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Darts-Weltmeisterschaften

Bei der Sportart Darts gibt es verschiedene Möglichkeiten, Weltmeister zu werden. Hier findet nämlich nicht nur eine Darts-WM statt, sondern gleich zwei: die PDC und die WDF Championships. Anstatt letzterer gab es bis vor ein paar Jahren die BDO World Darts Championship. Na, schon verwirrt?

Prinzipiell begann alles mit der BDO World Darts Championship. Die existiert aber heute so nicht mehr – an ihre Stelle trat 2022 die neue WDF World Championship. Die World Championship der PDC hat demnach eine längere Geschichte: Seit 1994 wird diese WM bereits ausgetragen, fast immer im selben Modus. Gemeinhin gilt sie als die bekanntere und wichtigere in der Welt des Darts. Zudem sagt man ihr nach, mehr Prestige zu haben.

Nicht zuletzt könnte das auch am Preisgeld liegen – da unterscheiden sich die beiden Meisterschaften nämlich gewaltig. Während bei der WDF „nur“ 300.000 Pfund im Topf für alle Gewinner sind, werden bei der PDC ganze 2,5 Millionen Britische Pfund ausgeschüttet. Das sorgt letztlich auch dafür, dass ein Startplatz bei der PDC bei Spielern sehr viel begehrter ist als die Teilnahme bei der WM der WDF.

Alle Darts-Weltmeisterschaften – sowohl die der Gegenwart, als auch die der Vergangenheit – haben ihre Basis in England. Allgemein ist die Nation bereits von Anbeginn der Weltmeisterschaften am stärksten vertreten. Die 1980er markieren den bisherigen Höhepunkt der Sportart: Besonders in England wurden die besten Spieler als regelrechte Stars verehrt.

Ab der Gründung der PDC und der Organisation ihrer eigenen Weltmeisterschaften hat das Dartspiel an Popularität gewinnen können. Heute gibt es zahlreiche Turniere und Meisterschaften, sowohl national und europaweit, als auch interkontinental. Dabei ist der Sport eher eine Männerdomäne. Trotzdem gab es im Laufe der Jahre auch die ein oder andere weibliche Ikone im Darts – wir denken da vor allem an Trina Gulliver und Lisa Ashton.

Die beiden verschiedenen Darts-WMs, sowie die vielen anderen Wettbewerbe sorgen dafür, dass der Darts sich heute zu einer gesellschaftstauglichen Sportart entwickelt hat. An Spannung fehlt es bei den Weltmeisterschaften auf keinen Fall. Der Sport kommt dabei ganz locker an den berühmten König Fußball heran.

Wir beschäftigen uns in diesem Beitrag mit der detaillierten Geschichte der Darts-Weltmeisterschaften und erklären Dir, wie diese entstanden sind. Zudem sehen wir uns einige bekannte Personen der Sportart an und treffen einige Prognosen für die nächsten Weltmeisterschaften.

