei gewesen, 5 Mal bei der Copa América – bis es endlich doch klappte. 2021 gewann er die Copa América und holte sich im Folgejahr den letzten wichtigen Titel, der in seiner Karriere noch gefehlt hatte: die Weltmeisterschaft. Messi ist die ultimative Fußballlegende, wurde unter anderem 6 Mal FIFA-Weltfußballer des Jahres und ist anscheinend noch lange nicht fertig.

Als Nächstes müssen wir einen Brasilianer der alten Schule erwähnen: Tomás Soares da Silva, bekannt als Zizinho, war ab 1939 in der 1. Liga Brasiliens aktiv. Der Offensivspieler gewann mit seiner Nationalmannschaft die damalige Copa América, das Campeonato Sudamericano, im Jahr 1949. Im Folgejahr wurde er mit der brasilianischen Nationalmannschaft, für die er noch bis 1959 spielte, bei der Weltmeisterschaft 1950 in Brasilien Vize-Weltmeister. Gemeinsam mit dem Argentinier Norberto Méndez ist er bis heute Rekordtorschütze der Copa América: Hier konnte er in seiner Karriere 17 Tore erzielen. Auch in der Liste der Rekordspieler ist er vorne dabei und nimmt mit 33 absolvierten Spielen den 2. Platz hinter Messi und Sergio Livingstone ein. Fußballikone Pelé bezeichnete Zizinho sogar einmal als den besten Spieler aller Zeiten.

Aus der gleichen Generation wie Zizinho kommt auch unser nächster Copa-América-Star: Norberto Méndez aus Argentinien. Die beiden teilen sich bis heute den 1. Platz als Rekordtorschützen des Turniers. Bei verschiedenen Mannschaften aus Buenos Aires absolvierte er weit über 300 Spiele und gewann unter anderem die Primera División Argentina 3 Jahre in Folge. Gemeinsam mit der „Albiceleste“ war er außerdem bei der Copa América dabei und gewann auch diese 3 Mal in Folge von 1945 bis 1947.

Zum Abschluss ein weiterer Brasilianer: Ronaldinho war von 1999 bis 2013 bei der Nationalmannschaft Brasiliens aktiv und gilt bis heute als einer der besten Torschützen derselben. Gleich zu Anfang seiner Karriere in der Nationalmannschaft gewann er die Copa América 1999. In der darauffolgenden Weltmeisterschaft 2002 gewann er ebenfalls mit Brasilien. 2004 und 2005 wurde er von der FIFA zum Weltfußballer des Jahres gewählt und bekam zudem den Ballon d’Or verliehen.

Die Copa América: DAZN Bet-Quiz

Die Copa América ist das bedeutendste Fußballereignis in Südamerika – und auch weltweit gehört es zu den wichtigsten Turnieren des Sports. Doch welche Fakten kennst Du bereits über die südamerikanische Fußballmeisterschaft? Schau Dir unser Quiz an! Wer weiß, vielleicht lernst Du noch etwas dazu.

Welche Mannschaften spielen bei der Copa América?

Die Copa América ist die Meisterschaft von Südamerika – deshalb finden sich in der Teilnehmerliste auch primär die Nationalmannschaften südamerikanischer Länder. In den ersten Jahrzehnten nahmen nur wenige Teams teil, darunter meist Argentinien, Uruguay, Brasilien, Chile, Bolivien und Peru. Später kamen Ecuador, Kolumbien und Venezuela hinzu. Um auf 12 Mannschaften zu kommen, was besser für das K.-o.-System ist, werden seit einigen Turnieren 2 Gastmannschaften eingeladen. Oft sind das Mexiko und die USA. Unter anderem waren aber auch Costa Rica, Japan, Jamaika und Haiti bereits bei der Copa América dabei.

Wer ist der erfolgreichste Spieler in der Geschichte der Copa América?

Geht es um die meisten Tore, so liegen Norberto Méndez (Argentinien) und Zizinho (Brasilien) vorn: Die beiden konnten in ihrer Copa-América-Karriere jeweils 17 Tore erzielen. Danach kommen Teodoro Fernández (Peru) und Severino Varela (Uruguay) mit jeweils 15 Treffern. Am häufigsten dabei waren Sergio Livingstone als Torwart für Chile und Lionel Messi als Stürmer für Argentinien: Je 34 Spiele haben die beiden in dem Turnier absolviert.

Welche Mannschaft hat bei der Copa América am häufigsten gewonnen?

