Eishockey

Eishockey in den USA und Kanada

Eishockey kennen wir in Deutschland hauptsächlich als den Nationalsport von Kanada schlechthin. Doch auch in den USA nimmt Hockey einen wichtigen Stellenwert ein und gehört zu einer der beliebtesten Sportarten des Landes. Wo genau die Anfänge des Eishockeys liegen – war es nun Europa oder tatsächlich Nordamerika – ist nicht ganz klar. Fest steht jedoch: Heute ist Eishockey in Nordamerika so beliebt, wie nirgends anders auf der Welt.

Aus dem Grund finden sich in den beiden Ländern auch die meisten Ligen und Wettbewerbe rund um den Sport. Die Nachwuchsförderung wird ernst genommen: Zahlreiche Ligen für die Junioren geben den jungen Talenten die Möglichkeit, sich in dem Sport zu beweisen. So haben schon zahlreiche Spieler ihren Weg in die bekannteste Eishockeyliga der Welt gefunden – die NHL.

Die National Hockey League gilt als die populärste und bedeutendste Liga in der Sportart – nicht nur in den USA und Kanada, sondern auch international. Wer es in die NHL schafft, hat es als Eishockeyspieler geschafft – das ultimative Ziel der Karriere, der Stanley Cup, ist dann in greifbarer Nähe. Sowohl die Liga als auch der Stanley Cup blicken auf eine lange Geschichte zurück. Vor mehr als einem Jahrhundert wurden die beiden eingeführt und haben sich seitdem gewandelt, sind mit der Zeit gegangen und haben die Jahrzehnte überstanden. Heute genießt das Eishockey den Zuspruch einer soliden Fangemeinde. Weltweit verfolgen Zuschauer die wichtigsten Ligen und fiebern mit den Stars mit. Über die Jahre haben es zudem einige deutsche Spieler in die NHL geschafft, allen voran Dany Heatley, Leon Draisaitl und Marco Sturm. 

Diese absolute Profiliga im Eishockey ist jedoch bei Weitem nicht die einzige. In Nordamerika finden sich zahlreiche andere professionelle und semiprofessionelle Ligen. Und anderem gibt es da die American Hockey League (AHL), die East Coast Hockey League (ECHL), die Canadian Hockey League (CHL) und die United States Hockey League (USHL). Zusätzlich finden jede Saison die All-Star-Games statt, die als Freundschaftsspiele außerhalb der NHL ausgeführt werden.

Über die Jahre hat sich das Eishockey sehr gewandelt. Vor einem Jahrhundert spielte man ausschließlich auf Natureis. Das ist sicher ein Grund dafür, warum die Sportart gerade in Kanada und in kälteren Teilen der USA so beliebt ist. Zudem dachte damals noch niemand daran, einen Helm oder eine Maske zu tragen. Das hat sich über die Jahre jedoch nicht nur zur alltäglichen Praxis durchgesetzt, sondern es sogar bis in die Regelbücher geschafft.

Hört sich spannend an, oder? In diesem Beitrag haben wir für Dich die Geschichte des Eishockeys in den USA und Kanada analysiert. Wir stellen Dir die wichtigsten Fakten vor, nennen einige Rekordhalter und testen Dein Wissen in unserem Pop-Quiz!