Grundwissen zu den Darts-Weltmeisterschaften

  • Die ehemalige BDO Darts World Championship wurde 1978 erstmalig ausgetragen. Das Turnier wurde jedoch 2020 eingestellt und 2022 von der WDF als WDF Darts World Championship wieder aufgenommen.
  •   Die PDC World Darts Championship gibt es seit 1993/94. Sie besteht bis heute und wird von vielen als die „offizielle“ Darts-Weltmeisterschaft bezeichnet.
  •   Die beiden Weltmeisterschaften der WDF und der PDC gelten beide als professionelle Weltmeisterschaften im Dartsport. Sie konkurrieren miteinander und gehören zu den wichtigsten Turnieren der Welt im Darts.
  •   Ein gravierender Unterschied der beiden Wettbewerbe ist das Preisgeld: Während bei der WDF insgesamt „nur“ 300.000 Britische Pfund ausgeschüttet werden, sind es bei der PDC ganze 2,5 Millionen Pfund.
  •   Bei den jeweils ersten Meisterschaften der beiden Vereine nahmen 24 Spieler teil. Über die Jahre hat sich die Teilnehmerzahl bei beiden Wettbewerben erhöht. Bei der PDC World Darts Championship waren in den vergangenen Jahren immer 96 Teilnehmer am Start. Bei der ersten Auflage der WDF Championship waren 48 Herren und 24 Damen dabei.
  •   Im Jahr 2010 wurde die PDC Women’s World Darts Championship in das Repertoire aufgenommen – es sollte aber die einzige Frauen-Weltmeisterschaft der PDC bleiben. 32 Spielerinnen nahmen daran teil, von denen die US-Amerikanerin Stacy Bromberg als Gewinnerin hervorging. Im Jahr 2019 waren bei der PDC-Weltmeisterschaft zum ersten Mal zwei weibliche Spielerinnen mit dabei.
  •   Besonders begehrenswert ist der sogenannte „Nine dart finish“: Der Spieler gewinnt dabei einen Satz in einem 510er-Spiel mit den geringstmöglichen Würfen – 9 an der Zahl. In der Geschichte der Weltmeisterschaften ist dies bisher nur einigen wenigen Spielern gelungen.

Die spannende Geschichte der Darts-Weltmeisterschaften

Die Geschichte des professionellen Darts beginnt im Jahr 1976 mit der Gründung der World Darts Federation (WDF). Dies war der internationale Dachverband des Dartsports. Unter den über 50 Mitgliedern fand sich auch die British Darts Organisation (BDO), welche im Jahr 1978 erstmalig die BDO World Darts Championship organisierte, damals auch bekannt als Embassy World Darts und später als Lakeside World Professional Darts Championship. Sie wurde zuerst in Nottingham, danach in Stoke-on-Trent und schließlich in Frimley Green ausgetragen. Am Anfang nahmen 24 Spieler an dem zum Jahreswechsel stattfindenden Wettbewerb teil.

Anfang der 1990er schien es mit der BDO bergab zu gehen. Die Organisation arbeitete mit immer weniger Sponsoren zusammen und auch die Events wurden weniger. Am Ende blieb nur noch die BDO World Championship als Turnier. Einige Profis entschlossen sich daraufhin, einen eigenen Verband zu gründen. So entstand 1992 der World Darts Council (WDC), der im Jahr 1993/94 die erste WDC World Darts Championship in Kooperation mit Sky Sports austrug. Das Event kam sofort gut bei Spielern und Fans an und wurde über die Jahre immer erfolgreicher. 1997 folgte dann die Umbenennung von WDC zu PDC (Professional Darts Corporation).

Doch auch die BDO war noch nicht ganz aus dem Bild. 2001 führte die schwächelnde Organisation eine Darts-Frauen-Weltmeisterschaft ein, die seitdem zeitgleich im Rahmen der bereits bestehenden Weltmeisterschaft der Herren stattfand. Auch die PDC nahm in den 2000ern mehr Events in ihr Programm auf. Wo zuvor alle Turniere in Großbritannien durchgeführt wurden, wurden sie nun zunehmend international. Unter anderem kamen die World Series of Darts und die European Darts Tour hinzu.

Seit 2008 findet die PDC Darts-Weltmeisterschaft im Alexandra Palace in London statt. 2009 versuchte Barry Hearn, Teileigentümer der PDC, dann die BDO zu übernehmen. Das Angebot wurde jedoch abgelehnt. Während die PDC Darts-Weltmeisterschaft florierte und der Verband sich stetig weiterentwickelte, schien es mit der BDO wieder bergab zu gehen. Bereits damals wurden erste Gerüchte über die Insolvenz des Verbands laut.

2020 ging die BDO schließlich in Insolvenz und die Weltmeisterschaft unter ihrem Dach wurde gestoppt. Seit 2022 gibt es aber einen Nachfolger der BDO Darts World Championship: Der Weltverband WDF startete seine eigene WDF World Darts Championship, auch bekannt als Lakeside World Championship. Neben Herren und Damen gibt es auch zwei Jugend-Kategorien für Jungen und Mädchen. Eine solche Aufteilung gab es bisher so in der Geschichte des Darts noch nie.