Uruguay und Argentinien teilen sich den Titel als Rekordmeister der Copa América: 15 Mal haben die beiden Mannschaften bisher jeweils gewonnen. Argentinien konnte erst im Jahr 2021 aufholen – zuvor war Uruguay seit 2011 für viele Jahre allein auf dem ersten Platz. Argentinien konnte zudem 14 Mal den 2. Platz holen, Uruguay dagegen nur 6 Mal. Aus der Liste der CONMEBOL-Staaten konnten lediglich Ecuador und Venezuela kein einziges Mal das Turnier gewinnen – alle anderen Nationen haben zumindest einmal die Copa América für sich entschieden.

Wer war der Rekordtorschütze der Copa América 2021?

Bei der letzten Copa América im Jahr 2021 führten Lionel Messi und Luis Díaz die Liste der Rekordtorschützen an: Jeweils 4 Mal trafen der Argentinier und der Kolumbianer für ihre Mannschaften. Die ewige Liste der Rekordtorschützen pro Turnier führen gleich 3 Spieler an: Jair Rosa Pinto (Brasilien), Javier Ambrois (Uruguay) und Humberto Maschio (Argentinien) schafften jeweils 9 Tore in einem einzigen Turnier. Auch Nicolás Falero (Uruguay), Rodolfo Micheli (Argentinien) und Pelé (Brasilien) schafften mit jeweils 8 Treffern viele Tore in einem einzigen Turnier.

Unsere Prognosen: Copa América 2024

Im Jahr 2024 soll die Copa América zum 48. Mal in ihrer Geschichte ausgespielt werden. Startdatum für das Turnier wird der 10. Juni 2024 sein. Das Endspiel ist für den 12. Juli 2024 angesetzt. Knapp ein Monat des großen Fußballs warten so auf die Fans in aller Welt.

Eigentlich wäre nach der ursprünglichen, alphabetischen Reihenfolge Ecuador an der Reihe. Das Gastgeberland der Copa América rotiert nämlich in jedem Jahr, wobei es in der Geschichte des Turniers jedoch auch zahlreiche Unregelmäßigkeiten gab. Zuletzt war das der Fall bei der Copa 2021, die von der Pandemie etwas durcheinandergebracht wurde. Und auch für die nächste Copa 2024 kommt nicht der eigentliche Gastgeber in der Liste zum Zug: Ecuador lehnte ab und hat sich dazu entschlossen, das Turnier nicht auszurichten. Stattdessen wird die Copa América 2024 nun in den USA stattfinden.

Das gibt uns einen starken Flashback: Bereits im Jahr 2016 wurde die Copa América Centenario in den Vereinigten Staaten durchgeführt. Das Turnier damals war jedoch ein besonderes und feierte das 100-jährige Bestehen des Turniers und der CONMEBOL. Überdies waren 2016 anstatt der bei der Copa üblichen 12 Mannschaften 16 Teams eingeladen.

Bei der Copa América 2024 nehmen wieder die 10 Mitglieder der CONMEBOL teil:

  • Argentinien (Titelverteidiger)
  • Bolivien
  • Brasilien
  • Chile
  • Ecuador
  • Kolumbien
  • Paraguay
  • Peru
  • Uruguay
  • Venezuela

Zusätzlich kommen 6 Mannschaften der CONCACAF hinzu. Welche das sind, soll bei der CONCACAF Nations League entschieden werden. Die findet von 2. Juni 2022 bis 28. März 2023 statt. 41 Mannschaften nehmen an dieser Liga teil.

Die Copa América wird 2024 nicht von der CONMEBOL allein organisiert, sondern in Zusammenarbeit mit der CONCACAF. In Zukunft wollen die beiden Verbände noch enger kooperieren. Auch im Frauenfußball beabsichtigen die beiden Verbände, in den nächsten Jahren einiges voranzubringen.

Der Standort USA wurde nicht zuletzt als Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft gewählt, die 2026 in Nordamerika stattfinden wird.

Wer bei der Copa América 2024 als Favorit auftreten wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt nur schwer zu sagen. Altstar Argentinien hat es 2021 nach vielen Jahren endlich wieder zum Sieg geschafft und scheint mit dem Team rund um die beiden Lionels (Stürmer Messi und Trainer Scaloni) so gut in Form wie schon lange nicht mehr. Doch auch der zweite Rekordsieger Uruguay und Gewinner der vorangegangenen Copa, Brasilien, könnten sich 2024 stark zeigen. Und dann sind da ja noch die 6 Mannschaften der CONCACAF. Wir sind jedenfalls gespannt und freuen uns darauf zu sehen, wie sich das geschichtsträchtige Turnier in Zukunft entwickeln wird.