Grundwissen zum Eishockey in den USA und Kanada

  • Die erste Liga in Kanada, die Amateur Hockey Association of Canada (AHAC), wurde bereits 1886 gegründet. Die weltweit bekannte National Hockey League (NHL), die auch heute noch aktiv ist, gibt es seit dem Jahr 1917.
  • Der Stanley Cup existiert seit 1893, damals jedoch noch nicht in der heutigen Art. In seiner heutigen Form gibt es ihn seit 1927. Seitdem wird er an den Playoff-Gewinner der NHL verliehen. Zuvor hatten auch die Gewinner anderer Ligen die Chance, den Cup zu gewinnen.
  • Die NHL ist bis heute die wichtigste Liga im Eishockey weltweit. In Kanada ist die Sportart die ungeschlagene Nummer 1, in den USA gehört sie mit Baseball, Basketball und American Football zu den 4 beliebtesten Ligen des Landes.
  • Im ersten Jahr der NHL – 1917 – nahmen lediglich 4 Mannschaften an der Liga teil. Ab 1924 wurde die Anzahl der Teams erhöht: Nun waren 8 Teams dabei. In dem Jahr wurden auch zum ersten Mal Franchises aus den USA zugelassen. In der Saison 2021/21 trat erstmalig eine Höchstzahl von 32 Mannschaften an – 25 kamen aus den USA, 7 aus Kanada.
  • Die Mannschaften beim Eishockey nennen sich auch Franchises. Sie sind aufgebaut wie kleine Wirtschaftsunternehmen. Sie haben meist einen Besitzer, der wechseln kann, und auch Standort und sogar Name können sich ändern.
  • Über die Jahre haben sich der Spielmodus und die Regeln um einiges geändert. So spielte man am Anfang auch in den professionellen Eishockeyligen auf natürlichem Eis. Die Torhüter spielten grundsätzlich ohne Maske und auch eine Helmpflicht gab es für lange Zeit nicht.
  • Anfangs war die NHL eine Liga, die lediglich auf Nordamerika und die Spieler aus der Region beschränkt war. Über die Jahre wurde der Wettbewerb allerdings immer internationaler – mittlerweile nehmen auch Eishockeytalente aus vielen anderen Ländern für kanadische und US-Teams teil, unter anderem auch aus Deutschland. Zudem finden die Eröffnungsspiele immer in einem anderen Land statt, darunter etwa auch Japan, Schweden und Tschechien.
  • Von Anfang an und bis heute ist die NHL keine offene Liga – es gibt also keine Auf- und Absteiger. Neue Teams qualifizieren sich, indem sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Ist dies der Fall, werden offiziell in die nächste Saison der Liga eingeladen. 

Die lange Geschichte des Eishockeys in den USA und Kanada

Die Geschichte des Eishockeys in den USA und Kanada ist eng miteinander verbunden. Die Anfänge reichen dabei bereits in das 19. Jahrhundert zurück. So wurde die Amateur Hockey Association of Canada (AHAC) im Jahr 1886 gegründet. Diese Amateurliga ist eine der ältesten bekannten Ligen im Eishockey und gewissermaßen der Vorgänger der heutigen NHL. Nur wenige Jahre später wurde im Jahr 1893 der Stanley Cup in seiner ursprünglichen Form ins Leben gerufen.

Zur folgenden Jahrhundertwende und im Jahrzehnt danach gab es eine Menge Ereignisse und Veränderungen im Eishockey in Kanada. Es wurden unterschiedliche Assoziationen und Ligen gegründet, eine löste ständig eine neue ab. Wir gehen deshalb nicht im Detail auf alle Einzelheiten ein, sondern heben nur die wichtigsten im Folgenden hervor.

Im Jahr 1898 wurde die AHAC von der Canadian Amateur Hockey League abgelöst. Die Mannschaften, die bei der Liga mitspielten, kamen überwiegend aus dem französischen Teil Kanadas, nämlich Montreal, Quebec und Ottawa. Diese Liga bestand nur bis 1905. Danach gab es für ein Jahr die Eastern Canada Amateur Hockey League, die dann aber 1906 zur Eastern Canada Amateur Hockey Association wurde. Die im Jahr 1909 ins Leben gerufene Canadian Hockey Association schaffte es nicht mal durch eine ganze Saison und wurde sofort wieder abgeschafft.

Direkt nach dieser turbulenten Zeit kam etwas mehr Stabilität in den kanadischen Eishockeysport. 1910 wurde nämlich die National Hockey Association (NHA) gegründet. Die gab es fast ein ganzes Jahrzehnt, bis schließlich die NHL gegründet wurde. Die Liga entwickelte sich schnell zu der bedeutendsten Liga im professionellen Eishockey. Für den Amateurbereich des Sports in Kanada war ab 1914 die Canadian Amateur Hockey Association (CAHA) zuständig.