Heute finden die PDC und die WDF Darts World Championships als konkurrierende Events statt. Die Weltmeisterschaft der PDC wird oft als die „offizielle Meisterschaft“ bezeichnet und erfährt in der Regel einen größeren Medienrummel. Allerdings steht die WDF Championship mit ihrer Einführung im Jahr 2022 auch erst in den Startlöchern – in Zukunft könnte also einiges geschehen.

Zeitleiste der Darts-Weltmeisterschaften

  •   1976: Die World Darts Federation (WDF) wird gegründet. Ein Mitglied ist die British Darts Organisation (BDO).
  •   1978: Die erste Auflage der BDO World Darts Championship wird im englischen Nottingham ausgetragen. Damals nehmen 24 Spieler an der Weltmeisterschaft teil. Neben Teilnehmern aus Großbritannien waren auch Spieler aus den USA, Schweden und Australien dabei.
  •   1990: Die Bemühungen der BDO lassen nach und es werden immer weniger Veranstaltungen durchgeführt. Am Ende bleibt nur noch die Darts-WM.
  •   1992: Einige professionelle Spieler aus der BDO gründen den World Darts Council (WDC). Sie wollen damit Darts populärer machen, mehr Events ins Leben rufen und dem Sport ein neues Image verpassen.
  •   1993/94: Die erste WDC World Darts Championship wird in Kooperation mit Sky Sports ausgetragen. 24 Spieler nehmen daran im ersten Jahr teil. Das Turnier kommt von Anfang an gut an und wächst über die Jahre rasant.
  •   1997: Es folgt die Umbenennung des WDC in PDC (Professional Darts Corporation).
  •   2001: Die BDO gibt sich noch nicht ganz geschlagen. Sie führt eine Frauen-Kategorie in der BDO Darts-Weltmeisterschaft ein.
  •   2000er: Die PDC wächst weiter. Über die Jahre kommen immer mehr international bedeutende Events hinzu, unter anderem die World Series of Darts und die European Darts Tour.
  •   2008: Der Austragungsort der PDC-Weltmeisterschaft wird in den Alexandra Palace in London verlegt.
  •   2009: Teileigentümer der PDC, Barry Hearn, will die BDO übernehmen und macht der Organisation ein Angebot. Diese lehnt ab und rutscht finanziell immer weiter ab.
  •   2010: Die erste und einzige PDC Women’s World Darts Championship wird ausgetragen. Siegerin ist US-Amerikanerin Stacy Bromberg.
  •   2020: Die BDO wird insolvent, was zum Stopp der BDO Darts World Championship führt.
  •   2022: Die WDF tritt die Nachfolge der BDO an und veranstaltet zum ersten Mal die WDF World Darts Championship. Neben Herren und Damen gibt es zudem jeweils eine Kategorie für Mädchen und Jungen.

Ein Rückblick: Darts-Weltmeisterschaft 2022/23

Die PDC World Darts Championship ist auch in den Jahren 2022/23 noch das größere und bekanntere der beiden Turniere. Der Wettbewerb wird oft als die „offizielle“ Darts-Weltmeisterschaft bezeichnet, bekam jedoch im Jahr 2022 Konkurrenz von der WDF World Darts Championship. Wir konzentrieren uns im Folgenden auf das Turnier der PDC, möchten aber auch kurz auf die WDF-Weltmeisterschaft eingehen.

Die PDC World Darts Championship 2023

Vom 15. Dezember 2022 bis zum 3. Januar 2023 fand die PDC World Darts Championship zum 30. Mal in ihrer Geschichte statt. Wie seit vielen Jahren wurde das Turnier auch in dieser Saison im Alexandra Palace in London ausgetragen. Als neuer Sponsor tritt ab 2023 Gebrauchtwagen-Händler Cazoo auf den Plan – der offizielle Name des Turniers lautete deshalb „Cazoo World Darts Championship 2023“.

Unter den 96 Spielern aus 28 Ländern fanden sich in diesem Jahr auch 3 Spielerinnen:

  •   Fallon Sherrock
  •   Lisa Ashton
  •   Beau Greaves

Leider schieden alle Damen bereits in der 1. Runde aus. Auch der schottische Titelverteidiger Peter Wright musste bereits in der 3. Runde gehen.

Mit 901 geworfenen Maxima wurde in diesem Jahr ein neuer Rekord in der Geschichte der Weltmeisterschaft aufgestellt. Im Finale standen sich Michael Smith aus England und Michael van Gerwen aus den Niederlanden gegenüber. Das Match der beiden Michaels geht vor allem wegen des spannenden 2. Satzes in die Geschichte ein: van Gerwen konnte 8 Darts in Folge erzielen. Die Antwort von Smith: ein Nine dart finish. Es war der einzige in dem Turnier und überhaupt erst der zweite in einem Finale der Weltmeisterschaft.

Michael Smith gewann am Ende zum 1. Mal die WM und ging als 1. der Weltrangliste aus dem Turnier heraus. Sein Preisgeld: 500.000 Pfund.

Die WDF World Darts Championship 2022

Im Jahr 2022 fand erstmalig die Darts-Weltmeisterschaft der WDF statt. Sie wurde vom 2. bis 10. April 2022 im Lakeside Country Club in Frimley Green abgehalten – also dort, wo bis zu ihrem Ende auch die BDO-Weltmeisterschaften stattgefunden haben.

Bei den Herren waren 48 Startplätze vorgesehen, bei den Damen 24. Russische Spieler wurden aufgrund der Geschehnisse in der Ukraine ausgeschlossen. Zudem war es Spielern nicht erlaubt, bei der WDF-WM mitzumachen, wenn diese bereits bei der PDC-WM dabei gewesen waren.

Im Finale der Männer traf schließlich Neil Duff (Nordirland) auf Thibault Tricole (Frankreich). Duff bezwang den Franzosen und wurde so zum ersten Weltmeister aus Nordirland in der Geschichte der Darts-Weltmeisterschaften.

Bei den Damen setzte sich Beau Greaves gegen Kirsty Hutchinson (beide aus England) durch – mit nur 18 Jahren ist sie zudem die jüngste Weltmeisterin. Bei den Jungen gewann Bradly Roes (Niederlande) und bei den Mädchen Eleanor Cairns (England).

Die Darts-Weltmeisterschaften: Berühmte Spieler

Seit über 4 Jahrzehnten gibt es bereits die Weltmeisterschaften im Darts. Da ist es kein Wunder, dass sich über die Jahre einige der Spieler zu Berühmtheiten und Ikonen entwickelt haben. Wir sehen uns einige der bekanntesten Spieler in der Geschichte der Darts-WM an.

Mit Abstand der erfolgreichste bei den Darts-Weltmeisterschaften ist Phil Taylor. Der Engländer hat mit Abstand die meisten Turniere für sich entschieden: 16 Mal konnte er die WM gewinnen – 14 Mal die PDC-Weltmeisterschaft und 2 Mal die BDO-Weltmeisterschaft. Zu seiner Zeit war er zudem Gründungsmitglied der PDC und galt über 2 Jahrzehnte als bester Dartspieler überhaupt. Er gewann mehrmals die European Darts Championship, bevor er 2018 schließlich seine Profikarriere beendete. Seitdem ist es aber noch nicht ganz vorbei mit Darts: Phil „The Power“ Taylor spielte 2022 noch in der World Seniors Darts Championship mit.

Mit Michael Smith reiht sich ein Spieler ein, der gerade erst seinen ersten Titel in der PDC World Darts Championship holen konnte. Der Engländer gewann im Jahr 2023 das Turnier und erzielte dabei sogar einen Nine dart finish. Der 1990 geborene Smith ist seit 2008 professionell in dem Sport aktiv und hat über die Jahre zahlreiche Titel sammeln können. Dass es jetzt endlich auch für die WM gereicht hat, wird dem Engländer sicher neuen Aufwind geben. Wir sind gespannt auf seine zukünftige Performance!