1917 markiert das Jahr der Gründung der NHL. In den ersten Jahren fand die Liga jeweils mit nur 4 Teams statt, alle aus Kanada. Die Zahl der Mannschaften wurde 1924 zum ersten Mal erhöht – nun nahmen 8 Franchises teil. Ab da war auch erstmals ein Franchise aus den Vereinigten Staaten von Amerika dabei. In den Folgejahren wurden immer mehr US-Teams zur NHL hinzugefügt. So fanden sich in den ersten Jahren Teams aus Boston, Pittsburgh und New York in der Liga.

Ab der Saison 1926/27 wurde dann der Stanley Cup fest in der NHL verankert. Auch vorher wurde „The Cup“ bereits an Teams vergeben, die professionelle Ligen gewannen – allerdings konnte damals auch ein Franchise außerhalb der NHL den Titel holen. Das änderte sich jedoch in dieser Saison. Ab nun wurde der Stanley Cup bei den Playoffs der NHL ausgespielt – das ist bis heute so.

Die 1930er brachten für die NHL eine Krise nach der anderen mit sich. Immer wieder brachen Streitigkeiten aus, die am Ende zu Umzügen führten. Einige Teams zogen sich in dieser Zeit komplett aus der NHL zurück oder wanderten in andere Ligen ab.

Inmitten dieser Unstimmigkeiten ging es interessanterweise in den USA mit dem Eishockey nach oben. Im Jahr 1936 wurde die American Hockey League (AHL) gestartet. Die war bereits damals – und ist bis heute – die zweithöchste Liga in Nordamerika. In der ersten Saison 1936/37 nahmen daran 8 Teams teil. 1937 wurde zudem die Amateur Hockey Association of the United States (AHAUS) in New York gegründet. 

In der NHL blieben Anfang der 1940er mit den sogenannten „Original Six“ nur noch 6 Mannschaften in der Liga. Bis 1966 blieb es über mehr als 2 Jahrzehnte bei diesen Teams – es wurden keine Franchises hinzugefügt oder ausgetauscht. Bis zum heutigen Tag sind diese 6 Teams in der NHL dabei:

  • Boston Bruins
  • Chicago Blackhawks
  • Detroit Red Wings
  • New York Rangers
  • Montréal Canadiens
  • Toronto Maple Leafs

Ab 1967 wurde die NHL dann endlich wieder erweitert. Ab nun nahmen 12 Teams teil.

Ende der 1970er erfolgte eine Fusion mit der World Hockey Association (WHA). Das sorgte für mehr Franchises: In der Saison 1980/81 traten infolgedessen 21 Mannschaften an. In dieser Zeit kam auch Hockey-Ikone Wayne Gretzky groß heraus. Er gilt bis heute als einer der bedeutendsten Stars des Eishockeysports.

In den 90ern folgten mehr Erweiterungen und kurz vor der Jahrtausendwende traten in der NHL 28 Mannschaften gegeneinander an.

Sowohl in den USA als auch in Kanada folgten Anfang der 1990er Veränderungen und Fusionen. Im Jahr 1991 wurde aus der AHAUS USA Hockey. In Kanada wurde im Jahr 1994 aus der CAHA und der CHA das heute noch offizielle Hockey Canada.

Zu Beginn der 2000er schien das Publikum das Interesse am nordamerikanischen Eishockey zu verlieren. Die NHL reagierte darauf und wurde international aktiv. Seitdem finden die Eröffnungsspiele in anderen Ländern statt. Zu den ersten Austragungsorten gehörten Tokio, Stockholm und Prag.

Auch in den USA geschah einiges: 2001 fusionierte die AHL mit der International Hockey League. Im Zuge dessen wurde die AHL auch an die NHL angegliedert. Heute wird die AHL als sogenannte Minor League klassifiziert, zählt aber immer noch zu den wichtigsten Ligen im Eishockey.