Natürlich darf in unserer Liste auch eine weibliche Ikone nicht fehlen. Die 1994 geborene Fallon Sherrock ist spätestens seit der PDC World Darts Championship 2020 ein bekanntes Gesicht: Als erste Frau in der Geschichte der Darts-Weltmeisterschaften schaffte sie es, ein Spiel zu gewinnen. Die Engländerin machte jedoch nicht nur bei der Weltmeisterschaft mit. Zuletzt brachte sie es auch bei den Nordic Darts Masters weit: 2021 schaffte sie es bis ins Finale und bot Michael van Gerwen die Stirn. Für einen Sieg reichte es leider nicht ganz. Trotzdem schlug sich Sherrock äußerst gut. Wir haben da so ein Gefühl, dass der Höhepunkt der Karriere von Fallon Sherrock noch bevorsteht.

Unter den Damen beim Darts gibt es noch eine andere, die schon länger eine Position als Legende einnimmt: das „Golden Girl“ Trina Gulliver. Von Beginn ihrer Profikarriere im Jahr 1997 bis 2016 galt sie in vielen Jahren als nahezu unschlagbar. Die Engländerin konnte 10 Mal die BDO-Weltmeisterschaft gewinnen, davon sogar 7 Mal in Folge (2001 bis 2007). Sie ist bis heute die unangefochtene Rekordsiegerin. Nach ihr kommt lange nichts, dann Lisa Ashton mit 4 Titeln. Ihre Karriere hat sie noch nicht beendet: 2022 spielte sie bei der World Seniors Darts Championship und gewann im selben Jahr ein Turnier während der PDC Women’s Series.

Die Darts-Weltmeisterschaften: DAZN Bet-Quiz

Der Werdegang der Darts-Weltmeisterschaften ist nicht gerade unkompliziert. Über die Jahre gab es mehrere verschiedene Versionen und auch heute werden noch zwei konkurrierende Weltmeisterschaften ausgetragen. Hast Du den Überblick behalten? Teste Dein Wissen hier in unserem Darts-Quiz!

Wie viele Nine dart finishes gab es bei den Darts-Weltmeisterschaften?

In der Geschichte der Weltmeisterschaften gab es 15 Mal einen Nine darf finish, davon 14 Mal bei der PDC-WM. Zum ersten Mal gelang dies jedoch Paul Lim (USA) bei der BDO-WM 1990 in der 2. Runde des Turniers. Stolze 2 Mal schafften es Adrian Lewis (England) und Raymond van Barneveld (Niederlande). Zum letzten Mal gelang ein „Neun-Darter“ bei der PDC-WM 2022/23: Michael Smith erzielte diesen im Finale, gewann später auch das Spiel und wurde Weltmeister. Beim ersten Neun-Darter bekam Lim einen Bonus von 52.000 Pfund. Seit 2022 gibt es auch bei der PDC-WM einen Bonus für die Ausführung, nämlich 50.000 Pfund.

Wer ist der erfolgreichste Spieler aller Zeiten in der Geschichte der Darts-Weltmeisterschaften?

Der Engländer Phil Taylor führt zweifellos die Liste der Rekordsieger der Darts-WM an: Mit 16 Siegen in seiner Karriere hat er einen großen Vorsprung vor den nächsten in der Rangfolge – Eric Bristow und Raymond van Barneveld mit je 5 Titeln. Taylor war bei 25 WM-Turnieren der PDC dabei und schaffte es davon 19 Mal ins Finale. Er hält zudem den Rekord für die längste Siegesserie mit 44 Spielen und er hat insgesamt 110 Spiele gewonnen.

Bei den Damen ist Trina Gulliver die erfolgreichste der Serie: 10 Mal konnte sie die BDO-Weltmeisterschaft gewinnen. Dahinter folgt Lisa Ashton mit 4 Titeln. Die meisten Weltmeister kamen übrigens aus England: 19 Mal ging der Titel an einen Spieler dieser Nation – und das nur bei der PDC-Weltmeisterschaft.