In der Saison 2021/22 wurde ein weiteres Team in die NHL aufgenommen – mit 32 Franchises erreichte die NHL ihre aktuelle Rekordnummer an teilnehmenden Franchises.

Neben der NHL und der AHL gibt es zahlreiche andere Ligen im nordamerikanischen Hockey, unter anderem auch für den Nachwuchs. Daneben ist überdies die Canadian Hockey League (CHL) eine der bedeutendsten in dem Bereich.

Die wichtigsten Ereignisse im Eishockey in den USA und Kanada

  • 1886: Die Amateur Hockey Association of Canada (AHAC) wird als eine der ersten Amateurligen für Eishockey in Nordamerika gegründet.
  • 1893: Der Stanley Cup wird ins Leben gerufen. Damals wird der Cup noch unter Teams aus verschiedenen Ligen und Wettbewerben ausgespielt.
  • 1898: Die Canadian Amateur Hockey League löst die AHAC ab. Dort spielen vor allem Franchises aus dem französischen Teil Kanadas, unter anderem Montreal, Quebec und Ottawa. 
  • Ab 1905: Die Canadian Amateur Hockey League wird abgeschafft. Danach kommen die Eastern Canada Amateur Hockey League, die Eastern Canada Amateur Hockey Association und schließlich die Canadian Hockey Association. Keine schaffe es mehr als ein paar Jahre, bevor sie wieder gestoppt wird.
  • 1910: Die National Hockey Association (NHA) wird gegründet. 
  • 1914: Die Canadian Amateur Hockey Association (CAHA) ist ab jetzt für den Amateurbereich des Sports zuständig.
  • 1917: Es folgt die Gründung der NHL. In den ersten Jahren sind nur 4 Teams bei der Liga dabei, über die Jahre werden mehr hinzugefügt.
  • 1924: Zum ersten Mal dürfen neben kanadischen auch US-Franchises bei der NHL dabei sein. In dem Jahr machen bereits 8 Mannschaften bei der Liga mit.
  • 1926: Der Stanley Cup ist ab jetzt ein fester Bestandteil der NHL. Der Gewinner der Playoffs gewinnt gleichzeitig auch den Stanley Cup.
  • 1930er: In den Krisenjahren der NHL wandern immer mehr Franchises ab, es gibt Unstimmigkeiten und die Liga wird kleiner.
  • 1936: Das US-amerikanische Eishockey floriert mit der American Hockey League (AHL) und der Amateur Hockey Association of the United States (AHAUS). Bis heute ist die AHL die zweitwichtigste Liga im nordamerikanischen Eishockey.
  • 1940er: Die NHL ist so klein, wie schon lange nicht mehr. Nur 6 Mannschaften nehmen in diesen Jahren an der Liga teil. Diese nennen sich „Original Six“ und sind bis heute noch in der NHL vertreten. Sie sind: Boston Bruins, Chicago Blackhawks, Detroit Red Wings, New York Rangers, Montréal Canadiens, Toronto Maple Leafs.
  • 1970er: Über die nächsten Jahre wird die NHL wieder erweitert. Zuerst nehmen 12 Teams teil, mit der Fusion mit der World Hockey Association (WHA) werden es danach immer mehr.
  • 1980/81: Zum ersten Mal nehmen 21 Mannschaften an der NHL teil. In dieser Zeit steigt Wayne Gretzky als Star der Sportart auf und wird als erster Hockeyspieler so richtig berühmt.
  • 1990er: Anfang der 1990er sind schließlich 28 Franchises bei der NHL dabei. Nach weiteren Fusionen und Veränderungen entstehen das heutige USA Hockey und Hockey Canada. 
  • 2001: Die AHL wird in die NHL eingegliedert. Im Zuge dessen kommen mehr neue Franchises hinzu.
  • 2021/22: Ein weiteres Team kommt hinzu – nun nehmen 32 Mannschaften an der NHL teil. 