Wer gewann bei den letzten Weltmeisterschaften im Darts?

In der Saison 2022/23 fanden wieder zwei Weltmeisterschaften statt: die der PDC und die neue WDF-WM. Die PDC World Darts Championship konnte in diesem Jahr der Engländer Michael Smith gewinnen. Der hatte auf diesen Sieg viele Jahre lang gewartet. Es ist der erste WM-Titel seiner Karriere.

Die neu eingeführte Weltmeisterschaft der WDF ist kein gemischtes Turnier, sondern bietet verschiedene Kategorien. Bei den Herren gewann Neil Duff (Nordirland). Den Titel der Damen gewann die 18-jährige Beau Greaves (England). Bei den Jungen setzte sich Bradly Roes (Niederlande) durch und bei den Mädchen Eleanor Cairns (England).

Unsere Prognosen: Darts-Weltmeisterschaften 2023/24

Für die Saison 2023/24 ist die 31. Auflage der PDC World Darts Championship geplant. Sie soll im Dezember 2023 beginnen und voraussichtlich vom 15. Dezember 2023 bis zum 3. Januar 2024 stattfinden. Wie auch in den Vorjahren soll das Event im Alexandra Palace in London abgehalten werden. Ebenfalls wie in den Jahren zuvor werden 96 Startplätze vergeben. Das Preisgeld bleibt mit insgesamt 2,5 Millionen Pfund, aufgeteilt auf die Gewinner, gleich.

Als Titelverteidiger wird der Engländer Michael Smith an den Start gehen. Für ihn war die Weltmeisterschaft 2022/23 sein erster WM-Sieg. Danach befand er sich auf dem 1. Platz der PDC Order of Merit, also der PDC-Weltrangliste. Ob er auch im Turnier 2023/24 wieder überzeugen kann und einen weiteren Nine dart finish aus dem Ärmel zaubern kann, werden wir mit Spannung verfolgen.

Voraussichtlich werden bei dem gemischten Turnier auch wieder einige Damen mit dabei sein. Im Vorjahr wurden 3 Startplätze an Damen vergeben – ein Rekord in der Geschichte des Turniers. Ob dieser im nächsten Jahr gebrochen wird und vielleicht sogar noch mehr weibliche Spielerinnen dabei sein werden, wird sich bald herausstellen. Besonders WDF-Gewinnerin aus dem letzten Jahr, Beau Greaves, verfolgen wir mit Spannung: Wird die 18-Jährige ihr Können in diesem Jahr auch bei der PDC-WM zeigen? Fallon Sherrock ist bis jetzt eine der wenigen, die ein Spiel in dem Turnier gewinnen konnte – doch Greaves könnte die Nächste sein.

Überdies soll die WDF World Darts Championship in der Saison 2023/24 erneut ausgetragen werden. Es wird die zweite Auflage des Turniers sein, das vom 2. bis 10. Dezember 2023 angesetzt ist. Austragungsort ist wie auch schon im Jahr 2022 Firmley Green in England. Die Titelverteidiger in den verschiedenen Kategorien sind:

  •   Neil Duff bei den Herren
  •   Beau Greaves bei den Damen
  •   Bradly Roes bei den Jungen
  •   Eleanor Cairns bei den Mädchen

Spieler der PDC-Weltmeisterschaft dürfen teilnehmen, sofern sie keine PDC Tour Card bekommen haben. Qualifiziert haben sich Spieler der Rangliste, die Gewinner der Gold- und Platin-Turniere, die Führer der WDF Regional Tables und die Sieger des Qualifikationsturniers.

Wer die kommenden beiden Darts-Weltmeisterschaften für sich entscheiden wird, können wir bis jetzt nur schwer einschätzen. Wir freuen uns jedoch auf die Turniere und hoffen, einige weitere spannende Spiele zu sehen zu bekommen. Außerdem sind wir gespannt, wie sich die beiden WMs der PDC und der WDF in Zukunft weiterentwickeln werden.