Eine neue Saison: NHL 2022/23

Die Saison 2022/23 der NHL ist offiziell die 106. Spielzeit der Liga. Sie ist, wie üblich, in die reguläre Saison und die Playoffs unterteilt. Die reguläre Saison begann am 7. Oktober 2022 und wird aller Voraussicht nach am 13. April 2023 beendet werden. 

In der vergangenen NHL Saison 2021/22 wurde mit den Seattle Kraken erstmalig ein 32. Team eingeführt – das wurde auch in der neuen Saison 2022/23 so beibehalten. Das Teilnehmerfeld umfasste demnach wieder 32 Mannschaften, die in der regulären Saison gegeneinander antraten bzw. aktuell immer noch antreten.

Die folgenden Mannschaften befanden sich zu Beginn der NHL 2022/23 im Teilnehmerfeld:

NHL Eastern Conference:

  • Carolina Hurricanes
  • New Jersey Devils
  • New York Rangers
  • Boston Bruins
  • Toronto Maple Leafs
  • Tampa Bay Lightning
  • Washington Capitals
  • Pittsburgh Penguins
  • New York Islanders
  • Buffalo Sabres
  • Florida Panthers
  • Ottawa Senators
  • Philadelphia Flyers
  • Detroit Red Wings
  • Montreal Canadiens
  • Columbus Blue Jackets

NHL Western Conference:

  • Dallas Stars
  • Winnipeg Jets
  • Minnesota Wild
  • Vegas Golden Knights
  • Seattle Kraken
  • Los Angeles Kings
  • Edmonton Oilers
  • Colorado Avalanche
  • Calgary Flames
  • Nashville Predators
  • St. Louis Blues
  • Vancouver Canucks
  • San Jose Sharks
  • Arizona Coyotes
  • Anaheim Ducks
  • Chicago Blackhawks

Die Saison startete mit der NHL Global Series. Hierbei traten die ersten beiden Mannschaften – die San Jose Sharks und die Nashville Predators – in Prag gegeneinander an.

Als neuer Star ist Juraj Slafkovský bei den Montreal Canadiens dabei. Der slowakische Spieler wurde beim NHL Entry Draft 2022 als Draft Pick gewählt und ist damit der erste Landsmann, dem dies gelingt. Die anderen Top Picks waren Šimon Nemec (New Jersey Devils), Logan Cooley (Arizona Coyotes), Shane Wright (Seattle Kraken) und Cutter Gauthier (Philadelphia Flyers).

Als Titelverteidiger zeigte Colorado Avalanche einen starken Start. Im Vorfeld wurde das Franchise als einer der Favoriten für den diesjährigen Titel gehandelt. Doch auch andere Mannschaften könnten in diesem Jahr eine Chance haben – darunter einige Überraschungen.

Ein vielversprechender Favorit in der Eastern Conference sind die Carolina Hurricanes. Das wäre das erste Mal seit 2006, dass das Franchise den Stanley Cup gewinnen könnte.

Aber auch die Edmonton Oilers könnten Anwärter für den Titel in diesem Jahr sein. Zwar schieden die Oilers in der letzten Saison bereits im Western-Conference-Finale aus, das allerdings gegen die Gewinner der Saison, Colorado Avalanche. Wie auch in den Jahren zuvor startete Connor McDavid mit den Edmonton Oilers stark in die reguläre Saison. Mit 93 Punkten bisher führt er die Liste der Top-Scorer wieder einmal an. Die Edmonton Oilers haben aber noch einen weiteren starken Spieler: Der deutsche Leon Draisaitl konnte bis jetzt bereits 76 Punkte erzielen. Vielleicht wird er der nächste Deutsche sein, der einen Stanley Cup gewinnt. Letzte NHL-Saison 2021/22 konnte Nico Sturm mit Colorado Avalanche die Trophäe mit nach Hause nehmen. 

Mit der regulären Saison in vollem Gange, ist im Moment noch alles offen bei der NHL 2022/23. Ob sich am Ende eines der Favoriten-Teams durchsetzen kann, steht noch in den Sternen. Vielleicht setzt sich am Ende ja auch eines der in der Vergangenheit schwächeren Teams durch? Wir bleiben gespannt!

Eine neue Saison: Canadian Hockey League 2022/23

Die Canadian Hockey League (CHL) fungiert als Dachorganisation für die Major Leagues der Hockey-Junioren. Darin spielen die besten Nachwuchstalente – für viele ist die CHL der Einstieg in die NHL. Zur CHL zählen im Moment 3 Ligen in Kanada:

  • Western Hockey League (WHL)
  • Ontario Hockey League (OHL)
  • Quebec Major Junior Hockey League (QMJHL)

Die Spieler in diesen Ligen sind zwischen 15 und 20 Jahre alt. Die meisten kommen aus Kanada und den USA, es gibt jedoch auch immer einige Importe aus europäischen Ländern.

Die CHL umfasst in ihren 3 Ligen insgesamt 60 Teams. 52 davon stammen aus Kanada, die restlichen 8 Franchises sind aus den USA. Nach dem Ende der einzelnen Ligen treten die Sieger im Memorial Cup gegeneinander an – so wird der nationale Gewinner ermittelt. Der finale Wettbewerb in der Saison 2023 ist zwischen dem 27. Mai und 4. Juni in Kamloops, British Columbia angesetzt. Neben den Siegern der Junior-Hockeyligen tritt als 4. Team der Host des Jahres, Kamloops Blazers, an.

In der WHL gingen in der regulären Saison 2022/23 die folgenden Franchises an den Start:

  • Seattle Thunderbirds
  • Kamloops Blazers
  • Portland Winterhawks
  • Everett Silvertips
  • Tri-City Americans
  • Prince George Cougars
  • Vancouver Giants
  • Kelowna Rockets
  • Victoria Royals
  • Spokane Chiefs
  • Winnipeg Ice
  • Red Deer Rebels
  • Saskatoon Blades
  • Moose Jaw Warriors
  • Lethbridge Hurricanes
  • Calgary Hitmen
  • Swift Current Broncos
  • Regina Pats
  • Brandon Wheat Kings
  • Medicine Hat Tigers
  • Prince Albert Raiders
  • Edmonton Oil Kings

Neben den Kamloops Blazers werden die Seattle Thunderbirds und die Everett Silvertips als die Favoriten der Liga gehandelt. Die Kamloops Blazers haben als Gastgeber bereits einen festen Startplatz im Memorial Cup. 

Die OHL besteht in der Saison 2022/23 wieder aus 20 Teams:

  • Ottawa 67’s
  • North Bay Battalion
  • Barrie Colts
  • Peterborough Petes
  • Mississauga Steelheads
  • Hamilton Bulldogs
  • Kingston Frontenacs
  • Sudbury Wolves
  • Oshawa Generals
  • Niagara IceDogs
  • Windsor Spitfires
  • London Knights
  • Sarnia Sting
  • Owen Sound Attack
  • Saginaw Spirit
  • Flint Firebirds
  • Guelph Storm
  • Kitchener Rangers
  • Sault Ste. Marie Greyhounds
  • Erie Otters 

Vor dem Start der Liga galten Guelph Storm, Flint Firebirds, Peterborough Petes und Mississauga Steelheads als die Favoriten der jeweiligen Divisions.

Als letzte Liga der CHL tritt die QMJHL mit 18 Franchises an den Start:

  • Halifax Mooseheads
  • Moncton Wildcats
  • Acadie–Bathurst Titan
  • Charlottetown Islanders
  • Cape Breton Eagles
  • Saint John Sea Dogs
  • Quebec Remparts
  • Rimouski Océanic
  • Chicoutimi Saguenéens
  • Baie-Comeau Drakkar
  • Gatineau Olympiques
  • Rouyn-Noranda Huskies
  • Val-d’Or Foreurs
  • Blainville-Boisbriand Armada
  • Sherbrooke Phoenix
  • Victoriaville Tigres
  • Shawinigan Cataractes
  • Drummondville Voltigeurs

Nach den Platzierungen und Punkten der vorangegangenen Saison sind die Gatineau Olympiques und die Quebec Remparts vielversprechende Mannschaften der QMJHL.

Neben dem eigentlichen Memorial Cup werden im Rahmen des Wettbewerbs einige weitere Auszeichnungen verliehen. Unter anderem gibt es Trophäen für den Top-Scorer und den besten Torhüter. Und auch ein All-Star-Team wird gewählt.

Ob sich der Gastgeber Kamloops Blazers im Memorial Cup durchsetzen kann, wird sich bald zeigen.

Eishockey in den USA und Kanada: DAZN Bet-Quiz

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Wie viele kanadische Franchises sind bei der NHL dabei? 

Insgesamt nehmen seit der Saison 2021/22 32 Mannschaften teil. Der Großteil stammt dabei aus den USA. Nur 7 Franchises kommen aus Kanada. Das war aber nicht immer so. Als die NHL im Jahr 1917 gegründet wurde, bestand die Liga ausschließlich aus kanadischen Teams – die meisten von ihnen aus dem französischen Teil des Landes. Erst im Jahr 1924 wurden zum ersten Mal US-amerikanische Franchises in den Wettbewerb aufgenommen. Über die Jahre hat sich die Zahl dann stetig erhöht.

Wer ist der erfolgreichste Spieler der NHL?

Geht es um Rekorde, ist Wayne Gretzky ganz vorne mit dabei. Der führt zahlreiche Rekordlisten an und ist unter anderem der Top-Scorer der ewigen Liste der NHL: 894 Tore konnte der Kanadier erzielen. Der Center aus Ontario ist in vielerlei Hinsicht der Beste in der NHL. Er konnte in seiner Karriere die meisten Hattricks und die meisten Empty Net Goals erzielen. Zudem liegt er mit 2.857 Punkten in seiner gesamten Karriere ganz vorne.

Auch in der CHL werden jede Saison die besten Scorer ermittelt. Der mit den meisten Punkten in der Liste ist der Kanadier Brad Richards. In der Saison 1999/00 konnte er 186 Tore erzielen und ist damit Spitzenreiter. Er spielte damals für Rimouski Océanic in der QMJHL.

Wer waren die Stars der NHL 2021/22?

Der Top-Scorer der Saison 2021/22 ist Connor McDavid von den Edmonton Oilers. Er konnte 123 Punkte erzielen und gewann somit die Art Ross Trophy – seine 4. Trophäe in den vergangenen Jahren. Den 2. Platz als Top-Scorer teilen sich Johnny Gaudreau von den Calgary Flames und Jonathan Huberdeau von den Florida Panthers mit jeweils 115 Punkten. Bester Rookie-Scorer war Michael Bunting von den Toronto Maple Leafs mit 63 Punkten. Als MVP wurde der US-Spieler Auston Matthews ausgewählt, der gleichzeitig zum besten Torjäger der Liga gewählt wurde. 

Gewinner der Liga waren Colorado Avalanche, die sich im Playoff-Finale gegen Tampa Bay Lightning durchsetzen konnten. Mit Colorado Avalanche konnte zudem auch mal wieder ein Deutscher den Stanley Cup gewinnen: Nico Sturm war 2021/22 bei dem Franchise aktiv.

Wer ist der Favorit der CHL 2022/23?

Im Rahmen des Memorial Cup der CHL kommen die besten Teams aus den 3 Major Leagues der Junioren in Kanada zusammen. Die Ligen sind noch im vollen Gange in ihren regulären Saisons. Zu diesem Zeitpunkt ist es deshalb unmöglich, eine Vorhersage zu treffen. Vorzeitig für den Memorial Cup qualifiziert haben sich die Kaloomps Blazers, die gleichzeitig auch Gastgeber des diesjährigen Cups in British Columbia sind. Das Franchise gilt gleichzeitig als ein heißer Favorit auf den diesjährigen Titel. Ob sich das Team am Ende auch wirklich durchsetzen kann, wird sich im Juni zeigen.